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ARD-Deutschlandtrend
Januar 2002
Wirtschaftliche Lage weiterhin sehr kritisch bewertet
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Kritik an der Bundesregierung leicht verstärkt
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Arbeitslosigkeit mit Abstand wichtigstes Problem
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Weitreichende Kompetenzverluste für die SPD
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Sonntagsfrage: Union vor der SPD
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Sonntagsfrage: Union vor der SPD
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Stärkster Zuspruch für eine christlich-liberale Koalition
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Stärkster Zuspruch für eine christlich-liberale Koalition
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Politikerzufriedenheit: Fischer erreicht neues Popularitätshoch
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Politikerzufriedenheit: Fischer erreicht neues Popularitätshoch
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Direktwahl: Stoiber mit größeren Chancen
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Direktwahl: Stoiber mit größeren Chancen
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Direktwahl: Stoiber mit größeren Chancen
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Profilvergleich: Merkel sozialer und glaubwürdiger, Stoiber führungsstärker und mit mehr Wirtschaftskompetenz
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Profilvergleich: Merkel sozialer und glaubwürdiger, Stoiber führungsstärker und mit mehr Wirtschaftskompetenz
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Zukunftserwartungen: wenig Optimismus
Abbildung vergrößern »Nach monatelanger Diskussion steht die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union unmittelbar bevor. Laut Union soll der- oder diejenige der beiden Parteivorsitzenden gegen Kanzler Schröder antreten, der/die die besseren Chancen auf einen Wahlerfolg hat. Im direkten Vergleich mit Schröder hat Edmund Stoiber klar die besseren Karten: bei einer hypothetischen Direktwahl läge Stoiber zwar mit 39 zu 53 Prozent klar hinter Schröder, im unionsinternen Kandidatenwettbewerb liegt der Bayer damit aber ebenso deutlich vor Merkel, denn die CDU-Vorsitzende käme im Duell mit dem Amtsinhaber nur auf 32 gegenüber 58 Prozent.
Auch bei Frauen, Ostdeutschen und bei jüngeren Wählern - Gruppen, bei denen Merkel sich besonders gute Chancen ausrechnet - liegen beide Kandidaten gleichauf. Noch unentschiedene bzw. von der SPD enttäuschte Wähler würden eher auf Stoiber setzen. Der größere Zuspruch für Stoiber basiert in erste Linie auf die ihm zugeschriebene Kompetenz, vor allem in den Bereichen Wirtschaft und innere Sicherheit. Merkel gilt dagegen als glaubwürdiger, sozialer eingestellt und eher bereit, neue Wege in der Politik zu gehen.
Auf der Problemagenda gewinnt die Arbeitslosigkeit zu Beginn des Wahljahres stark an Bedeutung: 75 Prozent der Wähler fordern Lösungen in der Beschäftigungspolitik ein (+14 Punkte im Vergleich zu Oktober). Mit großem Abstand rangiert die wirtschaftliche Situation auf Platz 2 (21 Prozent). Auf diesen beiden Feldern wird der Union derzeit eine größere Lösungskompetenz zugeschrieben als den Sozialdemokraten. Nach Kompetenzverlusten in den letzten Monaten liegt die SPD nur noch bei der sozialen Gerechtigkeit und in der Außenpolitik vor der Union. Vor diesem Hintergrund sind im Januar nur ein Drittel der Deutschen (34 Prozent) mit den Leistungen der Bundesregierung zufrieden.
Diese Unzufriedenheit zeigt ihre Wirkung bei der politischen Stimmung: Wenn bereits am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, könnte die Union mit einem Plus von 3 Punkten auf derzeit 39 Prozent an der SPD vorbeiziehen, die nur auf 38 Prozent (-2 Punkte) der Stimmen käme. Damit wäre die Union erstmals seit Juni 2000 wieder stärkste Kraft. Drittstärkste Partei wäre trotz leichten Verlusten weiterhin die FDP mit einem Stimmenanteil von 8 Prozent (-1) vor der PDS mit stabilen 7 Prozent. Die Grünen würden 5 Prozent (-1) erreichen und müssten um den Einzug in den Bundestag bangen. Von den derzeit denkbaren Koalitionen nach der Wahl im Herbst findet eine christlich-liberales Bündnis den meisten Zuspruch (45 Prozent). Rot-Grün beurteilt nur ein Drittel der Bürger positiv (32 Prozent).
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Januar, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von neun Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 3. bis 8. Januar 1.300 wahlberechtigte Personen befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,2 bis 2,7 Prozentpunkten.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%