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ARD-Deutschlandtrend

Januar 2000

Rot-grün im Aufwind, CDU im Tief Nach erheblichen Anlaufproblemen hat die rot-grüne Bundesregierung nach mehrheitlicher Meinung der Bevölkerung inzwischen Tritt gefaßt - eine Auffassung, die sechs von zehn Bundesbürgern teilen. Der CDU macht hingegen der Spendenskandal zunehmend zu schaffen. Zwei Drittel der Deutschen fordern die bislang von Kohl verweigerte Nennung der anonymen Spender unter Anwendung aller zulässigen juristischen Mittel. Die aus den eigenen Reihen laut gewordene Forderung, die CDU solle sich von dem Alt-Bundeskanzler loslösen, ist in der Bevölkerung umstritten und wird ... mehr »

Rot-grün im Aufwind, CDU im Tief

 

Nach erheblichen Anlaufproblemen hat die rot-grüne Bundesregierung nach mehrheitlicher Meinung der Bevölkerung inzwischen Tritt gefaßt - eine Auffassung, die sechs von zehn Bundesbürgern teilen. Der CDU macht hingegen der Spendenskandal zunehmend zu schaffen. Zwei Drittel der Deutschen fordern die bislang von Kohl verweigerte Nennung der anonymen Spender unter Anwendung aller zulässigen juristischen Mittel. Die aus den eigenen Reihen laut gewordene Forderung, die CDU solle sich von dem Alt-Bundeskanzler loslösen, ist in der Bevölkerung umstritten und wird von den Unionsanhängern mehrheitlich abgelehnt. Nachhaltig beschädigt ist zwischenzeitlich auch die Glaubwürdigkeit des neuen Parteichefs. In Folge der jüngsten Entwicklungen verliert die Union dramatisch an Zuspruch und käme nur noch auf 39 Prozent. Die beiden Regierungsparteien haben ihr Tief überwunden und liegen mit zusammen 46 Prozent fast wieder auf dem Niveau der letzten Bundestagswahl.

Dies sind die wichtigsten Ergebnisse des aktuellen DeutschlandTREND, den Infratest dimap im Auftrag von ARD/bericht aus berlin und neun Tageszeitungen durchgeführt hat. Im Rahmen der repräsentativen Erhebung wurden zwischen dem 28. Dezember 1999 und dem 5. Januar 2000 insgesamt 1300 Personen telefonisch befragt.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1.300 Befragte
Erhebungszeitraum:
28.12.1999 - 05.01.2000
Fehlertoleranz:
1,2* bis 2,7** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap