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September 2009

Knapp drei Wochen vor dem Urnengang ist die politische Stimmung in Deutschland recht stabil, wobei die politischen Lager nahezu gleichauf liegen: Wenn bereits am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU wie in der Vorwoche auf 35 Prozent der Stimmen. Auch die SPD bliebe konstant (23 Prozent). Gleiches gilt für die FDP mit 14 Prozent. Die Grünen hingegen müssen einen Punkt abgeben und würden derzeit einen Wähleranteil von 12 Prozent erreichen. Die Linke vermag einen Punkt zuzulegen und käme ebenfalls auf 12 Prozent. mehr »

Knapp drei Wochen vor dem Urnengang ist die politische Stimmung in Deutschland recht stabil, wobei die politischen Lager nahezu gleichauf liegen: Wenn bereits am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU wie in der Vorwoche auf 35 Prozent der Stimmen. Auch die SPD bliebe konstant (23 Prozent). Gleiches gilt für die FDP mit 14 Prozent. Die Grünen hingegen müssen einen Punkt abgeben und würden derzeit einen Wähleranteil von 12 Prozent erreichen. Die Linke vermag einen Punkt zuzulegen und käme ebenfalls auf 12 Prozent. Alle anderen Parteien könnten zusammen genommen 4 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Wäre dies bereits das Ergebnis des Urnengangs, würde neben einer Großen Koalition auch ein Bündnis von Union und FDP über die notwendige Mehrheit der Mandate verfügen. Der Vorsprung von Schwarz-Gelb auf die anderen Parteien ist jedoch wie in der Vorwoche sehr knapp (49:47 Prozent).

 

Die Sonntagsfrage misst aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen ist. Knapp jeder zweite Wahlberechtigte ist in seiner Parteipräferenz noch nicht endgültig festgelegt bzw. hat sich noch nicht entschieden, ob er an dem Wahlgang teilnimmt. Gegenüber der Vorwoche hat der Anteil derer, die sich noch nicht sicher ob und ggfs. wen sie wählen, sogar um 6 Punkte zugenommen. Auch gegenüber dem vergleichbaren Zeitpunkt vor der Bundestagswahl 2005 ist der Anteil der Unentschlossenen insgesamt größer. Aktuell ist die Verunsicherung nach wie vor insbesondere bei früheren SPD-Wählern überdurchschnittlich groß. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Zum einen legen sich immer mehr Wähler kurzfristiger vor einer Wahl fest, zum anderen hat die Bedeutung der letzten Wahlkampfphase mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern durch die Parteien zugenommen.

Untersuchungsanlage
Grundgesamtheit:
Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
Stichprobe:
Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
Erhebungsverfahren:
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl:
1.000 Befragte (700 West / 300 Ost)
Erhebungszeitraum:
08.09. - 09.09.2009

Fehlertoleranz:
1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Durchführendes Institut:
Infratest dimap