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ARD-Deutschlandtrend
Mai 2006
"Vätermonate" beim Elterngeld finden Zustimmung
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Ganztagsbetreuung stärkerer Anreiz für mehr Kinder als Elterngeld
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Bundeseinheitliche Sprachprüfung für Einbürgerungswillige fast einhellig befürwortet
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Nicht mehr Aufgaben für den Staat, aber mehr Geld
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Nicht mehr Aufgaben für den Staat, aber mehr Geld
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Parteikompetenzen: Vertrauensentzug gegenüber den Regierungsparteien
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Parteikompetenzen: Vertrauensentzug gegenüber den Regierungsparteien
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Arbeit der Bundesregierung stößt mehrheitlich auf Kritik
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Unterschiede zwischen Regierungsparteien schwer zu erkennen
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Sonntagsfrage: Union setzt sich wieder von der SPD ab
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Sonntagsfrage: Union setzt sich wieder von der SPD ab
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Politikerzufriedenheit: deutliche Ansehensgewinne für fast alle Politiker
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Mehrheit sieht in Kurt Beck einen guten Parteivorsitzenden
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Mehrheit kritisiert Ungerechtigkeiten in Deutschland
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Mehr Gewinner als Verlierer der gesellschaftlichen Entwicklung
Abbildung vergrößern »Mit dem von der großen Koalition beschlossenen Elterngeld will die Bundesregierung auch die Väter stärker in die Kindererziehung einbeziehen. Dass der Staat mit den "Vätermonaten" familienpolitisch Einfluss nehmen will, findet in der Bevölkerung mehrheitlich Zustimmung (56 Prozent) - auch bei Männern. Dass junge Paare das Elterngeld als Anreiz für mehr Kinder sehen, bezweifeln zwei Drittel der Deutschen (65 Prozent). Eine bessere Ganztagsbetreuung für die Kinder erscheint vielen Erfolg versprechender (63 Prozent).
Die Innenminister der Bundesländer streiten sich um ein bundesweit einheitliches Einbürgerungsverfahren. Ein in allen Ländern einheitlicher Sprachtest findet die Zustimmung von 93 Prozent der Befragten. Weitergehende Tests zur deutschen Geschichte, Geografie und Kultur halten jedoch nur 47 Prozent für notwendig. Für 50 Prozent ist der Nachweis der Sprachkenntnisse ausreichend.
Das Vertrauen in die Problemlösungsfähigkeit der Parteien hat in den letzten Monaten deutlich abgenommen. 42 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass keine der Parteien wirksame Konzepte für die Lösung der Zukunftsprobleme Deutschlands besitzt, im Februar waren es nur 32 Prozent. Bei der Sicherung der Altersvorsorge sowie der Arbeitsmarkt-, Steuer- und Gesundheitspolitik ist der Vertrauensentzug vor allem gegenüber den beiden Regierungsparteien besonders deutlich.
Die große Koalition profitiert knapp sechs Monate nach Amtseinführung noch immer von einem Vertrauensvorschuss, der sich in einer positiven Bewertung des Regierungsstils bzw. des öffentlichen Auftretens der Regierungsmitglieder nieder schlägt. Die Ergebnisse des Regierungshandelns werden jedoch mehrheitlich kritisch bewertet: 55 Prozent sind damit unzufrieden. Eine Mehrheit sieht zudem bisher noch keine Verbesserung im Vergleich zur Vorgängerregierung: 58 Prozent bescheinigen der Bundesregierung, bislang auch nicht mehr Probleme gelöst zu haben als Rot-Grün.
Die Kritik an der Regierungsarbeit schadet offenbar eher der SPD als der Union. Fände am nächsten Sonntag eine Bundestagswahl statt, kämen die Sozialdemokraten nur auf 31 Prozent (ein Minus von 1 Punkt im Vergleich zur Vorwoche), die CDU/CSU auf 39 Prozent der Stimmen (ein Plus von 2 Punkten). FDP (9 Prozent), Linkspartei.PDS (8 Prozent) und die Grünen (10 Prozent) können ihren Stimmenanteil halten.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Mai, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von acht Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 2. bis 3. Mai 1.000, für die Sonntagsfrage 1.663 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
Sonntagsfrage 1.663 Befragte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%