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LänderTREND

Thüringen August 2013 im Auftrag des MDR

Wichtigste Probleme in Deutschland: Arbeitslosigkeit auf Platz Eins

Wichtigste Probleme in Deutschland: Arbeitslosigkeit auf Platz Eins

Kanzlerpräferenz: Merkel distanziert Steinbrück um 46 Punkte

Kanzlerpräferenz: Merkel distanziert Steinbrück um 46 Punkte

Sonntagsfrage Bundestagswahl: Starke Stellung der Christdemokraten

Sonntagsfrage Bundestagswahl: Starke Stellung der Christdemokraten

Koalitionspräferenz Bundestagswahl: Große Koalition und Schwarz-Gelb beliebteste Optionen

Koalitionspräferenz Bundestagswahl: Große Koalition und Schwarz-Gelb beliebteste Optionen

Bewertung der Landesregierung: Jeder Zweite zufrieden

Bewertung der Landesregierung: Jeder Zweite zufrieden

Sonntagsfrage Landtagswahl: CDU dominierende Kraft

Sonntagsfrage Landtagswahl: CDU dominierende Kraft

Wichtigste Probleme in Deutschland: Arbeitslosigkeit auf Platz Eins

Wichtigste Probleme in Deutschland: Arbeitslosigkeit auf Platz Eins

Kanzlerpräferenz: Merkel distanziert Steinbrück um 46 Punkte

Kanzlerpräferenz: Merkel distanziert Steinbrück um 46 Punkte

Sonntagsfrage Bundestagswahl: Starke Stellung der Christdemokraten

Sonntagsfrage Bundestagswahl: Starke Stellung der Christdemokraten

Koalitionspräferenz Bundestagswahl: Große Koalition und Schwarz-Gelb beliebteste Optionen

Koalitionspräferenz Bundestagswahl: Große Koalition und Schwarz-Gelb beliebteste Optionen

Bewertung der Landesregierung: Jeder Zweite zufrieden

Bewertung der Landesregierung: Jeder Zweite zufrieden

Sonntagsfrage Landtagswahl: CDU dominierende Kraft

Sonntagsfrage Landtagswahl: CDU dominierende Kraft

Wichtigste Probleme in Deutschland: Arbeitslosigkeit auf Platz Eins

Trotz der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Thüringen steht auf der politischen Agenda der Thüringer die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt ganz oben. Mit einer Arbeitslosenquote von unter acht Prozent liegt Thüringen aktuell an der Spitze der ostdeutschen Länder und auch die wirtschaftliche Lage des Landes wird erstmals seit September 1999 als mehrheitlich positiv wahrgenommen. Dennoch stellt für jeden Dritten (32 Prozent) die Sicherung der vorhandenen Arbeitsplätze sowie die Schaffung neuer Stellen das dringlichste Problem in Deutschland dar. Mit deutlichem Abstand folgt das Thema soziale Ungerechtigkeit auf Rang zwei mit 9 Prozent knapp vor der Situation im Themenfeld Bildung und Ausbildung (8 Prozent). Ebenfalls in der Spitzengruppe rangiert das Wahlkampfthema Mindestlohn (7 Prozent). Die Euro-Krise und die Alterssicherung werden von je 4 Prozent als vordringlich angesehen.

Kanzlerpräferenz: Merkel distanziert Steinbrück um 46 Punkte

Wenn die Thüringer den Bundeskanzler bzw. die Bundeskanzlerin direkt wählen könnten, würden sich 63 Prozent für Angela Merkel entscheiden, auf ihren Herausforderer Peer Steinbrück entfielen dagegen nur 17 Prozent. Der Vorsprung Merkels vor Steinbrück beträgt 46 Punkte, so dass die CDU Thüringen mit einem klaren Spitzenkandidatenbonus in den Bundestagswahlkampf geht.

In Thüringen stehen die CDU-Anhänger geschlossen (97 Prozent) hinter der Amtsinhaberin.  Die Kanzlerin genießt jedoch auch große Unterstützung in den Reihen der SPD, wo sich ebenso viele für sie wie für den eigenen Kandidaten aussprechen (43:45 Prozent). Auch die Hälfte der Grünen-Anhänger und ein Drittel der Linke-Anhänger würde bei einer Direktwahl für Merkel votieren.

Sonntagsfrage Bundestagswahl: Starke Stellung der Christdemokraten

Die CDU kann im Bundesland vor der starken Stellung der Bundeskanzlerin deutlich profitieren.  Wären die Thüringer bereits am nächsten Sonntag an die Urnen der Bundestagswahl gerufen, könnte die CDU mit 44 Prozent der Stimmen rechnen. Das wären ca. 13 Punkte mehr als bei der Bundestagswahl 2009, so dass die CDU bei weitem stärkste politische Kraft im Land wäre. Die SPD könnte sich im Vergleich zu 2009 leicht verbessern und würde aktuell 20 Prozent der Stimmen erzielen. Die Sozialdemokraten liegen damit nur knapp vor der Linkspartei, die mit aktuell 19 Prozent deutliche Verluste zu erwarten hat.

Auch die Liberalen haben - nach knapp 10 Prozent  vor vier Jahren - deutliche Verluste zu erwarten und würden derzeit mit 2 Prozent klar unter der 5-Prozent-Hürde bleiben.  Die Grünen liegen mit 7 Prozent im Bereich ihres Ergebnisses von 2009. Die „Alternative für Deutschland“ käme derzeit auf 3 Prozent. Alle anderen Parteien würden zusammen genommen 5 Prozent erreichen.

Damit verfügt die Union aktuell in Thüringen über etwas stärkeren Rückhalt als bundesweit.

Koalitionspräferenz Bundestagswahl: Große Koalition und Schwarz-Gelb beliebteste Optionen

Die Thüringer haben keinen eindeutigen Favoriten hinsichtlich der Zusammensetzung der nächsten Bundesregierung. Jeweils etwa vier von zehn sind der Ansicht, dass eine Große Koalition aus Union und SPD (41 Prozent) und eine zweite Amtsperiode für das schwarz-gelbe Bündnis aus Union und FDP (39 Prozent) gut für Deutschland wäre. Deutlich geringer fällt die Unterstützung für eine rot-grüne Koalition aus SPD und Grünen aus (32 Prozent), den geringsten Rückhalt der abgefragten Regierungsvarianten verzeichnet ein schwarz-grünes Bündnis aus Union und Grünen (23 Prozent)

In Reihen der CDU-Anhänger genießt die Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition die höchste Unterstützung (66 Prozent). Von einer Neuauflage der Großen Koalition in Berlin erwarten 44 Prozent der CDU-Anhänger positive Impulse für Deutschland, ein Bündnis ihrer Partei mit den Grünen stößt lediglich bei 30 Prozent auf Zustimmung.

Jeweils etwa drei von vier Anhängern von SPD und Grünen favorisieren ein Bündnis beider Parteien. Darüber hinaus bewertet sowohl eine Mehrheit der SPD-Anhänger (59 Prozent) als auch eine Mehrheit der Anhänger der Grünen (52 Prozent) ein Bündnis ihrer Partei mit der Union positiv.

Bewertung der Landesregierung: Jeder Zweite zufrieden

Mit Blick auf die Politik im Freistaat stellen die Thüringer Bürger dem von Christine Lieberknecht geführten Kabinett ein positives Zeugnis aus: Eine knappe Mehrheit von 52 Prozent zufrieden (51 Prozent) bzw. sehr zufrieden (1 Prozent) mit der Arbeit der Landesregierung aus Christdemokraten und SPD. Erstmals in der laufenden Legislaturperiode überwiegen somit die wohlwollenden Urteile. Vier von zehn zeigen sich dagegen weniger (35 Prozent) oder gar nicht zufrieden (7 Prozent) mit dem Erfurter Kabinett.

Sowohl in Reihen der CDU (74 Prozent) als auch in Reihen der SPD (58 Prozent) zieht eine Mehrheit eine positive Bilanz der bisherigen Regierungsarbeit der beiden Parteien. Bei den Grünen-Anhängern (47:46 Prozent) sind die Meinungen geteilt, während bei den Anhängern der Linken die Kritik überwiegt (28:65 Prozent).

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Thüringen (Deutsche ab 18 Jahren)

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe

Erhebungsverfahren:Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1002 Befragte

Erhebungszeitraum:9. bis 15. August 2013

Schwankungsbreite:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de