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ARD-Deutschlandtrend
März 2002
Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage auf Rekordtief
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Wirtschaftserwartungen: Licht am Ende des Tunnels
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Ansehen der Bundesregierung weiter im Abwärtstrend
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Zufriedenheit mit der SPD massiv zurückgegangen
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Opposition im Aufwind
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Opposition im Aufwind
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Sonntagsfrage: Union weiter stärkste Kraft
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Sonntagsfrage: Union weiter stärkste Kraft
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Keine Wechselstimmung
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Erwarteter Wahlgewinner: Das Rennen ist völlig offen
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Koalitionspräferenz: Vorteil Opposition
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Politikerzufriedenheit: Ansehen beider Spitzenkandidaten sinkt weiter, Fischer und Künast belegen die Spitzenplätze
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Kanzler-Direktwahl: Schröder vor Stoiber
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Geteilte Meinung über Reformierbarkeit der Bundesanstalt für Arbeit
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Zuwanderung: Mehrheit für Zustimmung der Union zum Kompromissvorschlag der Regierung
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Zuwanderung: Mehrheit für Zustimmung der Union zum Kompromissvorschlag der Regierung
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Deutsche teilen Fischers Kritik an den USA
Abbildung vergrößern »Die Beurteilung der aktuellen Wirtschaftslage hat mit nur noch 17 Prozent positiven Einschätzungen einen absoluten Tiefpunkt erreicht. Bei der Erwartung an die zukünftige Wirtschaftentwicklung zeichnet sich vorsichtiger Optimismus ab, viele Wähler gehen davon aus, dass die Talsohle erreicht ist. Das Ansehen der Bundesregierung ist in den zurückliegenden Wochen weiter zurückgegangen: Derzeit zeigen sich nur 27 Prozent mit ihren Leistungen zufrieden. Bei der getrennten Beurteilung der Regierungsparteien fällt auf, dass die SPD einen massiven Einbruch erlitten hat: Nach 54 Prozent im November letzten Jahres sind derzeit nur 36 Prozent mit der Regierungsarbeit der Sozialdemokraten zufrieden. Zwar ist die Zufriedenheit mit der Arbeit der Union auf 31 Prozent (+6) gestiegen, die Unzufriedenheit von 65 Prozent zeigt jedoch, dass die Mehrheit weiterhin nicht davon ausgeht, dass eine CDU/CSU-geführte Bundesregierung eine bessere Politik machen würde als die amtierende. Vor diesem Hintergrund ist keine Wechselstimmung spürbar: 45 Prozent sprechen sich für eine Regierung unter erneuter SPD-Führung aus, 44 Prozent votieren für einen politischen Wechsel. In der Frage der Zuwanderung plädiert eine Mehrheit (50:31) dafür, dass die Union auf den Kompromissvorschlag der Regierung eingeht. Angesichts anstehender wichtiger Entscheidungen wie in der Zuwanderungsfrage und der Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung zeichnet sich derzeit kein Favorit für den Sieg bei der bevorstehenden Bundestagswahl ab: 43 Prozent erwarten einen Sieg der Regierung, 41 Prozent setzen auf die Opposition.
Die politische Stimmung zeigt im Vergleich zum Vormonat nur leichte Veränderungen. Wenn bereits am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die SPD unverändert auf 36 Prozent der Stimmen, die Union könnte mit 40 Prozent (-1) rechnen. Die Liberalen behaupten Platz 3 mit 9 Prozent (+1), die Grünen haben sich mit 6 Prozent oberhalb der 5 Prozent-Marke stabilisiert und liegen gleichauf mit der PDS, die einen Punkt verliert.
Fast alle abgefragten Politiker haben in den letzten vier Wochen an Ansehen verloren. Bundeskanzler Schröder liegt nun mit 50 Prozent (-5) ebenso im Mittelfeld wie sein Herausforderer Edmund Stoiber mit 44 Prozent (-7). Der positive Effekt der Kandidatur scheint verpufft, die aktuellen Probleme in den Schlüsselministerien haben auch das Ansehen des Kanzlers nicht unberührt gelassen. Bei der hypothetischen Direktwahlfrage ist der Abstand zwischen beiden nahezu unverändert: Für Schröder votieren 48 Prozent, für Stoiber 40 Prozent (-1). Finanzminister Eichel (40 Prozent, -5) und Innenminister Schily (43 Prozent, -3) haben einen weiteren Imageverlust zu verzeichnen. Die Affäre um die geschönten Statistiken der Bundesanstalt für Arbeit hat zu einem deutlichen Popularitätsverlust von Arbeitsminister Riester geführt, den nur 21 Prozent (-15) positiv beurteilen. Im Hinblick auf die Erfolgsaussichten der von Riester eingeleitenden Maßnahmen zur Reform der Bundesanstalt sind die Meinungen geteilt (48:47).
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom März, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von neun Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 21. bis 26. Februar 1.300 wahlberechtigte Personen befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,2 bis 2,7 Prozentpunkten.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%