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ARD-Deutschlandtrend
Oktober 2008
Bank- und Finanzkrise: sieben von zehn rechnen mit Banken-Pleiten in Deutschland
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Bank- und Finanzkrise drückt auf wirtschaftliche Erwartungen
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Bank- und Finanzkrise drückt auf wirtschaftliche Erwartungen
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Parteikompetenzen: Schwäche von Union und SPD in steuerpolitischen Fragen und im Umgang mit öffentlichen Geldern
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Politikerzufriedenheit: Merkel wieder knapp vor Steinmeier
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Kanzleralternative: Merkel baut Vorsprung vor Frank-Walter Steinmeier aus
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Profilvergleich Steinmeier/Merkel: Außenpolitiker Steinmeier mit Startnachteilen
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Profilvergleich Steinmeier/Merkel: Außenpolitiker Steinmeier mit Startnachteilen
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Sonntagsfrage: Verlierer der Bayernwahl mit bundesweiten Einbußen
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Sonntagsfrage: Verlierer der Bayernwahl mit bundesweiten Einbußen
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Sonntagsfrage: Verlierer der Bayernwahl mit bundesweiten Einbußen
Abbildung vergrößern »Die aktuelle Bank- und Finanzkrise bereitet den Deutschen erkennbar Sorgen. Sieben von zehn Bundesbürgern erwarten, dass auch in Deutschland Banken pleite gehen. Staatliche Rettungsaktionen für angeschlagene private Kreditinstitute werden von einer knappen Mehrheit der Bundesbürger zwar als ultima ratio akzeptiert, zugleich sind sie sich einig, dass es ärgerlich ist, wenn am Ende der Steuerzahler einspringen muss. Die Bank- und Finanzkrise lässt die wirtschaftliche Stimmung der Bundesbürger nicht unberührt: die wirtschaftlichen Erwartungen haben sich deutlich verschlechtert. Sechs von zehn befürchten eine negative wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten zwölf Monaten, so viele wie nie zuvor im DeutschlandTREND.
Die nun feststehenden Spitzenkandidaten von Union und SPD für die Bundestagswahl 2009 liefern sich aktuell im Urteil der Bundesbürger ein spannendes Duell: Jeweils sieben von zehn äußern sich zur Arbeit der CDU-Kanzlerin bzw. des SPD-Vizekanzlers wohlwollend. In der Kanzlerpräferenz hat Frank-Walter Steinmeier jedoch weiterhin das Nachsehen. Auch nach der Klärung der Kandidaten-Frage bei den Sozialdemokraten wünscht sich nur jeder Dritte ihn ins Kanzleramt. Angela Merkel dagegen kann auf den Zuspruch von 53 Prozent setzen, nach 48 Prozent im Vormonat.
Ein Problem des populären SPD-Kandidaten scheint darin zu bestehen, dass viele Bundesbürger zwar von ihm ein Bild als Außenpolitiker, kaum aber als Innen- und Parteipolitiker haben. Entsprechend wird ihm im Vergleich zur Kanzlerin nicht nur seltener wirtschaftspolitischer Sachverstand zugeschrieben, auch auf dem SPD-Traditionsfeld, der sozialen Gerechtigkeit bzw. beim Einsatz für die sozial Schwachen setzen die Deutschen aktuell eher auf die CDU-Politikerin, ebenso hinsichtlich der Vertrautheit mit den Problemen der Bürger. Unter dem Strich wird ihm aktuell nur halb so häufig wie der Amtsinhaberin zugetraut, die Zukunftsprobleme in Deutschland lösen zu können.
Die Verlierer der Bayernwahl geben auch in der bundespolitischen Stimmung nach. Die Union verliert gegenüber dem Vormonat einen Punkt und käme derzeit auf 35 Prozent. Die SPD gibt im gleichen Umfang ab und hätte 25 Prozent in Aussicht. An Rückhalt verliert auch die im Freistaat an der 5-Prozenthürde gescheiterte Linkspartei (-2), sie würde derzeit bundesweit auf 11 Prozent kommen. Die FDP verbessert sich gegenüber September um 2 Punkte und käme auf 13 Prozent. Die Grünen legen um 1 Punkt zu und hätten 11 Prozent in Aussicht. Alle anderen Parteien kämen zusammen genommen auf 5 Prozent, darunter auch im nennenswerten Umfang die Freien Wähler. Erstmals seit Dezember schneiden damit Union und FDP im DeutschlandTREND stärker ab als SPD, Grüne und Linkspartei.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des ARD-DeutschlandTREND vom Oktober, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von sieben Tages¬zeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 29. bis 30. September 1.000, für die Sonntagsfrage vom 29. September bis 01. Oktober 1.500 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
Sonntagsfrage: 29.09. - 01.10.2008
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%