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ARD-Deutschlandtrend
März 2003
Irak-Konflikt bleibt das beherrschende Thema
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Irak-Konflikt: 85 Prozent halten Krieg nicht für gerechtfertigt
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Militärschlag gegen Irak wäre nach Ansicht der Deutschen "Krieg für Öl"
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Abstimmungsverhalten Deutschlands über neue UN-Resolution
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Mehr Zeit für Waffeninspektionen
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Verschärfte Kritik an der Bundesregierung
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Wenig Zufriedenheit mit der Opposition
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Sonntagsfrage: Tiefststand für die SPD
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Sonntagsfrage: Tiefststand für die SPD
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Kanzlerfrage: Merkel weiterhin vor Schröder
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Ansehensverluste für fast alle Politiker
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Mehrheit für staatliche Konjunkturhilfen
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Mehrheit für staatliche Konjunkturhilfen
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50 Prozent halten den Einfluss der Gewerkschaften für zu groß
Abbildung vergrößern »Im Irak-Konflikt spitzt sich die Situation immer weiter zu. Auf der einen Seite treiben die USA und Großbritannien ihre Kriegsvorbereitungen weiter voran, auf der anderen Seite verfolgt nach Frankreich, Russland und Deutschland nun auch China einen strikten Antikriegskurs. Eine große Mehrheit der Deutschen von 85 Prozent hält derzeit eine Militäraktion gegen den Irak nicht für gerechtfertigt. Nur 13 Prozent sprechen sich für einen Angriff aus. Diese kritische Haltung zu einem Irak-Krieg liegt nicht zuletzt im Misstrauen gegenüber der Redlichkeit der Motive der US-Führung begründet: 61 Prozent sind der Meinung, dass die Amerikaner mit einem Krieg vorrangig den Zugang zu den irakischen Ölvorräten sichern wollen. Demgegenüber hält lediglich ein Drittel die die von der Bush-Regierung vorgebrachten Motive für glaubwürdig (Demokratisierung des Irak 16 Prozent, Verbindungen des Irak zu Al-Qaida 10 Prozent, Zerstörung der Massenvernichtungswaffen 8 Prozent).
Die Zustimmung Deutschlands zu einer neuen UN-Resolution von USA und Großbritannien, mit der ein militärisches Vorgehen gegen den Irak legitimiert werden soll, kommt nur für 15 Prozent der Deutschen in Frage. 44 Prozent sind für die Ablehnung eines solchen Papiers durch die Bundesregierung. Fast ebenso viele plädieren für ein diplomatischeres Verhalten und sprechen sich für eine Enthaltung aus (38 Prozent). SPD- und Grüne-Anhänger votieren mit deutlichen Mehrheiten für eine Ablehnung, Unions-Anhänger eher für Enthaltung. Die Bundesregierung will den Waffeninspektoren noch vier Monate Zeit geben, um eine friedliche Abrüstung des Irak zu erreichen. Dieser Vorschlag wird von einer deutlichen Mehrheit der Wähler unterstützt (59 Prozent).
Trotz der großen Zustimmung zum außenpolitischen Kurs der Bundesregierung führt dies nicht zu einem Anstieg in der Wählergunst, denn die Leistungen der Bundesregierung insgesamt werden weiterhin sehr kritisch beurteilt: 85 Prozent sind unzufrieden mit Rot-Grün. Darunter muss vor allem die SPD leiden, die in der Sonntagsfrage den niedrigsten bisher im DeutschlandTREND gemessenen Wert erreicht: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden sich nur noch 27 Prozent (-1 im Vergleich zum Vormonat) der Wähler für die SPD entscheiden. Die Grünen kämen derzeit auf 12 Prozent (+1). Stärkste Partei wäre die CDU/CSU mit erneut 49 Prozent. Die FDP und die PDS könnten ihre Wähleranteile bei 6 bzw. 3 Prozent halten.
Angesichts des ausbleibenden wirtschaftlichen Aufschwungs fordern zwei Drittel (67 Prozent) der Befragten staatliche Konjunkturhilfen. Diese müssten angesichts der Kassenlage über zusätzliche Schulden finanziert werden. Diesen Weg halten 26 Prozent für falsch und fordern deshalb, trotz der Konjunkturflaute am bisherigen Sparkurs festzuhalten.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom März, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von acht Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 4. bis 5. März 1.300 wahlberechtigte Personen befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,2 bis 2,7 Prozentpunkten.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%