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ARD-Deutschlandtrend
Januar 2005
Flutkatastrophe beschäftigt die Deutschen wie kaum ein anderes Thema
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Reaktion der Bundesregierung auf Flutkatastrophe weithin gelobt
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Wie sollte man sich jetzt als Urlauber verhalten?
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Hohe Spendenbereitschaft der Bundesbürger
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Nur wenig Hoffnung auf nachhaltigen Erfolg von Hartz IV
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Kein glücklicher Start für Hartz IV
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Wirtschaftsentwicklung: Optimismus nur leicht gestiegen
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Richtiges Maß bei den Sozialreformen umstritten
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Bewertung der Bundesregierung erneut gestiegen
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Zutrauen in Regierungskompetenz der Union auf Tiefpunkt
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Politikerzufriedenheit: Fischer und Schröder legen zu, Merkel und Stoiber verlieren Zuspruch
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Kanzlerpräferenz: Schröder hält Merkel auf Distanz
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Kanzlerpräferenz: Schröder hält Merkel auf Distanz
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Sonntagsfrage: CDU/CSU auf niedrigstem Stand seit der letzten Wahl
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Sonntagsfrage: CDU/CSU auf niedrigstem Stand seit der letzten Wahl
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Ausgang der Bundestagswahl 2006 aus Sicht der Bürger offen
Abbildung vergrößern »Die von einem Seebeben im Indischen Ozean ausgelöste Flutwelle hat die Deutschen erschüttert wie selten zuvor: Vier von fünf (83 Prozent) hat die Katastrophe in Südostasien in den letzten Tagen am meisten beschäftigt. Lediglich der Irak-Krieg 2003 hat die Aufmerksamkeit der Bürger bisher stärker erregt. Für ihr Krisenmanagement bekommen Bundeskanzler Schröder und Außenminister Fischer viel Lob (85 Prozent). Eine große Mehrheit der Deutschen (83 Prozent) ist der Meinung, dass man nach einer Karenzzeit wieder Urlaub in den betroffenen Ländern machen sollte, um den Tourismus nicht zum Erliegen zu bringen. Zu der sehr hohen privaten Spendensumme haben nach eigenem Bekunden fast zwei Drittel der Bürger (62 Prozent) beigetragen, weitere 22 Prozent wollen sich dem noch abschließen.
Neben der Flutkatastrophe ist Anfang des Jahres die Arbeitsmarktreform Hartz IV wieder stärker in den Vordergrund gerückt: drei von zehn haben sich mit dem Arbeitslosengeld II (23 Prozent) bzw. der Beschäftigungssituation allgemein (6 Prozent) auseinander gesetzt. Noch deutlicher gilt dies für die neuen Bundesländer. Dass Hartz IV die Situation auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig verbessern kann, glaubt nur eine Minderheit (21 Prozent). Die Hoffnung auf eine baldige Belebung der Konjunktur ist ebenfalls eher gering (30 Prozent).
Wohl nicht zuletzt wegen ihres positiv wahrgenommenen Krisenmanagements erfährt die Bundesregierung die beste Bewertung (27 Prozent zufrieden) seit mehr als zwei Jahren, wenngleich weiterhin eine deutliche Mehrheit (71 Prozent) unzufrieden mit der Arbeit von Rot-Grün ist. Einer unionsgeführten Bundesregierung traut nur ein Viertel der Wahlberechtigten (26 Prozent) eine erfolgreichere Arbeit zu. Die Erwartungen an einen Regierungswechsel sind damit so niedrig wie noch nie zuvor seit der letzten Bundestagswahl. Auch ein Fünftel (19 Prozent) der eigenen Anhänger sieht in einer unionsgeführten Regierung keine bessere Alternative.
Vor diesem Hintergrund verschlechtert sich die politische Stimmung für die CDU/CSU: Sie käme derzeit auf einen Stimmenanteil von 38 Prozent, zwei Punkte weniger als im Vormonat. Für die Union bedeutet dies den niedrigsten Wert seit der Bundestagswahl 2002. Die SPD erreichte wie im Dezember 33 Prozent. Alle kleineren Parteien können sich jeweils um einen Punkt verbessern. Die Grünen könnten 12 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen. Die FDP käme auf 8 Prozent, die PDS auf 5 Prozent. Der Ausgang der Bundestagswahl 2006 ist aus Sicht der Bürger offen: 41 Prozent rechnen mit einem Machtwechsel, 38 Prozent glauben an eine Fortsetzung der amtierenden Koalition. Noch vor wenigen Monaten hätte dies angesichts der Proteste gegen die Hartz IV-Reform wohl kaum jemand für realistisch gehalten.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Januar, den Infratest dimap im Auftrag der ARD/Bericht aus Berlin und von sieben Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 4. bis 5. Januar 1.000, für die Sonntagsfrage 1.500 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten bzw. von plus/minus 1,1 bis 2,5 Prozentpunkten bei der Sonntagsfrage.
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%