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ARD-Deutschlandtrend
Oktober 2002
Bürger fordern die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ein
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Bürger fordern die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ein
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Sonntagsfrage: Knapper Vorsprung von rot-grün bestätigt
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Sonntagsfrage: Knapper Vorsprung von rot-grün bestätigt
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Sparkurs von Hans Eichel weithin befürwortet
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Steuererhöhungen: Ökosteuer nein, Vermögens- und Erbschaftssteuer ja
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Steuererhöhungen: Ökosteuer nein, Vermögens- und Erbschaftssteuer ja
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Steigende Kosten im Gesundheitswesen: Lieber Beitragserhöhungen als Leistungskürzungen
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Steigende Kosten im Gesundheitswesen: Lieber Beitragserhöhungen als Leistungskürzungen
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Deutsche Beteiligung an einer Militäraktion gegen den Irak umstritten
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Deutsche Beteiligung an einer Militäraktion gegen den Irak umstritten
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Nächste Kanzlerkandidatur der Union nicht entschieden
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Mehrheit für Ablösung von Möllemann als Vorsitzender der NRW-FDP
Abbildung vergrößern »Auf die neue Bundesregierung warten die alten Aufgaben: Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und die Ankurbelung der Wirtschaft sind nach Ansicht der Bürger die weitaus wichtigsten Themen, die von der Regierung Schröder als erstes angepackt werden sollten. Die Hoffnungen, dass ihr das besser gelingt als in der ersten Legislaturperiode, sind allerdings begrenzt: Nur ein Fünftel (21 Prozent) glaubt, dass die rot-grüne Bundesregierung die Arbeitslosigkeit deutlich senken kann. Die Enttäuschung über die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen in den letzten vier Jahren wirkt offenbar nach: 1998 waren noch 36 Prozent der Auffassung, dass Rot-Grün für mehr Beschäftigung sorgen kann.
Der Sparkurs von Hans Eichel zur Sanierung des Bundeshaushalts wird von einer breiten Mehrheit unterstützt (73 Prozent). Zu den in der Woche nach der Wahl diskutierten Steuerplänen fällen die Bürger ein differenziertes Urteil, je nachdem ob sie persönlich betroffen sind: eine weitere Erhöhung der Ökosteuer wird mehrheitlich abgelehnt (22 Prozent dafür, 73 Prozent dagegen), während die Wiedereinführung der Vermögenssteuer (67:28 Prozent) und die Erhöhung der Erbschaftssteuer (63:33 Prozent) - beides nur für hohe Einkommensschichten relevant - große Zustimmung erfährt.
Bei der Reform des Gesundheitswesens spricht sich eine relative Mehrheit für die Anhebung von Beiträgen (45 Prozent) statt für die Reduzierung von Leis-tungen (32 Prozent) aus. Die von der Gesundheitsministerin vorgeschlagene Erhöhung der Tabaksteuer befürworten 70 Prozent. Bei den Rauchern selbst löst dieses Vorhaben keine Begeisterung aus (59 Prozent dagegen).
Bundeskanzler Schröder hat erklärt, dass es keine deutsche Beteiligung an einem Angriff auf den Irak geben wird, auch nicht im Rahmen eines UN-Mandats. Die Bevölkerung ist in dieser Frage gespalten: 49 Prozent lehnen ein deutsches Engagement grundsätzlich ab, 46 Prozent sprechen sich für die Beteiligung Deutschlands aus, wenn dies von der UN legitimiert ist. Dass Schröder auf seiner Position beharrt, auch wenn dies für Kritik aus den USA sorgt, finden 69 Prozent der Deutschen richtig.
Jürgen Möllemann hat wegen eines Israel-kritischen Flugblatts bereits seinen Posten als stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender geräumt. Auf einem Sonderparteitag in der nächsten Woche wird über sein Schicksal als NRW-Vorsitzender entschieden. 57 Prozent der Bundesbürger plädieren für eine Ablösung Mollemanns. Innerhalb der FDP-Anhängerschaft wird diese Frage kontrovers gesehen: 48 Prozent sprechen sich für eine Ablösung, 46 Prozent für einen Verbleib Möllemanns im Amt des Landesvorsitzenden aus.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Oktober, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von zehn Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 30. September bis 2. Oktober 1.300 wahlberechtigte Personen befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,2 bis 2,7 Prozentpunkten.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%