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ARD-DeutschlandTrend
September 2009
Bundesbürger erwarten von Dreifachwahl keinen Schub für die SPD
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Sonntagsfrage: FDP gibt 1 Punkt ab, die Linke legt 1 Punkt zu
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Sonntagsfrage im Zeitverlauf
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Sonntagsfrage im Ost-West-Vergleich
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Mehrheit gegen Fortbestand der Großen Koalition
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Regierungsbeteiligung der FDP nach Parteianhängerschaft
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Parteikompetenzen I: Union auf Wirtschaftsfeldern vorn...
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Parteikompetenzen II: ...SPD gewinnt leicht an Wirtschaftsprofil
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Politikerzufriedenheit: Merkel an der Spitze, Steinmeier erneut auf Platz vier
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Kanzlerpräferenz: Steinmeier holt auf
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Größte SPD-Probleme: Erbe der Sozialstaatsreformen und Fehlen überzeugender Programmziele
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Größte Unions-Probleme: vernachlässigte Arbeitnehmerinteressen, Auseinanderdrift von Arm und Reich, unklare Regierungsziele
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SPD-Absage an Zusammenarbeit mit Linkspartei spaltet Ost und West
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Unsicherheit über SPD-Koalitionslinie gegenüber der Linkspartei
Abbildung vergrößern »Der Ausgang der Landtagswahlen am vergangenen Wochenende wird von der SPD-Spitze als positives Signal für die bevorstehende Bundestagswahl gewertet. Die Mehrheit der Bundesbürger ist skeptisch, dass es für die SPD im Bund aufwärts gehen wird. In der aktuellen politischen Stimmung zeigt sich unmittelbar keine positive Veränderung für die SPD. Die Union liegt wie in der Vorwoche unverändert bei 35 Prozent Stimmenanteil, während die SPD auf 23 Prozent verharrt. Die FDP gibt zur Vorwoche 1 Punkt ab und käme auf 14 Prozent, gefolgt von den Grünen mit 13 Prozent (+/-0). Die Linke legt zur Vorwoche 1 Punkt zu und hätte derzeit 11 Prozent in Aussicht. Alle anderen Parteien würden zusammen 4 Prozent Stimmenanteil erzielen. Unter diesen Mehrheitsverhältnissen könnte die Union ein Bündnis mit der FDP eingehen. Allerdings hat Schwarz-Gelb binnen dreier Wochen 3 Punkte eingebüßt. Ein Regierungswechsel wird von den Deutschen dennoch prinzipiell erwünscht. Die Mehrheit spricht sich nach vier Jahren schwarz-roter Regierung gegen einen Fortbestand der großen Koalition (62 Prozent) aus.
Die Bürger selbst sehen als derzeit größtes Problem der SPD einerseits das Fehlen überzeugender Programmziele im aktuellen Deutschlandplan, andererseits das Erbe der von ihr initiierten Sozialstaatsreformen in Gestalt der Agenda 2010 und der Rente ab 67. Dass die Union wiederum weit vom Wählerrückhalt früherer Bundestagswahlen entfernt ist, ist aus Bürgersicht in erster Linie darin begründet, dass die Union Sorgen und Ansprüche der Arbeitnehmer aus dem Blick verloren hat und dem Auseinanderdriften von Arm und Reich wenig entgegen zu setzen weiß. Kritisiert wird auch, dass sie sich hinsichtlich ihrer Regierungsziele für die Zeit nach der Bundestagswahl insgesamt bedeckt hält.
Der Ausgang der Wahlen im Saarland und in Thüringen hat das Verhältnis zwischen SPD und Linken im Bund erneut auf die Tagesordnung gesetzt. Über die Hälfte der Bundesbürger unterstützt die Haltung der SPD, sich auf Koalitionen mit der Linken im Bund grundsätzlich nicht einzulassen. Während allerdings im Westen die Absage an ein Bündnis mit der Linken mehrheitlich Beifall findet, stößt sie im Osten auf Ablehnung. Ob die SPD bei einer Mehrheit im Bundestag tatsächlich bei ihrer offiziellen Koalitionslinie gegenüber der Linken bleibt, wird von jedem zweiten Bundesbürger in Frage gestellt. Trotz der Bekräftigung ihres bisherigen Kurses sind die Zweifel an der offiziellen Koalitionslinie der SPD gewachsen.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des ARD-DeutschlandTREND vom September, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von sechs Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 31. August bis 02. September 1.000, für die Sonntagsfrage 1.500 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%
Sonntagsfrage:
1,1* bis 2,5** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%