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ARD-Deutschlandtrend

Oktober 1999

Im September waren rund 40 Prozent der wahlberechtigten Bundesbürger aufgefordert, in Brandenburg, Thüringen, Sachsen sowie im Saarland einen neuen Landtag bzw. in Nordrhein-Westfalen neue Kommunalparlamente und Bürgermeister zu wählen. Bei allen regionalen Besonderheiten wiesen die Ergebnisse dieser Wahlen eine Gemeinsamkeit auf: deutliche Verluste für rot-grün. Die Tatsache, daß diese Verluste flächendeckend ausfielen, deutet darauf hin, daß stärker als sonst bundespolitische Einflüsse eine Rolle spielten. Auch die Ergebnisse der Wahltagsbefragungen von Infratest dimap belegen: soweit die ... mehr »

Im September waren rund 40 Prozent der wahlberechtigten Bundesbürger aufgefordert, in Brandenburg, Thüringen, Sachsen sowie im Saarland einen neuen Landtag bzw. in Nordrhein-Westfalen neue Kommunalparlamente und Bürgermeister zu wählen. Bei allen regionalen Besonderheiten wiesen die Ergebnisse dieser Wahlen eine Gemeinsamkeit auf: deutliche Verluste für rot-grün. Die Tatsache, daß diese Verluste flächendeckend ausfielen, deutet darauf hin, daß stärker als sonst bundespolitische Einflüsse eine Rolle spielten. Auch die Ergebnisse der Wahltagsbefragungen von Infratest dimap belegen: soweit die vielen von der Bundesregierung enttäuschten rot-grünen Wähler nicht zu Hause blieben, wandten sie sich im Westen und Osten der CDU zu, weil sie ihr mehr wirtschaftspolitische Kompetenz zuschreiben, im Osten entschieden sich diesmal auch viele für die PDS, weil sie sich von ihr einen größeren Einsatz für soziale Gerechtigkeit erwarten.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1.300 Befragte
Erhebungszeitraum:
23.09. - 28.09.1999
Fehlertoleranz:
1,2* bis 2,7** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap