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ARD-Deutschlandtrend

Juni 2001

Die wirtschaftliche Stimmung in der Bevölkerung hat sich in den letzten Wochen dramatisch verschlechtert: nur noch 35 Prozent beurteilen die wirtschaftliche Situation in Deutschland positiv. Darunter leidet auch die Unterstützung für die rot-grüne Bundesregierung, mit deren Leistungen im Juni nur noch 35 Prozent zufrieden sind. Im Vormonat waren es noch 47 Prozent. Von diesem Ansehensverlust der Regierung kann die CDU/CSU-Opposition jedoch nur eingeschränkt profitieren: Mit ihrer Arbeit sind nur ein Viertel (24 Prozent) der Wähler zufrieden, ein Plus von 4 Punkten gegenüber März.Wenn bereits ... mehr »

Die wirtschaftliche Stimmung in der Bevölkerung hat sich in den letzten Wochen dramatisch verschlechtert: nur noch 35 Prozent beurteilen die wirtschaftliche Situation in Deutschland positiv. Darunter leidet auch die Unterstützung für die rot-grüne Bundesregierung, mit deren Leistungen im Juni nur noch 35 Prozent zufrieden sind. Im Vormonat waren es noch 47 Prozent. Von diesem Ansehensverlust der Regierung kann die CDU/CSU-Opposition jedoch nur eingeschränkt profitieren: Mit ihrer Arbeit sind nur ein Viertel (24 Prozent) der Wähler zufrieden, ein Plus von 4 Punkten gegenüber März.

Wenn bereits am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die SPD auf 39 Prozent der Wählerstimmen, ein Minus von 2 Punkten. Die Union folgt mit einem Abstand von 2 Punkten und könnte 37 Prozent der Stimmen für sich verbuchen (+2 Punkte). Während die Liberalen einen Punkt auf jetzt 9 Prozent zulegen könnten, blieben Grüne bzw. PDS konstant bei einem Wähleranteil von 7 bzw. 5 Prozent. Sonstige Parteien würden 3 Prozent erreichen.

Auf der Beliebtheitsskala liegt Außenminister Fischer weiterhin deutlich vorne (70 Prozent), gefolgt von Bundeskanzler Schröder (58 Prozent) und Verbraucherschutzministerin Künast (53 Prozent), die beide 7 Punkte verlieren. Während sich CSU-Chef Stoiber bei 46 Prozent halten kann, verliert seine CDU-Kollegin Merkel 8 Punkte und kommt nur noch auf 38 Prozent. Wenn man den Bundeskanzler direkt wählen könnte, wäre Stoiber für den Amtsinhaber derzeit der ernst zu nehmendere Herausforderer: Sein Abstand auf Schröder beträgt 15 Punkte, während Angela Merkel 35 hinter dem Amtsinhaber liegt. Eine Mehrheit der Bürger und der CDU/CSU-Anhänger will die Frage des Unions-Kanzlerkandidaten sobald wie möglich (37 Prozent) bzw. bis Ende 2001 (22 Prozent) entschieden haben. Nur knapp ein Drittel befürwortet den Zeitplan der Unions-Führung.

Beim Thema Gentechnik ist die Bevölkerung gespalten: 42 Prozent befürworten die Präimplantationsdiagnostik, 48 Prozent lehnen sie ab.

Dies sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Juni, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von neun Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 31. Mai bis 6. Juni 1.300 wahlberechtigte Personen befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,2 bis 2,7 Prozentpunkten.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1.300 Befragte
Erhebungszeitraum:
31.05. - 06.06.2001
Fehlertoleranz:
1,2* bis 2,7** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap