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ARD-Deutschlandtrend
April 2006
Mehrheit gegen Abschaffung der Hauptschulen
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Mehrheit gegen Abschaffung der Hauptschulen
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Ansehen der Bundesregierung geht zurück
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Politikerzufriedenheit: Kritik an Regierungsmitgliedern nimmt zu
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Kanzler-Direktwahl: Merkel mit großem Vorsprung vor Platzeck
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Mehrheit glaubt an Einigungswillen der großen Koalition
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Erwartungen an die Regierung: Zuversicht nur beim Wirtschaftswachstum und in der Außenpolitik
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Sonntagsfrage: Regierungsparteien verlieren leicht
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Sonntagsfrage: Regierungsparteien verlieren leicht
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Mehrheit gegen Einfrieren der Arbeitgeberbeiträge zur Krankenversicherung
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Lohnforderung der IG Metall umstritten
Abbildung vergrößern »Die Situation an einer Hauptschule in Berlin-Neukölln hat eine Debatte um die Zukunft dieser Schulform ausgelöst. Die generelle Abschaffung der Hauptschulen und deren Zusammenführung mit Real- und Gesamtschulen ist nur für 27 Prozent der richtige Weg, um die Probleme zu lösen. Die Mehrheit von 67 Prozent hält davon nichts. Die Gründe für Gewalt an einigen Hauptschulen sind umstritten: Für 30 Prozent wird sie in erster Linie durch die Vernachlässigung der Kinder durch die Eltern erzeugt. 26 Prozent machen die schlechte Integration der Kinder mit ausländischem Hintergrund, wie z.B. mangelnde Deutschkenntnisse, dafür verantwortlich. 17 Prozent sehen die Chancen- und Perspektivlosigkeit der Hauptschüler als Hauptursache an. Jeder Fünfte (22 Prozent) hält alle drei Aspekte für gleichermaßen ausschlaggebend.
Nach vier Monaten im Amt geht das Ansehen der großen Koalition zurück, denn viele bislang indifferente Bürger äußern sich jetzt enttäuscht. 57 Prozent sind mit Schwarz-Rot unzufrieden, demgegenüber äußern sich 39 Prozent wohlwollend. Auch für viele Regierungsmitglieder scheint die Schonfrist vorbei zu sein. Trotz eines Minus von 5 Punkten bliebt Bundeskanzlerin Merkel die beliebteste Politikerin Deutschlands: 69 Prozent sind mit ihrer Arbeit zufrieden. Allerdings verringert sich auch bei der Kanzlerpräferenz ihr Abstand zu dem politischen Konkurrenten: Derzeit würden sich bei einer Direktwahl des Kanzlers 52 Prozent für Merkel und 29 Prozent für ihren möglichen SPD-Herausforderer Matthias Platzeck entscheiden. Ihr Vorsprung ist damit binnen Monatsfrist von 31 auf 23 Punkte geschrumpft.
Eine Mehrheit von 62 Prozent glaubt an den Einigungswillen der Regierungsparteien auch bei strittigen Fragen. Trotzdem haben die Bürger große Zweifel, ob die große Koalition ihre angestrebten Ziele erreichen wird. Ausnahmen sind hier lediglich die Außen- und die Wirtschaftspolitik. Die angemessene außenpolitische Vertretung Deutschlands trauen 82 Prozent der Regierung zu, eine Ankurbelung der Wirtschaft immerhin 59 Prozent. Dass dies für mehr Beschäftigung sorgen wird, glauben drei Viertel jedoch nicht (73 Prozent). Deutliche Mehrheiten trauen dem schwarz-roten Bündnis zudem nicht zu, das Gesundheitssystem zu reformieren, die Neuverschuldung zu senken, sozial ausgewogen einzusparen sowie die Renten langfristig zu sichern.
Die politische Stimmung kommt weiterhin eher der Union als der SPD zugute. Wenn bereits am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU auf 40 Prozent der Stimmen, die SPD lediglich auf 30 Prozent. Die FDP würde 10 Prozent erreichen, die Linkspartei 8 Prozent und die Grünen könnten einen Wähleranteil von 9 Prozent für sich verbuchen.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom April, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von acht Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 3. bis 4. April 1.021, für die Sonntagsfrage vom 3. bis 5. April 1.692 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten
Sonntagsfrage 1.692 Befragte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,0* bis 2,4** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%