WEBSITE DURCHSUCHEN
Schnellsuche
Kartensuche
Sie haben entweder kein Javascript aktiviert oder eine veraltete Version des Adobe Flash Player's installiert.
ARD-Deutschlandtrend
Juni 2002
Wirtschaftliche Stimmung: anhaltend pessimistisch
Abbildung vergrößern »
Wirtschaftliche Stimmung: anhaltend pessimistisch
Abbildung vergrößern »
Kritik an der Bundesregierung nimmt leicht ab
Abbildung vergrößern »
Sonntagsfrage: Rot-Grün leicht erholt
Abbildung vergrößern »
Sonntagsfrage: Rot-Grün leicht erholt
Abbildung vergrößern »
Vier Monate vor der Wahl: 37 Prozent der Wähler sind noch unsicher
Abbildung vergrößern »
Vier Monate vor der Wahl: 37 Prozent der Wähler sind noch unsicher
Abbildung vergrößern »
Bevorzugte Koalition: Rot-Grün gleichauf mit Schwarz-Gelb
Abbildung vergrößern »
Wieder Mehrheit für SPD-geführte Regierung
Abbildung vergrößern »
Deutlicher Ansehensgewinn für den Bundeskanzler
Abbildung vergrößern »
Schröder vergrößert Vorsprung gegenüber Edmund Stoiber
Abbildung vergrößern »
FDP: von der Wirtschafts- zur Protestpartei
Abbildung vergrößern »
FDP: von der Wirtschafts- zur Protestpartei
Abbildung vergrößern »
FDP: von der Wirtschafts- zur Protestpartei
Abbildung vergrößern »Die rot-grüne Bundesregierung befindet sich wieder etwas im Aufwind. Wenn bereits am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die SPD auf 34 Prozent, ein Plus von 2 Punkten im Vergleich zum Vormonat. Auch der grüne Koalitionspartner könnte leicht zulegen und würde derzeit 8 Prozent der Stimmen erreichen (+1). Stärkste Partei wäre jedoch weiterhin die CDU/CSU mit 39 Prozent, trotz eines Minus von 2 Punkten. Auch die FDP verliert leicht und erreicht einen Wähleranteil von 10 Prozent (-1). Damit hat sich der Vorsprung von Schwarz-Gelb gegenüber Rot-Grün binnen Monatsfrist von 13 auf 7 Punkte fast halbiert.
Nach dem aus Sicht der SPD gelungenen Wahlparteitag verzeichnet der Bundeskanzler wieder eine steigende Popularität; derzeit sind 56 Prozent mit Schröders Arbeit zufrieden, ein deutliches Plus von 8 Punkten. Bei der Kanzler-Direktwahlfrage kann er den Abstand zu dem CSU-Chef Edmund Stoiber auf jetzt 20 Punkte deutlich ausbauen: 54 Prozent würden sich für den Amtsinhaber, 34 Prozent für seinen Herausforderer entscheiden. Leicht gestiegen ist auch die Zufriedenheit mit der Bundesregierung, allerdings überwiegt die Kritik an ihrer Politik nach wie vor bei weitem.
Zu dem Stimmungswandel dürfte nicht zuletzt der Streit um den künftigen Kurs der FDP beigetragen haben, der nicht ohne Folgen für das Ansehen der Partei bleibt: Eine Mehrheit von 56 Prozent der Bundesbürger sieht die FDP zwar nach wie vor als moderne und offene Partei an, im Vormonat waren aber noch 66 Prozent dieser Meinung. Gelitten hat auch ihr Image als Reform- (31 Prozent, -7 Punkte) und wirtschaftskompetente Partei (17 Prozent, -2). Der Wandel der FDP zu einer modernen Protestpartei, die mit bewussten Tabubrüchen öffentliche Aufmerksamkeit erregt, findet seinen Niederschlag, denn fast jeder Zweite (43 Prozent) glaubt, die FDP ist die Partei, die sagt, was das Volk denkt. Die internen Auseinandersetzungen stellen die Führungsstärke ihres Vorsitzenden in Frage: Zwar sind 47 Prozent der Deutschen der Meinung, dass Guido Westerwelle den Kurs der Partei bestimmt, fast ebenso viele (44 Prozent) schreiben seinem Stellvertreter Möllemann aber mindestens genauso viel Einfluss zu. Die Regierungsfähigkeit ist der FDP durch diesen Streit aber nach mehrheitlicher Meinung (68 Prozent) nicht abhanden gekommen.
Ob es für eine Regierungsbeteiligung der Liberalen reichen wird, erscheint wieder offener als vor vier Wochen. Denn erstmals in diesem Jahr spricht sich eine relative Mehrheit gegen einen Wechsel und für die Beibehaltung einer SPD-geführten Bundesregierung aus (48 Prozent). 42 Prozent sähen ein Kabinett unter Leitung der Union lieber. In der Koalitionspräferenz liegt Rot-Grün nach einem Zugewinn von 6 Punkten gleichauf mit einer Koalition aus Union und FDP, deren Unterstützung um 6 Punkte zurückgeht (jeweils 24 Prozent).
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Juni, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von elf Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 3. bis 5. Juni 1.303 wahlberechtigte Personen befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,2 bis 2,7 Prozentpunkten.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%