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ARD-Deutschlandtrend
April 2008
Klare Mehrheit gegen NATO-Beitritt der Ukraine und Georgiens
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Frankreich und Großbritannien besonders vertrauenswürdige Partner
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Politikerzufriedenheit: Merkel wieder auf Platz Eins, Beck im Rekordtief
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Politikerzufriedenheit: Merkel wieder auf Platz Eins, Beck im Rekordtief
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Kanzler-Direktwahl: Merkel 50 Punkte vor Beck
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Positive Einschätzung der Wirtschaftslage nimmt ab
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Mehrheit profitiert nicht vom Aufschwung
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Zwei Drittel sehen weiterhin Gerechtigkeitsdefizit
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Nur noch ein Drittel mit der Bundesregierung zufrieden
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Sonntagsfrage: Koalitionspartner mit Verlusten
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Sonntagsfrage: Koalitionspartner mit Verlusten
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Skepsis gegenüber lagerübergreifenden Koalitionen
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Inhalte für Wähler wichtiger als Koalitionsfragen
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Inhalte für Wähler wichtiger als Koalitionsfragen
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Inhalte für Wähler wichtiger als Koalitionsfragen
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Bekanntheit der inhaltlichen Positionen der Parteien
Abbildung vergrößern »Mit ihrer ablehnenden Haltung gegenüber einem NATO-Beitritt Georgiens und der Ukraine zum jetzigen Zeitpunkt befindet sich die Bundesregierung in Übereinstimmung mit der Mehrheit der Bevölkerung, die sich zu 72 Prozent gegen eine Mitgliedschaft der früheren Sowjetrepubliken ausspricht. Lediglich 18 Prozent befürworten einen Beitritt der Ukraine und Georgiens zur NATO. Das Vertrauen in die USA als außenpolitischen Partner Deutschlands ist im Vergleich zum Juni 2007 deutlich angestiegen (auf derzeit 53 Prozent), das größte Vertrauen genießen jedoch weiterhin die europäischen Nachbarn, allen voran Frankreich (90 Prozent) und Großbritannien (86 Prozent).
Angela Merkel ist wieder die beliebteste Politikerin in Deutschland: Im April äußern sich 71 Prozent mit der Arbeit der Bundeskanzlerin zufrieden (+4 Punkte im Vergleich zum März). Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck verzeichnet hingegen erneut einen massiven Popularitätseinbruch: Durch ein Minus von 8 Punkten bekommt er nur noch von 24 Prozent eine wohlwollende Beurteilung. Dies ist sein niedrigster bisher im ARD-DeutschlandTREND gemessener Wert. Auch in der eigenen Anhängerschaft ist Becks Zuspruch so gering wie noch nie zuvor (48 Prozent). Müssten sich die Deutschen zwischen den beiden als Kanzler entscheiden, würden 66 Prozent für Merkel und lediglich 16 Prozent für Beck votieren; so groß war der Abstand bisher noch nie (50 Punkte). Hieße die Personalalternative Steinmeier, fiele der Vorsprung der CDU-Chefin zwar nicht ganz so massiv, aber dennoch deutlich aus (55:31Prozent). Anders als Beck vermag der Außenminister jedoch, die eigene Parteianhängerschaft mehrheitlich von sich zu überzeugen.
Die Zufriedenheit mit der Großen Koalition ist erneut leicht gesunken auf derzeit 33 Prozent. Das wirkt sich in der politischen Stimmung zu Ungunsten der beiden Koalitionspartner aus, die jeweils 2 Punkte im Vergleich zum März einbüßen: Die Union erreicht derzeit 37 Prozent, die SPD kommt nur noch auf 26 Prozent. Für die Sozialdemokraten ist dies der niedrigste Wert im ARD-DeutschlandTREND seit September 2004. Während die Linken stabil bei 12 Prozent liegen, können sich die Grünen auf 11 Prozent (+1) und die FDP auf 10 Prozent (+2) verbessern.
Die Entwicklung zu Fünfparteiensystemen erfordert andere, lagerübergreifende Koalitionen. Diese stoßen jedoch auf Skepsis: Lediglich jeweils ein Drittel meint, dass Union und Grüne, SPD und FDP bzw. SPD und Linke gut zusammen passen. Für die Wahlentscheidung der Bürger sind die politischen Inhalte von deutlich größerer Bedeutung als Koalitionsfragen. Aus diesem Grund formulieren sie die Forderung an die Parteien, sich bis zur Bundestagswahl im Herbst 2009 vor allem um Sachfragen und ihr inhaltliches Profil zu kümmern.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des ARD-DeutschlandTREND vom April, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von sieben Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 31. März bis 1. April 1.000, für die Sonntagsfrage vom 31. März bis 2. April 1.500 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
Sonntagsfrage: 31.3. - 2.4.2008
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%