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ARD-DeutschlandTREND

Dezember 2009

Eine große Mehrheit der Deutschen hat Zweifel, ob die Bundesregierung umfassend und ehrlich über den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan informiert. Die nicht korrekte Information über den Luftangriff auf zwei Tanklaster Anfang September ist für 77 Prozent kein Einzelfall. Die Zahl derer, die einen möglichst schnellen Abzug der Bundeswehr aus dem zentralasiatischen Land fordern, ist gestiegen (69 Prozent). Fast jeder Zweite (47 Prozent) erwartet auch, dass die Bundeswehr binnen der nächsten fünf Jahre aus Afghanistan abgezogen wird. >

Afghanistan: Unzureichende Informationspolitik ist kein Einzelfall

Afghanistan: Unzureichende Informationspolitik ist kein Einzelfall

Afghanistan: Größere Mehrheit für schnellen Abzug der Bundeswehr

Afghanistan: Größere Mehrheit für schnellen Abzug der Bundeswehr

Einstellungen zur Dauer des Bundeswehr-einsatzes in Afghanistan

Einstellungen zur Dauer des Bundeswehr-einsatzes in Afghanistan

Klimaschutz: Hälfte der Deutschen fordert verstärkte Anstrengungen

Klimaschutz: Hälfte der Deutschen fordert verstärkte Anstrengungen

Prinzipiell große Bereitschaft für klimaschonendes Handeln und Kaufverhalten – allerdings nicht beim Autofahren

Prinzipiell große Bereitschaft für klimaschonendes Handeln und Kaufverhalten – allerdings nicht beim Autofahren

Regierungszufriedenheit: Mäßiges Antrittszeugnis für Schwarz-Gelb

Regierungszufriedenheit: Mäßiges Antrittszeugnis für Schwarz-Gelb

Regierungszufriedenheit: CDU

Regierungszufriedenheit: CDU

Regierungszufriedenheit: CSU

Regierungszufriedenheit: CSU

Regierungszufriedenheit: FDP

Regierungszufriedenheit: FDP

Parteikompetenzen: SPD fällt Profilierung in der Opposition schwer

Parteikompetenzen: SPD fällt Profilierung in der Opposition schwer

Parteikompetenzen Fortsetzung

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Politikerzufriedenheit: Spitzentrio mit Merkel, Guttenberg und Leyen

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Sonntagsfrage: Schwarz-Gelb ohne Mehrheit

Sonntagsfrage: Schwarz-Gelb ohne Mehrheit

Sonntagsfrage (West/Ost)

Sonntagsfrage (West/Ost)

Afghanistan: Unzureichende Informationspolitik ist kein Einzelfall

Afghanistan: Unzureichende Informationspolitik ist kein Einzelfall

Afghanistan: Größere Mehrheit für schnellen Abzug der Bundeswehr

Afghanistan: Größere Mehrheit für schnellen Abzug der Bundeswehr

Einstellungen zur Dauer des Bundeswehr-einsatzes in Afghanistan

Einstellungen zur Dauer des Bundeswehr-einsatzes in Afghanistan

Klimaschutz: Hälfte der Deutschen fordert verstärkte Anstrengungen

Klimaschutz: Hälfte der Deutschen fordert verstärkte Anstrengungen

Prinzipiell große Bereitschaft für klimaschonendes Handeln und Kaufverhalten – allerdings nicht beim Autofahren

Prinzipiell große Bereitschaft für klimaschonendes Handeln und Kaufverhalten – allerdings nicht beim Autofahren

Regierungszufriedenheit: Mäßiges Antrittszeugnis für Schwarz-Gelb

Regierungszufriedenheit: Mäßiges Antrittszeugnis für Schwarz-Gelb

Regierungszufriedenheit: CDU

Regierungszufriedenheit: CDU

Regierungszufriedenheit: CSU

Regierungszufriedenheit: CSU

Regierungszufriedenheit: FDP

Regierungszufriedenheit: FDP

Parteikompetenzen: SPD fällt Profilierung in der Opposition schwer

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Parteikompetenzen Fortsetzung

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Politikerzufriedenheit: Spitzentrio mit Merkel, Guttenberg und Leyen

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Sonntagsfrage: Schwarz-Gelb ohne Mehrheit

Sonntagsfrage: Schwarz-Gelb ohne Mehrheit

Sonntagsfrage (West/Ost)

Sonntagsfrage (West/Ost)

Eine große Mehrheit der Deutschen hat Zweifel, ob die Bundesregierung umfassend und ehrlich über den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan informiert. Die nicht korrekte Information über den Luftangriff auf zwei Tanklaster Anfang September ist für 77 Prozent kein Einzelfall. Die Zahl derer, die einen möglichst schnellen Abzug der Bundeswehr aus dem zentralasiatischen Land fordern, ist gestiegen (69 Prozent). Fast jeder Zweite (47 Prozent) erwartet auch, dass die Bundeswehr binnen der nächsten fünf Jahre aus Afghanistan abgezogen wird.

Wenige Tage vor dem Beginn der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen plädiert die Hälfte (50 Prozent) für ein stärkeres Engagement der Bundesregierung beim Klimaschutz. 38 Prozent sind der Meinung, dass der Klimaschutz bereits ernst genug genommen wird. Jeder Zehnte (10 Prozent) meint, dass die deutsche Regierung mit ihren Maßnahmen gegen den Klimawandel übertreibt. Prinzipiell äußern die Bürger eine große Bereitschaft für klimaschonendes Verhalten. Mehr als jeder Zweite (56 Prozent) gibt an, höhere Preise für Strom aus erneuerbaren Energien bezahlen zu wollen. Eine Verteuerung des Autofahrens zugunsten eines niedrigeren CO2-Ausstosses lehnen jedoch drei Viertel (75 Prozent) ab.

Das Antrittszeugnis für Schwarz-Gelb fällt nur mäßig aus. Rund einen Monat nach der Vereidigung des neuen Bundeskabinetts äußert sich lediglich ein Drittel (33 Prozent) zufrieden, 60 Prozent vergeben schlechte Noten. Ernüchterung scheint es auch bei Anhängern der Regierungsparteien zu geben: Während 68 Prozent der Unions-Anhänger zuletzt mit der Großen Koalition zufrieden waren, sind es mit der „Wunschkoalition“ Schwarz-Gelb nur 62 Prozent. Bei den FDP-Anhänger äußern sich nur 53 Prozent positiv.

Die SPD muss sich nach ihrer Wahlniederlage ein inhaltliches Profil erst wieder neu erarbeiten, wie die Analyse der Kompetenzzuschreibung zeigt. Die Sozialdemokraten müssen teils massive Kompetenzverluste hinnehmen. Auch ihr Spitzenkandidat Frank-Walter Steinmeier muss deutliche Ansehensverluste verkraften: In seiner neuen Rolle als Fraktionsvorsitzender beurteilen ihn 45 Prozent (-19 Punkte im Vergleich zu September) positiv. Die derzeit beliebtesten Spitzenpolitiker sind Kanzlerin Angela Merkel (70 Prozent) sowie die Minister Karl-Theodor zu Guttenberg und Ursula von der Leyen mit Rekordwerten von 69 bzw. 66 Prozent.

Wäre am nächsten Sonntag erneut Bundestagswahl, käme die Union auf 35 Prozent, die SPD auf 24 Prozent der Stimmen. Die Grünen lägen mit 13 Prozent vor der FDP (12 Prozent) und den Linken (11 Prozent). Union und FDP würden mit diesem Ergebnis nicht über eine Mehrheit verfügen.

 

Das sind die wichtigsten Ergebnisse des ARD-DeutschlandTREND vom Dezember, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von sechs Tages­zeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 30. November bis 02. Dezember 1.000, für die Sonntagsfrage 1.500 wahl­berechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verall­ge­meinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozent­punkten.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe

Erhebungsverfahren:Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.000 Befragte
Sonntagsfrage 1.500 Befragte

Erhebungszeitraum:30.11.-1.12.2009
Sonntagsfrage: 30.11.-2.12.2009

Fehlertoleranz:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:Infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de