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ARD-Deutschlandtrend
Mai 2008
Leistungen der Wirtschaft positiv bewertet / Kritik an sich verschlechternden Arbeitsbedingungen
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Gewerkschaften: Wunsch nach mehr Einfluss in der Gesellschaft
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Tarifverhandlungen: Arbeitsplatzsicherung sollte Vorrang haben
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Zufriedenheit mit der Großen Koalition stagniert
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Rund jeder Zweite sieht die Interessen von Arbeitnehmern und Rentnern nicht vertreten
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Rund jeder Zweite sieht die Interessen von Arbeitnehmern und Rentnern nicht vertreten
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Politikerzufriedenheit: Merkel und Steinmeier vorne
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Politikerzufriedenheit: Merkel und Steinmeier vorne
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Kanzlerpräferenz: Angela Merkel weiter klar im Vorteil
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Sonntagsfrage: Union zehn Punkte vor der SPD
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Sonntagsfrage: Union zehn Punkte vor der SPD
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Gerechtigkeitsdefizit ist nach wie vor groß
Abbildung vergrößern »Vor dem Hintergrund der positiven Konjunktur bescheinigen knapp drei Viertel der Bundesbürger den Unternehmen in Deutschland eine gute Arbeit. Dass die Unternehmen von guten Leuten geführt werden, glaubt allerdings nur jeder Zweite. Für 70 Prozent steht fest, dass es der Wirtschaft bereits heute sehr gut gelingt, ihre Interessen in der Gesellschaft durchzusetzen. Vor diesem Hintergrund lehnt eine Mehrheit (57 Prozent) einen weiteren Einflusszuwachs ab, vermutlich auch deshalb, weil 82 Prozent überzeugt sind, dass sich die Arbeitsbedingungen in den letzten Jahren immer weiter verschlechtert haben. Den Gewerkschaften wiederum stellt zwar eine Mehrheit (55 Prozent) ein gutes Zeugnis für ihre Arbeit aus, sie werden aber in erster Linie als Vertreter von Arbeitnehmern in festen und gesicherten Beschäftigungsverhältnissen gesehen (73 Prozent). Das Durchsetzungsvermögen der Gewerkschaften ist aus Sicht der Bürger im Vergleich zur Wirtschaft geringer (46 Prozent). Umso größer fällt der Wunsch nach einem Einflusszuwachs der Gewerkschaften aus (57 Prozent). Als deren vorrangige Aufgabe bei Tarifverhandlungen sehen 46 Prozent die Arbeitsplatzsicherung, vor Lohnerhöhungen (32 Prozent) und der Verhinderung von Arbeitszeitverlängerungen (14 Prozent).
Die Arbeit der Großen Koalition stößt weiterhin bei zwei Drittel der Bürger (65 Prozent) auf Kritik. Diese ist offenbar auch in der Wahrnehmung begründet, dass wesentliche Bevölkerungsgruppen in Deutschland nicht angemessen von den politischen Parteien repräsentiert werden. Fast jeder zweite Deutsche (46 Prozent) weiß keine Partei zu benennen, die eine gute Politik für die Arbeitnehmer macht. Darüber hinaus kann trotz der jüngst beschlossenen Rentenerhöhungen eine Mehrheit der Bürger (53 Prozent) keine Partei nennen, die die Interessen der Rentner gut vertritt.
Beliebteste Politikerin ist nach wie vor Kanzlerin Angela Merkel (68 Prozent), dicht gefolgt von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (66 Prozent). SPD-Chef Kurt Beck findet nur noch bei 23 Prozent der Deutschen ein positives Echo; ein neuerliches Rekordtief. Bei der hypothetischen Kanzlerdirektwahl kann die Amtsinhaberin ihren Vorsprung vor Beck auf 54 Punkte ausbauen.
Die aktuelle politische Stimmung ist durch relativ schwache Volksparteien und starke kleine Parteien gekennzeichnet. Wenn bereits am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU wie im Vormonat auf 37 Prozent. Die SPD könnte sich leicht auf 27 Prozent (+1) verbessern, der Abstand zur Union ist mit zehn Punkten weiterhin sehr deutlich. Die drei kleinen Parteien erreichen zur Zeit jeweils einen zweistelligen Stimmenanteil: Während die Linkspartei (12 Prozent) und die FDP konstant bleiben, verlieren die Grünen leicht und liegen wie die Liberalen derzeit bei 10 Prozent.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des ARD-DeutschlandTREND vom Mai, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von sieben Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 28. bis 29. April 1.000, für die Sonntagsfrage vom 28. bis 30. April 1.500 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
Sonntagsfrage: 28.4. - 30.4.2008
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%