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ARD-DeutschlandTREND
Februar 2009
Finanz- und Wirtschaftskrise: Wachsende Sorge um Arbeitsplatz und Ersparnisse
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Unternehmer Staat: Zurückhaltende Haltung gegenüber Unternehmensbeteiligungen, Einstieg bei Banken wird aber unterstützt
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Unternehmer Staat: Zurückhaltende Haltung gegenüber Unternehmensbeteiligungen, Einstieg bei Banken wird aber unterstützt
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Nüchternere Bewertung des Krisenmanagements der Bundesregierung
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Zweites Konjunkturpaket: Skepsis gegenüber Wirksamkeit gewachsen
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Zweites Konjunkturpaket: Skepsis gegenüber Wirksamkeit gewachsen
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Regierungszufriedenheit: Positivtrend im Februar ausgesetzt
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CDU, FDP und Grünen werden am ehesten klare Zukunftskonzepte unterstellt
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CDU, FDP und Grünen werden am ehesten klare Zukunftskonzepte unterstellt
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Politikerzufriedenheit: Merkel legt zu, Glos mit Negativrekord, Müntefering unter Druck
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Direktwahl: Merkel bleibt klar vor Steinmeier
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Sonntagsfrage: Koalitionsparteien unter Druck, FDP auf Rekordniveau
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Sonntagsfrage: Koalitionsparteien unter Druck, FDP auf Rekordniveau
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Präferenzen Regierungsbeteiligung
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Bundestagswahl im Herbst: sieben von zehn wollen teilnehmen, viele hinsichtlich der Wahlabsicht aber noch unsicher
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Bundestagswahl im Herbst: sieben von zehn wollen teilnehmen, viele hinsichtlich der Wahlabsicht aber noch unsicher
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'Obama-Manie': US-Präsident fast so populär wie Horst Köhler
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Aufnahme von Guantanomo-Häftlingen spaltet Bundesbürger
Abbildung vergrößern »Die internationale Wirtschafts- und Finanzkrise wird von der Mehrheit der Bundesbürger als Bedrohung gesehen, die ihr volles Ausmaß noch nicht erreicht hat. Generell sorgenvoller fällt daher der Blick der Deutschen in die Zukunft aus: Nach 32 Prozent im Dezember fürchten derzeit 37 Prozent der Erwerbstätigen um ihren Arbeitsplatz. Nach 42 Prozent zum Jahresende sorgen sich momentan 49 Prozent der Bundesbürger um ihre Ersparnisse. Gleichzeitig wird das Krisenmanagement der Regierung zunehmend zurückhaltender bewertet. Bescheinigten im Dezember zwei Drittel der Berliner Politik ein schnelles und entschlossenes Handeln, sind es aktuell 58 Prozent.
Die nicht abreißenden Krisenmeldungen und die Diskussion von immer neuen und weiter reichenden Krisenmaßnahmen dürften hierzu entscheidend beigetragen haben. Gut die Hälfte befürchtet, die Koalition habe angesichts des Krisenausmaßes den Überblick verloren, zwei Drittel haben nicht den Eindruck, dass die Bundesregierung derzeit eine klare Linie im Umgang mit der Krise verfolgt. Dies bedeutet nicht, dass die im Konjunkturpaket vorgesehenen Maßnahmen durchweg auf Ablehnung stoßen. Von zusätzlichen Ausgaben für Schulen und Hochschulen, moderaten Steuerentlastungen der Bürger und Investitionen in Straßen und Schienen erwartet eine Mehrheit der Deutschen durchaus positive Effekte. Jedoch wird die Wirksamkeit eines Konjunkturpaketes insgesamt zunehmend skeptischer bewertet.
Die nüchternere Bewertung des Krisenmanagements in Berlin lässt die allgemeine Regierungszufriedenheit nicht unberührt. Die Bundesregierung hatte mit Krisenbeginn im vergangenen Herbst kontinuierlich an Vertrauen zugelegt. Der positive Trend wird im Februar erstmals ausgesetzt. In der Personenbewertung spiegelt sich dies bislang allerdings allein in den Werten des Wirtschaftsministers wider. Anders als seine Kabinettskollegen verliert Michael Glos erkennbar, er wird derzeit so schlecht bewertet wie nie zuvor. Noch deutlicher als der CSU-Politiker büßt im Februar jedoch Franz Müntefering ein. Im Urteil der Bundesbürger liegt er zwar auf Rang vier der Parteipolitikerrangliste, als neuer SPD-Vorsitzender erzielte er in den Monaten zuvor jedoch durchweg bessere Werte.
In der aktuellen Stimmung geraten beide Koalitionsparteien unter Druck, die Union stärker noch als die SPD. Die Union hätte aktuell 34 Prozent (-3) in Aussicht, die SPD 25 Prozent (-1). Profitieren können von der Schwäche der beiden großen Parteien vor allem die Liberalen. Sie verbessern sich um 3 Punkte auf 16 Prozent. Nach dem Hessen-Erfolg liegt die Westerwelle-Partei damit in der bundespolitischen Stimmung auf Rekordniveau. Grüne und Linke legen jeweils um 1 Punkt auf 11 Prozent zu. Die sonstigen Parteien kämen zusammen auf 3 Prozent (-1).
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des ARD-DeutschlandTREND vom Februar, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von sechs Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 2. bis 3. Februar 1.000, für die Sonntagsfrage vom 2. bis 4. Januar 1.750 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%