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ARD-Deutschlandtrend
Oktober 2007
Verständnis für erneute Bahnstreiks gesunken
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Pläne zur Bahnprivatisierung stoßen auf wachsenden Widerstand
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Jeder zweite Bundesbürger hält Löhne und Gehälter in Deutschland für zu niedrig
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Angemessene Löhne: Tarifpartner werden in erster Linie in der Pflicht gesehen
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Sechs von zehn für flächendeckende Mindestlöhne
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Kanzler-Direktwahl: Merkel mit persönlichem Rekordwert
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Politikerzufriedenheit: Merkel Spitze, Steinbrück im Aufwind, Beck stoppt Abwärtstrend
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Parteikompetenzen: Union schärft ihr Profil
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Parteikompetenzen: Union schärft ihr Profil
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Regierungsbewertung auf Rekordhoch
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Sonntagsfrage: Union vergrößert Vorsprung vor SPD
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Sonntagsfrage: Union vergrößert Vorsprung vor SPD
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Nur ein Fünftel sieht für sich persönlich Vorteile durch Wachstum
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Mehrheit hält Verhältnisse in Deutschland für ungerecht
Abbildung vergrößern »Die von den Lokführern angekündigten Streiks stoßen bei einer Mehrheit der Deutschen (57 Prozent) auf Verständnis. Im Juli hatten allerdings noch 71 Prozent das Streikvorhaben unterstützt. Neben der Tarifauseinandersetzung ist die Deutsche Bahn derzeit auch mit ihrer geplanten Teil-Privatisierung in der öffentlichen Diskussion. Die Privatisierungspläne werden von einer wachsenden Zahl der Bundesbürger abgelehnt: Nur ein Drittel (35 Prozent) unterstützt aktuell eine Bahnprivatisierung, 60 Prozent sprechen sich dagegen aus.
Die moderaten Lohnabschlüsse der letzten Jahre bei gleichzeitig steigender Steuer- und Abgabenlast sowie die jüngere Preisentwicklung in einzelnen Produktbereichen beeinflussen erkennbar die Sicht der Bürger auf das Lohn- und Gehaltsniveau in Deutschland. Nur 30 Prozent bewerten die hiesigen Löhne und Gehälter insgesamt als angemessen, die Hälfte (51 Prozent) aber kritisiert sie als zu niedrig. Kaum jemand (3 Prozent) betrachtet das deutsche Lohn- und Gehaltsniveau als übertrieben hoch. In den neuen Bundesländern fällt die Kritik an Lohn- und Gehaltsniveau generell größer aus als in den alten Ländern. Eine Mehrheit der Deutschen (56 Prozent) sieht die Tarifpartner in der Pflicht für die Sicherstellung angemessener Löhne und Gehälter. Drei von zehn sehen an dieser Stelle die Politik in der Verantwortung (31 Prozent). Die Einführung von Mindestlöhnen wird von einer großen Mehrheit befürwortet, sei es flächendeckend (59 Prozent) oder nur in bestimmten Branchen (27 Prozent).
Angela Merkel kann ihr Ansehen weiter steigern: Bei einer Kanzler-Direktwahl würden sich 67 Prozent für die Amtsinhaberin und 19 Prozent für Kurt Beck entscheiden. Für Merkel ist dies der beste Wert ihrer Amtszeit. Knapp jeder zweite SPD-Anhänger würde ebenfalls für die CDU-Politikerin votieren.
Auf der sachpolitischen Ebene kann die Union ihr Profil in vielen Bereichen schärfen, dies gilt besonders deutlich für die Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Familienpolitik. Der CDU/CSU wird aber auch in der Haushalts- und Finanzpolitik sowie in der Außenpolitik mehr zugetraut als der SPD. Die Sozialdemokraten bleiben trotz Konkurrenz von links Kompetenzführer bei der sozialen Gerechtigkeit. Die Grünen können bei der Bekämpfung des Klimawandels am meisten punkten, aber auch die Union erhält hier gute Noten.
Mit der Arbeit der Großen Koalition sind derzeit 44 Prozent zufrieden, dies ist die beste Bewertung seit ihrem Amtsantritt. Dies kann die Union zusammen mit ihrer guten Bewertung auf sachlicher und personeller Ebene für sich nutzen: Die CDU/CSU setzt sich mit einem Wähleranteil von 40 Prozent (+1 im Vergleich zum September) weiter von der SPD (27 Prozent) ab. Die Linke käme derzeit auf 11 Prozent (+1) der Stimmen, gefolgt von den Grünen (10 Prozent, -1) und den Liberalen (8 Prozent, -1).
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des DeutschlandTREND vom Oktober, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von sieben Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 1. bis 2. Oktober 1.000, für die Sonntagsfrage vom 1. bis 3. Oktober 1.500 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
Sonntagsfrage: 01.10. - 03.10.2007
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%