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ARD-Deutschlandtrend
April 2003
Vier Fünftel der Deutschen gegen den Krieg im Irak
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Wie lange wird der Irak-Krieg dauern?
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Deutsche glauben nicht an eine Demokratisierung der Region nach dem Krieg
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Hälfte der Bürger befürchten Terroranschläge auch in Deutschland
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Drei Viertel sehen USA nach dem Krieg außenpolitisch geschwächt
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Große Besorgnis über die aktuelle Lage
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Sonntagsfrage: Deutliche Verschiebungen bei den Parteianteilen
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Sonntagsfrage: Deutliche Verschiebungen bei den Parteianteilen
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Außenpolitische Kompetenz: Gleichstand zwischen SPD und CDU/CSU
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Merkel stürzt in der Wählergunst ab
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Kanzlerfrage: Schröder wieder klar vor Merkel
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Anhaltend hohe Unzufriedenheit mit der Bundesregierung
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Erheblicher Vertrauensverlust für die CDU/CSU-Opposition
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Arbeitsmarktreformen finden unterschiedliches Echo
Abbildung vergrößern »Zwei Wochen nach Beginn des Irak-Krieges lehnen die Deutschen den Waffengang mit großer Mehrheit ab: 80 Prozent halten den Krieg nicht für gerechtfertigt. Nachdem der militärische Widerstand der irakischen Armee größer ist als erwartet, geht eine Mehrheit (54 Prozent) davon aus, dass der Krieg noch einige Monate andauern wird. Nur ein Fünftel (20 Prozent) ist von einem schnellen Ende überzeugt. US-Präsident Bush hat die Demokratisierung des Irak und der Golf-Region als eines seiner zentralen Kriegsziele formuliert. Die Bundesbürger glauben zu großen Teilen (88 Prozent) nicht, dass dieses Ziel mit dem Krieg erreicht wird. Auch bei der Eindämmung des internationalen Terrorismus durch einen Regimewechsel in Bagdad sind die Deutschen skeptisch: Jeder zweite Deutsche (50 Prozent) geht davon aus, dass es in Folge des Krieges auch hierzulande zu terroristischen Anschlägen kommen könnte. Aus Sicht der deutschen Bevölkerung wird die mangelnde Legitimation des Krieges zu einer außenpolitischen Schwächung der USA nach dem Ende des Konflikts führen (74 Prozent).
Käme es derzeit zu Neuwahlen für den Bundestag, dann würde die CDU/CSU (45 Prozent) die mit Abstand stärkste Partei vor der SPD (31 Prozent). Die Grünen könnten mit 11 Prozent rechnen, die FDP mit 6 Prozent. Die PDS bliebe mit 3 Prozent deutlich unter der 5-Prozent-Hürde. Im Vergleich zum Vormonat überwindet die SPD mit einem Plus von 4 Punkten ihr Rekordtief, während die Union in gleichem Maße an Stimmen und damit auch ihr absolute Mehrheit, über die sie noch im März verfügte, einbüßt. Eine wesentliche Ursache für den leichten Stimmungsumschwung zugunsten der SPD dürfte der Irak-Krieg sein, der die Deutschen derzeit wie kein anderes Thema beschäftigt. Insbesondere die Position der CDU-Chefin Angela Merkel zur Irak-Frage steht im krassen Gegensatz zur mehrheitlichen Haltung der deutschen Bevölkerung. Das hat offenkundig die der Union zugeschriebene außenpolitische Kompetenz beschädigt: Verzeichnete die Union im Februar noch einen deutlichen Kompetenzvorsprung vor der SPD (35:28 Prozent), so liegen beide Parteien nun gleich auf bei 30 Prozent.
Die Positionierung Merkels in der Irak-Frage hat sie in der Wählergunst tief stürzen lassen: Nur noch 31 Prozent sind derzeit zufrieden mit Merkels Politik, womit sie erstmals seit Januar wieder hinter Gerhard Schröder (34 Prozent, +8 Punkte) zurückfällt. Bei Merkel fallen die negativen Urteile im eigenen Lager mit 40 Prozent bemerkenswert hoch aus. Deutlicher noch als bei den Sympathiewerten macht sich der Ansehensverlust der CDU-Chefin bei der Kanzlerfrage bemerkbar: Für Schröder würden sich 47 Prozent der Wähler entscheiden, für Merkel lediglich 32 Prozent. Im Vergleich zum März haben sich damit die Verhältnisse völlig umgekehrt.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom April, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von acht Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 31. März bis 2. April 1.300 wahlberechtigte Personen befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,2 bis 2,7 Prozentpunkten.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%