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ARD-Deutschlandtrend
August 2001
Wirtschaftliche Stimmung bleibt getrübt
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Kritik an der Bundesregierung hält unverändert an
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Wieder höherer Problemdruck bei Arbeitslosigkeit
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CDU in der Arbeitsmarktkompetenz gleichauf mit der SPD
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Union holt bei der Sonntagsfrage etwas auf
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Union holt bei der Sonntagsfrage etwas auf
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Ein Jahr vor der Wahl: Keine klaren Koalitionspräferenzen
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Die Grünen 2001: etabliert und professionalisiert, aber mit weniger Profil
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Jürgen Trittin steigt in der Wählergunst
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Mehrheit hält Edmund Stoiber für den geeignetsten Kanzlerkandidaten der Union
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Stoiber mit mehr Wirtschaftskompetenz und Führungskraft
Abbildung vergrößern »Die anhaltend schlechten Wirtschaftsmeldungen prägen weiterhin die Stimmung in der Bevölkerung. Das Vertrauen in die Wirtschaftsentwicklung bleibt geschwächt. Gleichzeitig gewinnt das Thema Arbeitslosigkeit weiter an Bedeutung. Die Problemagenda der Bevölkerung wird wieder angeführt von den klassischen Themen Arbeit, Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit. Dies beeinträchtigt im August erstmals auch das Vertrauen der Bürger in die Problemlösungskompetenz der SPD bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit: betrug der Vorsprung der SPD vor der Union im Mai hier noch 15 Punkte, liegen im August Union und SPD in der Wahrnehmung der Bürger gleichauf.
Vor diesem Hintergrund bleibt die Kritik an der Bundesregierung auf konstant hohem Niveau: 62 Prozent sind mit den Leistungen des Berliner Kabinetts unzufrieden. Bei der Sonntagsfrage haben sich infolge dieser Entwicklungen SPD und Union wieder etwas angenähert: Wenn bereits am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen die Sozialdemokraten auf 38 Prozent der Stimmen (-1 Punkt), die Union könnte um 2 Punkte zulegen und käme auf 36 Prozent. Von den drei kleinen Parteien würden FDP und Grüne unverändert auf ihren Stimmenanteilen vom Vormonat von 10 bzw. 7 Prozent bleiben. Die PDS müsste 1 Punkt abgeben und käme auf 6 Prozent.
Das Urteil über die Entwicklung der Grünen in den drei Jahren ihrer Regierungsverantwortung fällt zwiespältig aus: 58 Prozent erkennen an, dass die Grünen mit ihrer Arbeit in der Koalition in vielen Bereichen eigene, bündnisgrüne Akzente setzen konnten. Dies erklärt auch, dass ihnen inzwischen über den Umweltschutz hinaus Kompetenzen in zentralen Politikbereichen zugeschrieben werden. 76 Prozent - und selbst 60 Prozent der eigenen Anhänger - meinen aber auch, dass die Grünen durch ihre Arbeit in der Regierung an Profil und Erkennbarkeit verloren haben.
Unverändert positiv fallen die Beurteilungen der Spitzenkandidaten der Berliner Regierungsmannschaft aus. Unverändert eindeutig ist auch das Votum der Bürger für Edmund Stoiber als Herausforderer von Gerhard Schröder bei der nächsten Bundestagswahl. 52 Prozent meinen, dass Stoiber die besten Voraussetzungen hierfür mitbringt, nur 19 Prozent glauben dies von Angela Merkel und 11 Prozent von Roland Koch. Der Vergleich Schröder-Stoiber ergibt ein interessantes Profil beider Kandidaten: Schröder gilt als der größere Sympathieträger, der sozialer, innovativer und staatsmännischer ist und sich mehr für Arbeitsplätze einsetzt, während Stoiber als der führungsstärkere Wirtschaftsmann angesehen wird. In der summarischen Bewertung, wer die besseren Zukunftskonzepte hat, hat Schröder leicht die Nase vorn.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom August, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von neun Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 26. – 31. Juli 1.300 wahlberechtigte Personen befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,2 bis 2,7 Prozentpunkten.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%