WEBSITE DURCHSUCHEN
Schnellsuche
Kartensuche
Sie haben entweder kein Javascript aktiviert oder eine veraltete Version des Adobe Flash Player's installiert.
ARD-DeutschlandTREND
August 2009
„Deutschland-Plan“ der SPD: wichtiger Diskussionsanstoß, aber unrealistisch
Abbildung vergrößern »
Einstellungen zum "Deutschland-Plan" nach Parteianhägerschaft I
Abbildung vergrößern »
Einstellungen zum "Deutschland-Plan" nach Parteianhängerschaft II
Abbildung vergrößern »
Einstellungen zum "Deutschland-Plan" nach Parteianhängerschaft III
Abbildung vergrößern »
Finanz- und Wirtschaftskrise noch nicht ausgestanden
Abbildung vergrößern »
Aussagen zur Finanz- und Wirtschaftskrise I
Abbildung vergrößern »
Aussagen zur Finanz- und Wirtschaftskrise II
Abbildung vergrößern »
Sorge um die persönliche wirtschaftliche Zukunft im Zeitverlauf
Abbildung vergrößern »
Befürworter des Atomausstiegs wieder zahlreicher
Abbildung vergrößern »
Überwiegend Lob für die Große Koalition
Abbildung vergrößern »
Regierungsarbeit der Union wird stärker honoriert als die der SPD
Abbildung vergrößern »
Politikerzufriedenheit: Merkel an der Spitze, Steinmeier auf Platz vier
Abbildung vergrößern »
Politikerzufriedenheit im Zeitverlauf
Abbildung vergrößern »
Kanzler-Direktwahl: Merkels Vorsprung vor Steinmeier wird größer
Abbildung vergrößern »
Kanzler-Direktwahl nach Parteianhängerschaft
Abbildung vergrößern »
Kandidatenvergleich: Merkel schärft ihr Profil
Abbildung vergrößern »
Sonntagsfrage Bundestagswahl: Schwarz-Gelb baut Vorsprung aus
Abbildung vergrößern »
Sonntagsfrage im Zeitverlauf
Abbildung vergrößern »
Sonntagsfrage im West-Ost-Vergleich
Abbildung vergrößern »
Sicherheit der Wahlentscheidung
Abbildung vergrößern »
Mehrheit wünscht unionsgeführte Bundesregierung
Abbildung vergrößern »
Regierungspräferenz nach Parteianhängerschaft
Abbildung vergrößern »
FDP-Regierungsbeteiligung wird mehrheitlich befürwortet
Abbildung vergrößern »
Mehrheit beklagt weiterhin Gerechtigkeitsdefizit
Abbildung vergrößern »
Der von SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier vorgestellte „Deutschland-Plan“ ist aus Sicht von drei Vierteln der Bürger (76 Prozent) ein wichtiger Diskussionsanstoß. 68 Prozent sind der Meinung, dass die SPD mit dem Konzept die Zielsetzung ihrer Politik deutlich gemacht hat. Das in dem Plan formulierte Ziel, binnen zehn Jahren bis zu vier Millionen neue Arbeitsplätze zu schaffen, wird jedoch von einer großen Mehrheit (73 Prozent) als unrealistisch eingestuft.
Mehr als neun von zehn (92 Prozent) sozialdemokratische Anhänger sind von dem inhaltlichen Impuls des „Deutschland-Plans“ überzeugt und sehen ihn als Positionsbestimmung „ihrer Partei“ (90 Prozent). Allerdings hält auch in SPD-Reihen jeder Zweite (49 Prozent) dessen Ziele für unrealistisch.
Aus Sicht der Deutschen ist die Finanz- und Wirtschaftskrise noch nicht ausgestanden: 59 Prozent glauben, dass der schlimmste Teil der Krise noch bevorsteht. Zwar sind zwei Drittel (65 Prozent) nach eigenem Bekunden von der Krise bisher nicht persönlich betroffen, doch 47 Prozent machen sich Sorgen über ihre persönliche wirtschaftliche Zukunft. Eine Mehrheit (62 Prozent) vertraut weiterhin darauf, dass die Bundesregierung das Land gut durch die Krise führt, doch hat das Zutrauen abgenommen (-8 Punkte im Vergleich zum Juni). Dies mag daran liegen, dass eine Mehrzahl der Bürger stärkere staatliche Kontrolle der Banken und deren Finanz-Transaktionen einfordert. Rund neun von zehn sind der Auffassung, dass sich eine solche Krise durchaus wiederholen kann und die kleinen Leute dies ausbaden müssen.
Die Bilanz der zu Ende gehenden Legislaturperiode fällt überwiegend positiv aus: 57 Prozent attestieren der Großen Koalition, in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet zu haben. Der größere Anteil an deren Erfolgen wird indes der Union zugeschrieben, die aus Sicht von 62 Prozent gute Arbeit in den letzten vier Jahren geleistet hat. Die zurückliegenden elf Regierungsjahre der SPD finden nur bei 49 Prozent ein wohlwollendes Echo.
Auf personeller Ebene ist die CDU/CSU knapp zwei Monate vor dem Urnengang besser aufgestellt als die SPD. Die ersten drei Plätze im Politiker-Ranking werden aktuell von Unions-Vertretern gehalten: Beliebteste Politikerin in Deutschland ist Angela Merkel, deren Arbeit von 72 Prozent Zustimmung erfährt, gefolgt von Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (68 Prozent) und Familienministerin Ursula von der Leyen, die mit 63 Prozent ihren bisher besten Wert im ARD-DeutschlandTREND erreicht. Erst auf Platz vier folgt SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier (58 Prozent). Auch bei der Kanzler-Alternative wird der Vorsprung der Amtsinhaberin vor ihrem Herausforderer noch einmal größer: 61 Prozent würden sich für Merkel entscheiden, lediglich 24 Prozent für Steinmeier – der Abstand von 37 Punkten ist so groß wie noch nie im ARD-DeutschlandTREND. Im Vergleich der beiden Kandidaten kann Merkel ihr Persönlichkeitsprofil schärfen.
Die politische Stimmung ist nach wie vor ungünstig für die Sozialdemokraten, während das bürgerliche Lager seinen Vorsprung auszubauen vermag. Derzeit kämen CDU/CSU auf 35 Prozent der Stimmen (-1 im Vergleich zur Vorwoche). Die FDP würde 16 Prozent erreichen (+2). Die SPD hingegen könnte 23 Prozent (-1) der Stimmen für sich verbuchen. Grüne (13 Prozent) und Linke (10 Prozent) halten ihren Wähleranteil stabil. Die beiden bürgerlichen Parteien könnten ihren Anteil auf 51 Prozent ausbauen.
Eine Mehrheit der Bürger (55 Prozent) wünscht sich auch nach der Wahl eine Unions-geführte Bundesregierung, nur 29 Prozent befürworten eine Führungsrolle der SPD. Sollte es die Alternativen bürgerliche Regierung oder Große Koalition geben, würden sich etwas mehr für eine Bundesregierung aus Union und FDP entscheiden (47:43 Prozent). Immerhin 58 Prozent aller Wahlberechtigten fänden es gut, wenn die FDP in der nächsten Legislatur mit am Kabinettstisch säße.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des ARD-DeutschlandTREND vom August, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von sechs Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 3. bis 4. August 1.002, für den Profilvergleich Merkel/Steinmeier vom 4. bis 5. August 1.000, für die Sonntagsfrage vom 3. bis 5. August 1.541 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
Zusatzfrage Profilvgl. Merkel/Steinm.: 1.000 Befragte
Sonntagsfrage 1.541 Befragte
Zusatzfrage Profilvgl. Merkel/Steinm.: 04.08.-05.08.2009
Sonntagsfrage: 03.08.-05.08.2009
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%