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ARD-Deutschlandtrend

März 2000

Die Spenden- und Finanzaffäre der CDU hatte einen in diesem Ausmaß nie gekannten Absturz der Union in der Wählergunst zur Folge, der auch in der Wahlniederlage am vergangenen Sonntag in Schleswig-Holstein seinen Niederschlag fand. Mit dem Rücktritt Schäubles und der Wahl von Friedrich Merz zum neuen Fraktionsvorsitzenden der Union sind zwar Voraussetzungen für einen Neuanfang geschaffen worden, ein Stimmungsumschwung zeichnet sich aber noch nicht ab. Mit einem Stimmenanteil von 31 Prozent liegt die Union nach wie vor klar hinter der SPD, die derzeit mit 42 Prozent der Stimmen rechnen könnte. ... mehr »

Die Spenden- und Finanzaffäre der CDU hatte einen in diesem Ausmaß nie gekannten Absturz der Union in der Wählergunst zur Folge, der auch in der Wahlniederlage am vergangenen Sonntag in Schleswig-Holstein seinen Niederschlag fand. Mit dem Rücktritt Schäubles und der Wahl von Friedrich Merz zum neuen Fraktionsvorsitzenden der Union sind zwar Voraussetzungen für einen Neuanfang geschaffen worden, ein Stimmungsumschwung zeichnet sich aber noch nicht ab. Mit einem Stimmenanteil von 31 Prozent liegt die Union nach wie vor klar hinter der SPD, die derzeit mit 42 Prozent der Stimmen rechnen könnte. Viele CDU-Wähler sind verunsichert und tendieren aus heutiger Sicht zur Wahlenthaltung, andere sind zumindest vorübergehend zur FDP abgewandert, die dadurch mit 9 Prozent zur drittstärksten Kraft avancierte. Von zentraler Bedeutung für die weitere Entwicklung dürfte nicht zuletzt die Entscheidung darüber sein, wer die CDU künftig führen wird. Die Wähler, deren Stimmen für die Konsolidierung der Union letztlich maßgeblich sind, scheinen sich bereits ein klares Urteil gebildet zu haben: sie sprechen sich mit deutlicher Mehrheit für Angela Merkel aus.

Dies sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom März 2000, den Infratest im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von neun Tageszeitungen durchgeführt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 24. bis 29. Februar bundesweit 1300 Wahlberechtigte befragt. Die auf der Grundlage einer Zufallsstichprobe ermittelten Ergebnisse lassen sich auf die Gesamtheit der Wahlbevölkerung verallgemeinern.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1.300 Befragte
Erhebungszeitraum:
24.02. - 29.02.2000
Fehlertoleranz:
1,2* bis 2,7** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap