WEBSITE DURCHSUCHEN
Schnellsuche
Kartensuche
Sie haben entweder kein Javascript aktiviert oder eine veraltete Version des Adobe Flash Player's installiert.
ARD-Deutschlandtrend
März 2004
Bundespräsidenten-Wahl: 58 Prozent kennen Horst Köhler nicht
Abbildung vergrößern »
Bundespräsidenten-Wahl: 58 Prozent kennen Horst Köhler nicht
Abbildung vergrößern »
FDP zur Funktionspartei degradiert
Abbildung vergrößern »
Jeder Zweite fordert Regierung zu fortgesetzten Reformen auf
Abbildung vergrößern »
Steuerreformen: Vereinfachung wichtiger als weitere Entlastung
Abbildung vergrößern »
Steuerreformen: Vereinfachung wichtiger als weitere Entlastung
Abbildung vergrößern »
Wirtschaftsaussichten werden wieder skeptischer bewertet
Abbildung vergrößern »
Massive Kritik an der Bundesregierung hält an
Abbildung vergrößern »
Kompetenzzuweisung an die Opposition unverändert
Abbildung vergrößern »
Sonntagsfrage: Union mit absoluter Mehrheit
Abbildung vergrößern »
Sonntagsfrage: Union mit absoluter Mehrheit
Abbildung vergrößern »
Politikerzufriedenheit: Müntefering beliebtester SPD-Politiker, Schröder in historischem Tief
Abbildung vergrößern »
Kanzler-Direktwahl: Merkel und Stoiber vergrößern Vorsprung vor Schröder
Abbildung vergrößern »
Kanzler-Direktwahl: Merkel und Stoiber vergrößern Vorsprung vor Schröder
Abbildung vergrößern »Union und FDP haben sich auf den Direktor des internationalen Währungsfonds Horst Köhler als gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten geeinigt. Mit Köhlers Namen kann jedoch nur eine Minderheit etwas anfangen: sechs von zehn (58 Prozent) trauen sich kein Urteil über ihn zu. Derzeit können sich lediglich 14 Prozent der Deutschen den Finanzfachmann an der Spitze der Bundesrepublik vorstellen. Im direkten Vergleich der in den letzten Tagen für das höchste Staatsamt diskutierten Persönlichkeiten schneidet Wolfgang Schäuble am besten ab: Wenn die Deutschen den Bundespräsidenten direkt wählen könnten, würden sich drei von zehn (29 Prozent) für Schäuble ent-scheiden. Für Köhler würden nur 3 Prozent stimmen. Dabei dürfte jedoch seine mangelnde Bekanntheit in der Bevölkerung eine entscheidende Rolle spielen.
Unabhängig von einzelnen Persönlichkeiten findet ein von der FDP gestellter Bundespräsident derzeit bei den Bundesbürgern keine mehrheitliche Unterstützung: Nur 17 Prozent vertreten die Ansicht, der Nachfolger Raus sollte aus den Reihen der Liberalen kommen. Ein Grund hierfür dürfte in Zweifeln am derzeitigen FDP-Personal liegen, denn lediglich ein Fünftel (19 Prozent) ist der Ansicht, dass die Liberalen besonders fähige Politiker an ihrer Spitze haben. Vor der letzten Bundestagswahl waren noch 30 Prozent dieser Meinung. Ein Drittel der Deutschen (33 Prozent) ist wie im Herbst 2002 der Meinung, dass die Liberalen konsequenter als andere Parteien für Reformen eintreten. Dies bedeutet allerdings auch, dass die FDP aus der aktuellen Reformdiskussion kein politisches Kapital schlagen konnte.
Drei Viertel der Deutschen (76 Prozent) sprechen sich für weitere Steuerreformen aus. Als nächster Reformschritt ist für die Bürger eine Vereinfachung (75 Prozent) wichtiger als eine steuerliche Entlastung (24 Prozent).
Der zukünftige SPD-Chef Müntefering ist derzeit der beliebteste SPD-Politiker: 36 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden. Sowohl der Fraktionsvorsitzende (+5) als auch Wirtschaftsminister Clement (35 Prozent, +6) können Popula-ritätsgewinne für sich verbuchen. Demgegenüber verliert Kanzler Schröder in der Wählergunst und fällt auf ein historisches Tief zurück (24 Prozent, -3).
Die politische Stimmung ist weiterhin ungünstig für die Kanzlerpartei: Die SPD käme wie im Vormonat nur auf 24 Prozent, während ihr grüner Regierungspartner erneut einen Wähleranteil von 11 Prozent erreichen könnte. Die Union käme auf 50 Prozent der Stimmen, ein Plus von einem Punkt. Dieser Zugewinn geht zu Lasten der Liberalen, die um 2 Punkte auf 6 Prozent abrutschen. Die PDS läge konstant bei 5 Prozent an der Mandatsschwelle.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom März, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/bericht aus berlin und von sieben Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 2. bis 3. März 1.200 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,2 bis 2,8 Prozentpunkten.
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%