WEBSITE DURCHSUCHEN

Schnellsuche

Kartensuche

Sie haben entweder kein Javascript aktiviert oder eine veraltete Version des Adobe Flash Player's installiert.

 

Weitere bundesweite Umfragen

Weitere bundesweite Umfragen

Hier finden Sie die aktuellsten Umfragen nach der Veröffentlichung durch unsere Kunden.
mehr »

Bestellen

Bestellen

Unsere Studien zum Nachlesen
mehr »

Wer würde wen wählen ?

Wer würde wen wählen ?

Dynamisches Diagramm in Kooperation mit der BpB und der International School of Design Köln. mehr »

Studienanlage

Studienanlage

mehr »

ARD-Deutschlandtrend

November 2005

Die Entscheidung Franz Münteferings, sich vom SPD-Parteivorsitz zurück zu ziehen, trifft bei einer Mehrheit der Deutschen auf Unverständnis: Rund sechs von zehn (58 Prozent) halten seine Reaktion für überzogen. Eine knappe Mehrheit (51 Prozent) findet es richtig, dass er an seinem Ministeramt festhält. Die SPD hat sich schnell auf einen Nachfolger festgelegt: der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck soll neuer Vorsitzender werden. Eine relative Mehrheit der Bürger (44 Prozent) ist überzeugt, dass er die SPD gut führen wird. Lediglich ein Fünftel (20 Prozent) ist skeptisch, ob ... mehr »

Die Entscheidung Franz Münteferings, sich vom SPD-Parteivorsitz zurück zu ziehen, trifft bei einer Mehrheit der Deutschen auf Unverständnis: Rund sechs von zehn (58 Prozent) halten seine Reaktion für überzogen. Eine knappe Mehrheit (51 Prozent) findet es richtig, dass er an seinem Ministeramt festhält. Die SPD hat sich schnell auf einen Nachfolger festgelegt: der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck soll neuer Vorsitzender werden. Eine relative Mehrheit der Bürger (44 Prozent) ist überzeugt, dass er die SPD gut führen wird. Lediglich ein Fünftel (20 Prozent) ist skeptisch, ob ihm das gelingt. Ein Drittel (33 Prozent) traut sich kein Urteil über seine Führungsqualitäten zu. Obwohl die Nachfolge Münteferings schnell geklärt wurde, sind 77 Prozent der Meinung, dass die Führungskrise der Partei noch nicht ausgestanden ist. Trotz-dem glaubt eine Mehrheit (56 Prozent), dass die SPD ein verlässlicher Partner in einer großen Koalition sein wird. Einen Linksruck erwarten 49 Prozent.

Der überraschende Rückzug Edmund Stoibers nach Bayern trifft auf noch weniger Verständnis als die Entscheidung Münteferings: 73 Prozent halten die Reaktion des Bayern auf die Vorgänge an der SPD-Spitze für überzogen. Es herrscht die Auffassung vor, dass Stoiber an politischem Gewicht verloren hat (84 Prozent), die Verhandlungsposition der Union geschwächt ist (79 Prozent) und dass der Bayer letztendlich seine Person wichtiger nimmt als die Interessen seiner Partei (82 Prozent). Zwar folgen 58 Prozent seinem Argument, dass er von München aus mehr für die CSU bewirken kann, doch haben drei Viertel (72 Prozent) den Eindruck gewonnen, dass Stoiber selbst nicht weiß, was er will. Dieser deutlichen Kritik an dem bayerischen Ministerpräsidenten schließen sich die Anhänger der Union weitgehend an. In Folge dessen sind nur noch 26 Prozent aller Wahlberechtigten mit der Arbeit Stoibers zufrieden, der niedrigste Wert, der bisher im DeutschlandTREND für ihn gemessen wurde.

Angela Merkel könnte von Stoibers Rückzug allerdings profitieren: 70 Prozent glauben, dass die Führung einer großen Koalition für die CDU-Chefin nun einfacher sein wird. 56 Prozent sind überzeugt, dass sie diese Aufgabe gut bewältigen wird. Am Zustandekommen eines Bündnisses von Union und SPD haben drei Viertel (75 Prozent) keine Zweifel. Eine Mehrheit ist trotz der poli-tischen Turbulenzen der letzten Tage gegen eine Neuwahl des Bundestages.

Nach dem Rückzug Münteferings hat sich die politische Stimmung für die SPD ungünstig entwickelt: Die Sozialdemokraten kämen derzeit auf 32 Prozent (-2 Punkte). Die Union kann sich auf 37 Prozent (+1) verbessern. Die FDP bleibt konstant bei 10 Prozent, während Grüne und Linkspartei PDS jeweils einen Punkt auf 9 Prozent zulegen.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom November, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von acht Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 1. bis 2. November 1.009, für die Sonntagsfrage 1.509 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1.009 Befragte
Sonntagsfrage 1.509 Befragte
Erhebungszeitraum:
01.11. - 02.11.2005
Fehlertoleranz:
1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap