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ARD-Deutschlandtrend
September 2008
Zufriedenheit mit der Bundesregierung in der Sommerpause leicht gestiegen
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Politikerzufriedenheit: Politiker büßen Sympathien ein
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SPD-Kanzlerkandidat: Steinmeier werden vor Müntefering und Beck größte Erfolgschancen eingeräumt
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Direktwahl: Merkel mit Vorteil gegenüber Steinmeier wie Müntefering
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Sonntagsfrage: Union stabil, SPD legt zu Lasten der kleinen Parteien zu
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Sonntagsfrage: Union stabil, SPD legt zu Lasten der kleinen Parteien zu
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Sonntagsfrage: Union stabil, SPD legt zu Lasten der kleinen Parteien zu
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Pläne der Hessen-SPD stoßen bei zwei Dritteln auf Ablehnung
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SPD-Absage gegenüber Bündnissen mit der Linkspartei im Bund wird bezweifelt
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Größte Sorgentreiber der Deutschen: Preise und Armut
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Außenpolitische Partner: Russland erleidet mit Kaukasus-Krise deutlichen Imageverlust
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Datenmissbrauch: 93 Prozent wollen vorsichtiger sein
Abbildung vergrößern »Die Kritik der Bundesbürger an der großen Koalition hat sich während der Sommerpause leicht abgeschwächt: Nach 72 Prozent im Juli sind aktuell gut zwei Drittel (68 Prozent) mit der Arbeit von Schwarz-Rot unzufrieden. Die Bewertungen der Regierung und der Kabinettsspitze fallen allerdings weiterhin auseinander: Anders als die Regierung werden SPD-Vizekanzler und Unions-Bundeskanzlerin mehrheitlich wohlwollend beurteilt. Nach wie vor enorme Sympathien genießt der ehemalige Arbeits- und Sozialminister Franz Müntefering, der im Urteil der Bundesbürger nur knapp hinter der Kanzlerin an dritter Stelle liegt.
Angesichts der Popularität des Außenministers überrascht es nicht, dass der SPD mit einem Kanzlerkandidaten Steinmeier die größten Chancen zur Bundestagswahl 2009 eingeräumt werden (41 Prozent), knapp vor dem momentan nicht in Spitzenämtern vertretenen Franz Müntefering (36 Prozent) und deutlich vor Kurt Beck (10 Prozent). Auch wenn der Außenminister die Politikerliste vor der Kanzlerin anführt und bei den Bundesbürgern als SPD-Kanzlerkandidat mit den größten Erfolgschancen gilt, in der Kanzlerpräferenz der Bundesbürger hat er gegenüber Angela Merkel weiterhin das Nachsehen. Nach 35 Prozent im August wünschen sich aktuell 32 Prozent der Wahlberechtigten Steinmeier, 48 Prozent (-1) die CDU-Vorsitzende ins Kanzleramt. Wäre Franz Müntefering der SPD-Herausforderer, würde ebenfalls jeder zweite Bundesbürger die Unions-Amtsinhaberin einem SPD-Kanzler vorziehen.
Welche Risiken die Regierungspläne der Hessen-SPD für die SPD in sich bergen, zeigt die deutliche Ablehnung einer Wahl von Andrea Ypsilanti mit den Stimmen der Linkspartei. Zwei Drittel der Bundesbürger bezeichnen die Bestrebungen der hessischen Sozialdemokraten als nicht gut. Dazu sind sechs von zehn überzeugt, dass die Bundes-SPD entgegen ihres Abgrenzungskurses bei entsprechenden Mehrheitsverhältnissen nach der Bundestagswahl ein Regierungsbündnis mit der Linkspartei eingehen wird.
Vom leicht gebesserten Erscheinungsbild der Koalition profitiert aktuell die SPD. Während die Union in der Sonntagsfrage stabil bei 36 Prozent liegt, legt sie 2 Punkte auf 26 Prozent zu. Die Oppositionsparteien geben gegenüber August jeweils 1 Punkt ab. Die Liberalen kämen momentan auf 11 Prozent, die Grünen auf 10 Prozent. Vor ihnen läge weiterhin die Linke, die mit 13 Prozent rechnen könnte. Alle anderen Parteien kämen zusammen auf 4 Prozent (+1).
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des ARD-DeutschlandTREND vom September, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von sieben Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 01. bis 02. September 1.000, für die Sonntagsfrage vom 01. bis 03. September 1.500 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
Sonntagsfrage: 01.09. - 03.09.2008
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%