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LänderTREND

Thüringen November 2016 im Auftrag des MDR

Zufriedenheit Landesregierung: Lob und Kritik halten sich die Waage

Zufriedenheit Landesregierung: Lob und Kritik halten sich die Waage

Lösung der wichtigsten Landesaufgaben: jeder Dritte weiß keine Partei zu benennen

Lösung der wichtigsten Landesaufgaben: jeder Dritte weiß keine Partei zu benennen

Management der Flüchtlingssituation: Die Hälfte der Thüringer ist zufrieden mit Landesregierung und Verwaltung

Management der Flüchtlingssituation: Die Hälfte der Thüringer ist zufrieden mit Landesregierung und Verwaltung

Sonntagsfrage Landtagswahl: Rot-Rot-Grün weiter ohne Mehrheit

Sonntagsfrage Landtagswahl: Rot-Rot-Grün weiter ohne Mehrheit

Thüringer begrüßen erneute Kandidatur Merkels

Thüringer begrüßen erneute Kandidatur Merkels

Sonntagsfrage Bundestagswahl: AfD legt seit 2013 deutlich zu

Sonntagsfrage Bundestagswahl: AfD legt seit 2013 deutlich zu

Zufriedenheit Landesregierung: Lob und Kritik halten sich die Waage

Zufriedenheit Landesregierung: Lob und Kritik halten sich die Waage

Lösung der wichtigsten Landesaufgaben: jeder Dritte weiß keine Partei zu benennen

Lösung der wichtigsten Landesaufgaben: jeder Dritte weiß keine Partei zu benennen

Management der Flüchtlingssituation: Die Hälfte der Thüringer ist zufrieden mit Landesregierung und Verwaltung

Management der Flüchtlingssituation: Die Hälfte der Thüringer ist zufrieden mit Landesregierung und Verwaltung

Sonntagsfrage Landtagswahl: Rot-Rot-Grün weiter ohne Mehrheit

Sonntagsfrage Landtagswahl: Rot-Rot-Grün weiter ohne Mehrheit

Thüringer begrüßen erneute Kandidatur Merkels

Thüringer begrüßen erneute Kandidatur Merkels

Sonntagsfrage Bundestagswahl: AfD legt seit 2013 deutlich zu

Sonntagsfrage Bundestagswahl: AfD legt seit 2013 deutlich zu

Zufriedenheit Landesregierung: Lob und Kritik halten sich die Waage

Zwei Jahre nach Amtsantritt der ersten rot-rot-grünen Landesregierung in Deutschland  halten sich Lob und Kritik die Waage. Knapp jeder zweite Thüringer (48 Prozent) ist derzeit zufrieden mit der Arbeit des von Bodo Ramelow geführten Kabinetts, fast ebenso viele (47 Prozent) sind hingegen weniger (35 Prozent) oder gar nicht zufrieden (12 Prozent). Das Urteil der Wahlberechtigten fällt damit etwas kritischer aus als vor gut einem Jahr als sich 51 Prozent lobend, 43 Prozent ablehnend äußerten.

Mehrheitlich unterstützt wird das Kabinett von den Anhängern der Regierungsparteien. Jeweils rund drei Viertel der Anhänger von Linke (78 Prozent) und SPD (75 Prozent) stellen „R2G“ in Thüringen nach zwei Jahren ein positives Zeugnis aus. Im Lager des kleinsten Koalitionspartners fällt das Urteil zwar etwas verhaltener aus, doch gut jeder zweite Anhänger der Grünen (54 Prozent) ist ebenfalls zufrieden mit der Arbeit der Landesregierung. Unter den Anhängern der Opposition überwiegt die Kritik – im Lager der CDU leicht, im Lager der AfD deutlich.

 

Lösung der wichtigsten Landesaufgaben: jeder Dritte weiß keine Partei zu benennen

Wenn es um die Lösung der wichtigsten Landesaufgaben in Thüringen geht, weiß gut ein Drittel der Wahlberechtigten (36 Prozent) derzeit keine Partei zu benennen, der er sein Vertrauen schenkt. Im Vergleich zum letzten Landtagswahlkampf im September 2014 ist dieser Anteil deutlich gestiegen (+16 Punkte).

Von den Parteien genießt die CDU das größte Vertrauen: Rund ein Viertel (26 Prozent, -8) der Thüringer traut am ehesten der CDU die Lösung der wichtigsten Landesaufgaben zu. Allerdings wird ihr weniger Kompetenz als am Ende ihrer Regierungszeit im September 2014 attestiert.

Jeweils jeder Siebte setzt bei der Lösung der in Thüringen zentralen Aufgaben  am ehesten auf Linke und SPD (jeweils 14 Prozent, -5), die beide jedoch ebenfalls schwächer als vor zwei Jahren abschneiden. Den Grünen wird vergleichsweise geringe Sachkompetenz (2 Prozent) zugeschrieben. Verbessern kann sich die AfD, der 5 Prozent der Thüringer (+4 Punkte) am ehesten zutrauen, die wichtigsten Aufgaben des Bundeslandes zu lösen.

 

Management der Flüchtlingssituation: Die Hälfte der Thüringer ist zufrieden mit Landesregierung und Verwaltung

Die Unterbringung, Versorgung und Integration von Flüchtlingen war in Thüringen eine der zentralen Aufgaben im vergangenen Jahr. Gut die Hälfte der Thüringer (53 Prozent) bewertet die Anstrengungen von Landesregierung und Verwaltung in diesem Zusammenhang als positiv. Knapp vier von zehn (38 Prozent) sind hingegen der Meinung, Landesregierung und Verwaltung hätten die Flüchtlingssituation in Thüringen eher schlecht oder sogar sehr schlecht im Griff.

Zu einem positiven Urteil kommen die Anhänger von Grünen (72 Prozent), Linke (70 Prozent), SPD (68 Prozent) und CDU (59 Prozent). Mehrheitlich kritisch äußern sich hingegen die Anhänger der AfD (15:75 Prozent).

 

Sonntagsfrage Landtagswahl: Rot-Rot-Grün weiter ohne Mehrheit

Wenn bereits am kommenden Sonntag Landtagswahl in Thüringen wäre, hätte Rot-Rot-Grün wie bereits im Juni keine Mehrheit im Land. Die Linke müsste gegenüber Juni nochmals zwei Punkte abgeben und läge mit derzeit 23 Prozent deutlich unter ihrem Wahlergebnis von 2014 (28,2 Prozent). SPD und Grüne könnten in etwa an ihr Wahlergebnis anknüpfen: Die SPD hätte aktuell 12 Prozent der Stimmen in Aussicht, die Grünen 6 Prozent. Die CDU bliebe unverändert zum Juni mit 32 Prozent stärkste politische Kraft in Thüringen, lägen jedoch etwas unter ihrem Landtagswahlergebnis von 2014 (33,5 Prozent). Weiter verbessern kann sich die AfD, die gegenüber Juni zwei Punkte auf 21 Prozent zulegt und ihren Stimmenanteil seit der Landtagswahl 2014 verdoppelt (10,6 Prozent). Alle anderen Parteien kämen zusammen genommen auf 3 Prozent.

Die Sonntagsfrage misst aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Viele Wählerinnen und Wähler legen sich kurzfristig vor einer Wahl fest. Eine große Bedeutung hat zudem der Wahlkampf mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern.

 

Thüringer begrüßen erneute Kandidatur Merkel

Am Sonntag hat Angela Merkel ihre erneute Kanzlerkandidatur bei der Bundestagswahl 2017 angekündigt. Vor der offiziellen Bekanntgabe am Sonntag begrüßten die Wahlberechtigten in Thüringen mehrheitlich (60 Prozent), dass Angela Merkel zum vierten Mal für die CDU ins Rennen geht. Dabei stehen neun von zehn Anhängern der CDU (89 Prozent) in Thüringen hinter Angela Merkel. Aber auch die Anhänger von Grünen (73 Prozent), Linke (58 Prozent) und SPD (57 Prozent) finden es mehrheitlich gut, dass die amtierende Kanzlerin erneut für die CDU kandidiert.

Für die SPD sind derzeit Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Europapolitiker Martin Schulz als mögliche Kandidaten im Gespräch, eine Entscheidung über die SPD-Kanzlerkandidatur steht aber noch aus. In Thüringen fänden jeweils rund vier von zehn Wahlberechtigen die Kandidatur von Gabriel (39 Prozent) und Schulz (40 Prozent) gut. Allerdings zieht Gabriel deutlich mehr Ablehnung (55 Prozent) als Schulz (31 Prozent) auf sich. Unter den Anhängern der SPD besteht eine Präferenz für eine Kandidatur des EU-Parlamentspräsidenten: 62 Prozent fänden eine Kandidatur von Martin Schulz gut, 53 Prozent würden es begrüßen, wenn die SPD mit Sigmar Gabriel in den Bundestagswahlkampf zieht. Auch bei den Anhängern der Grünen und der Linken in Thüringen genießt Martin Schulz mehr Rückhalt als Sigmar Gabriel.

 

Sonntagsfrage Bundestagswahl: AfD legt seit 2013 deutlich zu

Wenn bereits am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, könnte die CDU mit 37 Prozent der Stimmen in Thüringen rechnen und würde im Bundesland klar stärkste politische Kraft. Ihr Wahlergebnis von 2013 würde sie jedoch leicht verfehlen (38,8 Prozent). Auch die SPD würde mit 13 Prozent in Thüringen nicht an ihr Bundestagswahlergebnis von 2013 (16,1 Prozent) anknüpfen können. Noch deutlicher gilt dies für die Linke, die 18 Prozent in Aussicht hätte (23,4 Prozent). Die Grünen könnten gegenüber 2013 auf 7 Prozent (4,9 Prozent) zulegen. Die AfD würde deutlich besser als bei der letzten Bundestagswahl in Thüringen abschneiden und mit 19 Prozent ihr Ergebnis in etwa verdreifachen. Die FDP bliebe mit 3 Prozent auf einem ähnlichen Niveau wie vor drei Jahren (2,6 Prozent). Alle anderen Parteien kämen zusammen genommen auf 3 Prozent.

Während die CDU im Vergleich zur Landesebene deutlich stärker abschneidet (+5 Punkte), stünde die Linke bei einer Bundestagswahl deutlich schwächer da (-5 Punkte).

Die Sonntagsfrage misst aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Viele Wählerinnen und Wähler legen sich kurzfristig vor einer Wahl fest. Eine große Bedeutung hat zudem der Wahlkampf mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Thüringen (Deutsche ab 18 Jahren)

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1000 Befragte

Erhebungszeitraum:15.-19. November 2016

Schwankungsbreite:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de