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ARD-Deutschlandtrend
September 2005
Wirtschaftliche Entwicklung wird deutlich positiver gesehen
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Unzufriedenheit mit der Regierung deutlich größer als 2002
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Zutrauen in Problemlösungsfähigkeit der Union leicht gestiegen
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Parteikompetenzen: Union legt teils deutlich zu
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Sonntagsfrage: Bürgerliches Bündnis weiter knapp vorne
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Sonntagsfrage: Bürgerliches Bündnis weiter knapp vorne
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Steht Ihre Wahlentscheidung fest?
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Koalitionspräferenz: Schwarz-Gelb knapp vorne
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Politikerzufriedenheit: Ansehensgewinne für (fast) alle Politiker
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Kanzlerpräferenz: Vorsprung Schröders deutlich kleiner als 2002
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Kanzlerpräferenz: Vorsprung Schröders deutlich kleiner als 2002
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Drei Viertel sehen Angela Merkel als neue Kanzlerin
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Profilvergleich: Stärken und Schwächen auf beiden Seiten
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Profilvergleich: Stärken und Schwächen auf beiden Seiten
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Fernsehduell: informativ, aber nicht wahlentscheidend
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EU-Beitritt der Türkei soll kein Wahlkampfthema sein
Abbildung vergrößern »Das am Sonntag anstehende TV-Duell zwischen Gerhard Schröder und Angela Merkel wird der Bundeskanzler nach Meinung von zwei Dritteln (65 Prozent) der Deutschen für sich entscheiden. Obwohl die Sendung eine gute Möglichkeit sei, etwas über die inhaltlichen Standpunkte der Kandidaten zu erfahren (64 Prozent), glauben drei Viertel (75 Prozent), dass das Duell keinen entscheidenden Einfluss auf den Wahlausgang haben wird. Ein Viertel (23 Prozent) räumt allerdings ein, dass die TV-Debatte für ihre persönliche Wahlentscheidung relevant sein könnte.
Knapp drei Wochen vor dem Wahltermin ist die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung mit 70 Prozent deutlich größer als 2002. Das Zutrauen in die Problemlösungsfähigkeit einer von der CDU/CSU geführten Regierung ist hingegen durch einen leichten Anstieg auf 37 Prozent ähnlich hoch wie vor drei Jahren. Auch wenn die Hälfte der Deutschen (49 Prozent) weiterhin skeptisch ist, ob ein Regierungswechsel eine bessere Politik zur Folge hätte - der Union wird in allen abgefragten Politikbereichen mehr zugetraut: Die CDU/CSU besitzt die Kompetenzführerschaft in der Wirtschafts- (54 Prozent), Arbeitsmarkt- (46 Prozent) und Rentenpolitik (33 Prozent). Die Nominierung des früheren Verfassungsrichters Paul Kirchhof für das Kompetenzteam der Union hat ihr offenbar auch in der Steuerpolitik zu stärkerer Profilierung verholfen: dort kann die Partei besonders deutlich zulegen (42 Prozent, +8). Die SPD gilt lediglich bei der sozialen Gerechtigkeit als kompetenteste Partei (41 Prozent), muss sich hier aber der Konkurrenz durch die Linkspartei.PDS (11 Prozent) erwehren.
Auf der personellen Ebene verbessern fast alle Politiker ihre Beliebtheitswerte. Wenn die Wahlberechtigten den Kanzler direkt wählen könnten, läge der Amtsinhaber weiter vor seiner Herausforderin (48:42 Prozent). Sein Vorsprung ist jedoch binnen drei Wochen von 16 auf 6 Punkte geschrumpft. Vor der letzten Bundestagswahl war Schröders Vorsprung vor Edmund Stoiber mit 21 Punkten deutlich größer. Ungeachtet der Kanzlerpräferenz ist eine große Mehrheit der Deutschen der Überzeugung, dass nach dem 18. September Angela Merkel in das Kanzleramt einziehen wird. Nur 21 Prozent rechnen damit, dass Gerhard Schröder Kanzler bleiben wird. Auch die SPD-Anhänger glauben nicht mehr, dass Schröder sein Amt erfolgreich verteidigen kann (58 Prozent).
Union, SPD und die Linkspartei.PDS haben mit ihren Wahlparteitagen die heiße Endphase des Wahlkampfes eingeläutet. Würden die Wahlberechtigen bereits jetzt an die Urnen gerufen, läge ein bürgerliches Bündnis erneut knapp vorne. Die CDU/CSU kann einen Prozentpunkt zulegen und würde einen Stimmenanteil von 43 Prozent erreichen. Auch die Sozialdemokraten verzeichnen ein Plus von einem Punkt, bleiben aber mir 32 Prozent weiterhin 11 Punkte hinter der Union. Drittstärkste Kraft wäre erneut die Linkspartei.PDS mit 9 Prozent der Stimmen. Grüne und FDP verlieren jeweils einen Punkt und würden einen Wähleranteil von 7 bzw. 6 Prozent erreichen. Alle anderen Parteien zusammen genommen lägen bei 3 Prozent.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom September, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von zehn Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 29. bis 31. August 1.119, für die Sonntagsfrage 1.636 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,3 bis 3,0 Prozentpunkten.
Sonntagsfrage: 1.636 Befragte (1.196 West, 444 Ost)
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte (Sonntagsfrage)
* bei einem Anteilswert von 5 %
** bei einem Anteilswert von 50 %