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ARD-Deutschlandtrend
Januar 2003
Wenig Zuversicht auch zu Beginn des neuen Jahres
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Vorwiegend pessimistische Erwartungen für das kommende Jahr
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Kaum positive Perspektiven für den Arbeitsmarkt
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Schlechte Noten für Regierung und Opposition
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Schlechte Noten für Regierung und Opposition
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Ansehensverluste vor allem für SPD-Regierungsmitglieder
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Vertrauen in Institutionen: Bundesverfassungsgericht auf dem ersten, Parteien auf dem letzten Platz
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Vertrauen in Institutionen: Bundesverfassungsgericht auf dem ersten, Parteien auf dem letzten Platz
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Kanzlerfrage: Merkel beliebter als Schröder
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Kanzlerfrage: Merkel beliebter als Schröder
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Sonntagsfrage: SPD leicht verbessert
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Sonntagsfrage: SPD leicht verbessert
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Forderungen der Gewerkschaft ver.di umstritten
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Nur begrenzte Auswirkungen des Dosenpfands auf Verbraucherverhalten
Abbildung vergrößern »Die Erwartungen der Bürger für das neue Jahr sind pessimistisch wie lange nicht mehr. Acht von zehn Bürgern sehen mit Beunruhigung in die Zukunft, sechs von zehn befürchten ein Absinken ihres Lebensstandards. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt wird sehr kritisch eingeschätzt: Mehr als die Hälfte (55 Prozent) glaubt, dass die Zahl der Arbeitslosen weiterhin hoch sein oder sogar noch steigen wird.
Vor diesem Hintergrund werden die Leistungen der Bundesregierung negativ beurteilt: Acht von zehn Deutsche (81 Prozent) sind mit der Arbeit der Regierung Schröder unzufrieden. Vor allem die Regierungsmitglieder der SPD müssen einen massiven Vertrauenseinbruch hinnehmen. Im Vergleich zu September sind nur noch 32 Prozent (-33 Punkte) mit der Arbeit von Gerhard Schröder zufrieden, auch Finanzminister Eichel (28 Prozent, -27) und Gesundheitsministerin Schmidt (18 Prozent, -9) müssen große Verluste verkraften. Der beliebteste SPD-Minister ist Wolfgang Clement: mit 36 Prozent Zustimmung liegt er gleichauf mit Umweltminister Trittin. Platz 1 belegt weiterhin der grüne Außenminister Fischer (72 Prozent, -11), der als Einziger mehrheitliche positive Urteile bekommt.
In Folge dessen liegen die regierenden Sozialdemokraten bei der Sonntagsfrage weiterhin deutlich hinter der Union zurück: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die SPD lediglich auf 31 Prozent der Stimmen. Die Grünen kämen auf 10 Prozent. Mit einem Wähleranteil von 47 Prozent wäre die Union derzeit stärkste Partei. Der Einzug der FDP in den Bundestag wäre mit lediglich 5 Prozent keineswegs sicher. Die PDS verharrt momentan bei 4 Prozent der Wählerstimmen.
Die Verdi-Forderung nach 3 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst findet in der Bevölkerung keine breite Unterstützung: 43 Prozent halten diese Lohnforderung für zu hoch. 46 Prozent der Deutschen finden sie angemessen, während 7 Prozent sogar der Meinung sind, dass die Tarifforderung der Gewerkschaft noch zu bescheiden ist.
Die erzieherische Wirkung des vor wenigen Tagen eingeführten Dosenpfands zeigt bei einem Viertel der Bevölkerung Wirkung: jeder Vierte (26 Prozent) will jetzt häufiger Getränke in Mehrwegverpackungen kaufen. Vor allem die 18-24jährigen wollen ihre Einkaufsgewohnheiten ändern (41 Prozent).
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Januar, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von acht Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden am 2. Januar 1.000 wahlberechtigte Personen befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%