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ARD-Deutschlandtrend
Juni 2008
Regierungszufriedenheit: Kritik an Großer Koalition gewachsen
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Mehrheit für Fortführung der Koalition bis zum Ende der Legislaturperiode
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Parteikompetenzen: Profilschwäche von Union, vor allem aber der SPD
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Parteikompetenzen: Profilschwäche von Union, vor allem aber der SPD
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Sonntagsfrage: Volksparteien verlieren
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Sonntagsfrage: Volksparteien verlieren
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Politikerzufriedenheit: Steinmeier und Merkel vom Negativtrend ihrer Parteien abgekoppelt
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Politikerzufriedenheit: Steinmeier und Merkel vom Negativtrend ihrer Parteien abgekoppelt
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Kanzlerpräferenz: Merkel unangefochten vor Beck und Steinmeier
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SPD-Kanzlerkandidatur 2009: Steinmeier gilt als chancenreichste Besetzung unter Bundesbürgern wie eigenen Anhängern
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SPD-Kanzlerkandidatur 2009: Steinmeier gilt als chancenreichste Besetzung unter Bundesbürgern wie eigenen Anhängern
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Jeder Zweite übt Kritik an bundesdeutscher Demokratie, wenig Vertrauen insbesondere in Parteien und Unternehmen
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Jeder Zweite übt Kritik an bundesdeutscher Demokratie, wenig Vertrauen insbesondere in Parteien und Unternehmen
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Nur jeder Fünfte fühlt Aufschwung
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Nur jeder Fünfte fühlt Aufschwung
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Inflation und Armut bereiten größte Sorgen
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Wirtschaftliche Zukunftsperspektive
Abbildung vergrößern »Die jüngsten koalitionsinternen Konflikte beeinträchtigen das Erscheinungsbild des Kabinetts in der Bevölkerung ernsthaft. Nach 34 Prozent im Mai vergeben aktuell nur noch 27 Prozent dem Berliner Kabinett gute Noten. Der Eindruck, dass anstehende Themen im Berliner Kabinett derzeit nicht ernsthaft angegangen werden, beeinträchtigt auch das Sachvertrauen. Betroffen sind hiervon beide Koalitionspartner, allerdings leidet die SPD stärker: Nur 16 Prozent der Bundesbürger trauen derzeit den Sozialdemokraten zu, die wichtigsten Probleme des Landes zu lösen, von der Union erwarten dies immerhin 33 Prozent.
Offensichtlich werden die koalitionsinternen Querelen den Koalitionsspitzen allerdings nicht zugerechnet. Denn ungeachtet der negativen Bewertung der Koalition und der sie tragenden Parteien legt sowohl Außenminister und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (+7) als auch Kanzlerin Angela Merkel (+3) gegenüber dem Vormonat zu. Vor dem Hintergrund der besonderen Profilschwäche der SPD und ihres unklaren Verhältnisses zur Linkspartei tun sich die Bundesbürger unverändert schwer, in der Kanzlerfrage auf einen Sozialdemokraten zu setzen. Auch Frank-Walter Steinmeier als derzeit populärster Parteipolitiker hat weiterhin in der Kanzlerpräferenz der Bundesbürger gegenüber Angela Merkel das Nachsehen. Dennoch werden ihm von den aktuellen SPD-Spitzenpolitikern die vergleichsweise größten Chancen eingeräumt, eines Tages Bundeskanzler zu werden.
Zu denken geben muss, dass das politische System und zentrale sie tragende Institutionen wie Bundesregierung, Parteien, Gewerkschaften und Unternehmen im momentan positiven wirtschaftlichen Umfeld Vertrauenseinbußen vergangener Jahre nicht aufholen können. Ein wesentlicher Grund mag darin bestehen, dass die Mehrzahl der Bundesbürger den Aufschwung weiterhin nicht mit einem erkennbaren persönlichen Weiterkommen verbindet. Das Gefühl, nicht vom Aufschwung zu profitieren, resultiert dabei vor allem aus der Wahrnehmung, dass sich der persönliche finanzielle Spielraum in den letzten Monaten nicht wesentlich vergrößert hat.
Die Unzufriedenheit der Deutschen mit der großen Koalition und der sie tragenden Parteien schlägt sich erkennbar in der aktuellen politischen Stimmung nieder. Bei einem aktuellen Urnengang würde die Union 34 Prozent erreichen, die SPD käme auf 24 Prozent. Gemeinsam binden Union und SPD damit nur noch 58 Prozent der Wählerstimmen, so wenige wie nie zuvor. Von der Schwäche der Großen profitieren die kleinen Parteien, sie legen ausnahmslos zu.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des ARD-DeutschlandTREND vom Juni, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von sieben Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 02. bis 03. Juni 1.000, für die Sonntagsfrage vom 02. bis 04. Juni 1.500 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
Sonntagsfrage: 2.6. - 04.06.2008
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%