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ARD-Deutschlandtrend
Dezember 2003
Reform des Gesundheitswesens: Mehrheit für Bürgerversicherung
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Reform des Gesundheitswesens: Mehrheit für Bürgerversicherung
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Reform des Gesundheitswesens: Mehrheit für Bürgerversicherung
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Reform des Gesundheitswesens: Mehrheit für Bürgerversicherung
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Wirtschaftliche Stimmung etwas verbessert
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Kritik an der Bundesregierung hält an
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Überwiegend Unzufriedenheit mit der CDU/CSU-Opposition
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CDU/CSU als Partei der sozialen Gerechtigkeit
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Angela Merkel und Gerhard Schröder Gewinner des Monats
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Kanzlerkandidat der Union: Merkel schließt zu Stoiber auf
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Schröder holt bei der Kanzlerfrage auf
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Schröder holt bei der Kanzlerfrage auf
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Sonntagsfrage: Weiterhin absolute Unionsmehrheit bei Bundestagswahlen
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Sonntagsfrage: Weiterhin absolute Unionsmehrheit bei Bundestagswahlen
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Zukunft der Bundeswehr: Mehrheit für Berufsarmee
Abbildung vergrößern »In der Diskussion um die Reform des Gesundheitswesens stehen sich die beiden Modelle der Bürgerversicherung und der Kopfpauschale gegenüber. Angesichts der unterschiedlichen Positionen von Experten und Politik ziehen die Bürger derzeit die Modifikation des bestehenden Systems einer radikalen Reform vor: 70 Prozent votieren für die Bürgerversicherung. Der von Sachverständigenrat und CDU favorisierte Systemwechsel findet kaum Anklang: nur 16 Prozent sprechen sich für die Kopfpauschale aus. Die Wirkung der im Vermittlungsausschuss anstehenden Entscheidungen wird skeptisch gesehen: Nur 26 Prozent der Bürger erwarten eine persönliche Entlastung im nächsten Jahr, selbst wenn alle Reformen in Kraft treten.
Die wirtschaftliche Stimmung hat sich zum Jahresende etwas aufgehellt: erstmals seit der Bundestagswahl blicken mehr Bürger optimistisch (37 Prozent) als pessimistisch (34 Prozent) ins nächste Jahr. Die hohe Unzufriedenheit (85 Prozent) mit der Bundesregierung hält unvermindert an. Die Kritik am politischen Personal schließt jedoch auch die Union ein, mit deren Arbeit auch nur 33 Prozent zufrieden aber 63 Prozent unzufrieden sind. Die soziale Gerechtigkeit spielte in den Debatten der letzten Zeit um die richtige Reformpolitik eine zentrale Rolle. Derzeit trauen 32 Prozent der Union am ehesten zu, für soziale Gerechtigkeit zu sorgen, die SPD hat in ihrer einstigen Dömane politischer Kompetenz ein historisches Tief von 24 Prozent erreicht. Im Vergleich der Unionsparteien wird den Chrisdemokraten mit 48 Prozent eher zugetraut, für soziale Gerechtigkeit zu sorgen als den Christsozialen (31 Prozent). Bei der Politikerzufriedenheit haben Bundeskanzler Schröder und die CDU-Chefin Angela Merkel an Ansehen gewonnen. Angela Merkel (+6) rangiert nun mit 52 Prozent auf Platz 2 vor Edmund Stoiber mit 49 Prozent (-3). Der Kanzler hat sich von seinem Tief etwas erholt und liegt mit 30 Prozent (+5) gleichauf mit Wirtschaftsminister Clement. In der Kanzlerfrage kann Gerhard Schröder aufholen und den Abstand zu Edmund Stoiber (40:44 Prozent) von 14 auf 4 Punkte und den Abstand zu Angela Merkel (39:43 Prozent) von 8 auf 4 Punkte verkürzen. In der Frage der Unionskanzlerkandidatur kann Frau Merkel zu Edmund Stoiber aufschließen: Beide sind für je 35 Prozent nun erste Wahl.
In der Sonntagsfrage kann die SPD im Vergleich zum November etwas an Boden gut machen und könnte mit 26 Prozent der Stimmen (+2) rechnen, wenn der Bundestag am nächsten Sonntag neu gewählt würde. Die Union könnte unverändert mit einer absoluten Mehrheit von 51 Prozent rechnen. Die Grünen kämen als drittstärkste Kraft wie zuvor auf 10 Prozent der Stimmen. Die FDP müsste mit 6 Prozent im Vergleich zum November 1 Punkt abgeben. Nach Einbußen von einem Punkt liegt die PDS mit 3 Prozent nun deutlicher unterhalb der Mandatsschwelle. Auf alle übrigen Parteien entfielen zusammen 4 Prozent.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Dezember, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von sieben Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 01. bis 03. Dezember 1.200 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,2 bis 2,8 Prozentpunkten.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%