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ARD-Deutschlandtrend

August 2000

Im Juli verzeichnete die Bundesregierung eine Reihe von politischen Erfolgen, von denen die Verabschiedung der Steuerreform im unionsdominierten Bundesrat sicherlich der wichtigste war. Die Bürger quittieren diese Erfolge mit kräftigem Beifall. Erstmals seit dem Regierungswechsel äußert sich eine Mehrheit der Wahlberechtigten zufrieden mit der Arbeit der rot-grünen Koalition. Der Regierungschef, sein Stellvertreter und der Finanzminister haben erheblich an Ansehen gewonnen. Und der SPD wird in fast allen Politikfeldern als zum Teil deutlich kompetenter angesehen als die Union. Dies findet ... mehr »

Im Juli verzeichnete die Bundesregierung eine Reihe von politischen Erfolgen, von denen die Verabschiedung der Steuerreform im unionsdominierten Bundesrat sicherlich der wichtigste war. Die Bürger quittieren diese Erfolge mit kräftigem Beifall. Erstmals seit dem Regierungswechsel äußert sich eine Mehrheit der Wahlberechtigten zufrieden mit der Arbeit der rot-grünen Koalition. Der Regierungschef, sein Stellvertreter und der Finanzminister haben erheblich an Ansehen gewonnen. Und der SPD wird in fast allen Politikfeldern als zum Teil deutlich kompetenter angesehen als die Union. Dies findet auch in der politischen Stimmung seinen deutlichen Niederschlag, denn mit 42 Prozent (+3) liegt die SPD derzeit klar vor der CDU/CSU, die nur auf 34 Prozent (-4) käme. Die Grünen können dagegen aus der positiven Stimmung kein Kapital schlagen. Sie blieben bei einem Stimmenanteil von 6 Prozent klar hinter der FDP, die mit 9 Prozent (+1) der Stimmen rechnen könnte. Weiter im Stimmungstief befindet sich auch Altbundeskanzler Helmut Kohl. Eine Einstellung des Verfahrens gegen ihn wegen illegaler Parteispenden, wie angeblich von der Bonner Staatsanwaltschaft geplant, würden zwei Drittel der Bundesbürger für nicht gerechtfertigt halten. Und eine knappe Mehrheit von 55 Prozent spricht sich auch gegen seinen von vielen geforderten Auftritt als Festredner bei den Feierlichkeiten zum zehnten Jahrestag der Deutschen Einheit aus.

Dies sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom August 2000, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von acht Tageszeitungen durchgeführt hat. Die Erhebung fand zwischen dem 27. Juli und dem 1. August 2000 statt. Befragt wurden bundesweit 1300 wahlberechtigte Personen. Die auf der Grundlage einer Zufallsstichprobe ermittelten Befunde lassen sich auf die Gesamtheit der Wahlberechtigten in Deutschland verallgemeinern.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1.300 Befragte
Erhebungszeitraum:
27.07. - 01.08.2000
Fehlertoleranz:
1,2* bis 2,7** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap