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ARD-Deutschlandtrend
Juli 2007
Mehrheit befürwortet Atomausstieg
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Erleichterte Zuwanderung von Fachkräften umstritten
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Bewertung der Großen Koalition leicht verbessert
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Politikerzufriedenheit: Fast alle mit Ansehensgewinn, Beck auf Rekordtief
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Politikerzufriedenheit: Fast alle mit Ansehensgewinn, Beck auf Rekordtief
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Kein klarer Favorit in der Frage der Kanzlerkandidatur der SPD
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Kein klarer Favorit in der Frage der Kanzlerkandidatur der SPD
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Sonntagsfrage: SPD im Stimmungstief
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Sonntagsfrage: SPD im Stimmungstief
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Regierungsbeteiligung der Linkspartei wenig erwünscht
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Regierungsbeteiligung der Linkspartei wenig erwünscht
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Nur ein knappes Drittel sieht sich als Nutznießer des Wachstums
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Gerechtigkeitsdefizite vor allem im Steuersystem und bei der Vergütung im Topmanagement
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Gerechtigkeitsdefizite vor allem im Steuersystem und bei der Vergütung im Topmanagement
Abbildung vergrößern »Die Bundesregierung hält auch nach dem Energiegipfel im Kanzleramt am geplanten Ausstieg aus der Kernenergie fest. Dies wird von einer Mehrheit der Deutschen befürwortet (56 Prozent). Demgegenüber halten 40 Prozent den mittelfristig angelegten Atomausstieg für falsch.
Die Wirtschaft klagt zunehmend über einen Mangel an Fachkräften. Bildungsministerin Schavan hat deshalb vorgeschlagen, den Zuzug ausländischer Fachkräfte zu erleichtern. Dieses Thema spaltet die Bevölkerung: 47 Prozent befürworten das Vorhaben, 50 Prozent lehnen es ab.
Positive Konjunkturdaten und die außenpolitischen Erfolge wirken sich offensichtlich weiter positiv auf das Ansehen der Bundesregierung aus: Derzeit sind 40 Prozent der Wahlbevölkerung mit der Arbeit der Großen Koalition zufrieden, 2 Punkte mehr als im Juni und ihr bester Wert seit Mai 2006. Auch die einzelnen Politiker können fast alle Ansehensgewinne verbuchen. Die beiden Spitzenreiter Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier konnten ihre Popularität in den letzten Wochen kräftig steigern. Mit der Arbeit der Kanzlerin sind 75 Prozent (+6 im Vergleich zum Juni) einverstanden, ihr zweitbester Wert. Der Außenminister erreicht mit 69 Prozent wieder seinen Spitzenwert vom Januar. Auf Familienministerin Ursula von der Leyen (59 Prozent, -1) folgt Finanzminister Peer Steinbrück (54 Prozent, +7) mit seinem persönlichen Rekordwert. Gleiches gilt für Umweltminister Gabriel (47 Prozent, +1) und Wirtschaftsminister Michael Glos (39 Prozent, +2). SPD-Chef Kurt Beck hingegen muss ein neuerliches Popularitätstief verkraften (35 Prozent, -2). In der Frage, mit welchem Spitzenkandidaten die SPD in den Bundestagswahlkampf 2009 ziehen soll, gibt es sowohl für die Bürger als auch für die SPD-Anhänger derzeit keinen eindeutigen Favoriten.
Die politische Stimmung hat sich zu Ungunsten der SPD entwickelt, die nur noch auf 28 Prozent der Stimmen käme, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre (-3). Die Union würde 38 Prozent erreichen (+1). Während die Linke (11 Prozent, +2) und die FDP (10 Prozent, +1) zulegen, verlieren die Grünen leicht (10 Prozent, -1).
Eine Regierungsbeteiligung der Linkspartei nach der Bundestagswahl 2009 befürwortet lediglich ein Viertel der Bürger (24 Prozent). Dass eine Beteiligung der FDP (58 Prozent) bzw. der Grünen (54 Prozent) gut für Deutschland wäre, glaubt indes jeweils mehr als die Hälfte. Den derzeit diskutierten Drei-Parteien-Bündnissen stehen die Bürger mehrheitlich skeptisch gegenüber. Noch am meisten Zustimmung findet die "Jamaika"-Koalition (33 Prozent), gefolgt von einer "Ampel"-Koalition unter SPD-Führung (27 Prozent). Ein Bündnis von SPD, Grünen und Linkspartei hält nur ein Fünftel (19 Prozent) gut für das Land.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Juli, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von sieben Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 2. bis 3. Juli 1.000, für die Sonntagsfrage vom 2. bis 4. Juli 1.500 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
Sonntagsfrage: 02.07. - 04.07.2007
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%