Menu

ARD-DeutschlandTREND

Januar 2010

Angesichts des vereitelten Anschlags auf ein US-Flugzeug befürworten 68 Prozent der Deutschen verstärkte Sicherheitskontrollen der Fluggäste. Die stärkere Vernetzung der Datenbanken von Behörden sowie den Einsatz sogenannter Nacktscanner halten jeweils sechs von zehn für sinnvoll. Eine Aufstockung der deutschen Truppen in Afghanistan lehnen 83 Prozent ab, 71 Prozent fordern den schnellstmöglichen Abzug der Bundeswehr. >

Zwei Drittel für schärfere Kontrollen im Flugverkehr

Zwei Drittel für schärfere Kontrollen im Flugverkehr

Mehrheit für die Nutzung sogenannter Nacktscanner

Mehrheit für die Nutzung sogenannter Nacktscanner

Wachsende Mehrheit für schnellen Abzug aus Afghanistan

Wachsende Mehrheit für schnellen Abzug aus Afghanistan

Deutliches Votum gegen Aufstockung deutscher Truppen in Afghanistan.

Deutliches Votum gegen Aufstockung deutscher Truppen in Afghanistan.

Bundesbürger lehnen Steuersenkungen mehrheitlich ab

Bundesbürger lehnen Steuersenkungen mehrheitlich ab

Persönliche Steuerbelastung

Persönliche Steuerbelastung

Angst vor Folgen der Wirtschaftskrise nimmt zu

Angst vor Folgen der Wirtschaftskrise nimmt zu

Nur jeder Fünfte beklagt Verschlechterung seiner wirtschaftlichen Situation

Nur jeder Fünfte beklagt Verschlechterung seiner wirtschaftlichen Situation

Regierungsbewertung: Zwei Drittel unzufrieden mit Schwarz-Gelb

Regierungsbewertung: Zwei Drittel unzufrieden mit Schwarz-Gelb

Acht von zehn Bürgern verlangen von Merkel klarere politische Vorgaben

Acht von zehn Bürgern verlangen von Merkel klarere politische Vorgaben

Zweifel an Ehrlichkeit der Parteien – FDP schneidet noch am besten ab

Zweifel an Ehrlichkeit der Parteien – FDP schneidet noch am besten ab

Politikerzufriedenheit: Fast durchweg Popularitätseinbußen, Guttenberg erstmals an der Spitze

Politikerzufriedenheit: Fast durchweg Popularitätseinbußen, Guttenberg erstmals an der Spitze

Sonntagsfrage: Union mit Zugewinn – zu Lasten der FDP

Sonntagsfrage: Union mit Zugewinn – zu Lasten der FDP

Sonntagsfrage im West-Ost-Vergleich

Sonntagsfrage im West-Ost-Vergleich

US-Präsident Obama hat die Erwartungen der Deutschen erfüllt

US-Präsident Obama hat die Erwartungen der Deutschen erfüllt

Zwei Drittel für schärfere Kontrollen im Flugverkehr

Zwei Drittel für schärfere Kontrollen im Flugverkehr

Mehrheit für die Nutzung sogenannter Nacktscanner

Mehrheit für die Nutzung sogenannter Nacktscanner

Wachsende Mehrheit für schnellen Abzug aus Afghanistan

Wachsende Mehrheit für schnellen Abzug aus Afghanistan

Deutliches Votum gegen Aufstockung deutscher Truppen in Afghanistan.

Deutliches Votum gegen Aufstockung deutscher Truppen in Afghanistan.

Bundesbürger lehnen Steuersenkungen mehrheitlich ab

Bundesbürger lehnen Steuersenkungen mehrheitlich ab

Persönliche Steuerbelastung

Persönliche Steuerbelastung

Angst vor Folgen der Wirtschaftskrise nimmt zu

Angst vor Folgen der Wirtschaftskrise nimmt zu

Nur jeder Fünfte beklagt Verschlechterung seiner wirtschaftlichen Situation

Nur jeder Fünfte beklagt Verschlechterung seiner wirtschaftlichen Situation

Regierungsbewertung: Zwei Drittel unzufrieden mit Schwarz-Gelb

Regierungsbewertung: Zwei Drittel unzufrieden mit Schwarz-Gelb

Acht von zehn Bürgern verlangen von Merkel klarere politische Vorgaben

Acht von zehn Bürgern verlangen von Merkel klarere politische Vorgaben

Zweifel an Ehrlichkeit der Parteien – FDP schneidet noch am besten ab

Zweifel an Ehrlichkeit der Parteien – FDP schneidet noch am besten ab

Politikerzufriedenheit: Fast durchweg Popularitätseinbußen, Guttenberg erstmals an der Spitze

Politikerzufriedenheit: Fast durchweg Popularitätseinbußen, Guttenberg erstmals an der Spitze

Sonntagsfrage: Union mit Zugewinn – zu Lasten der FDP

Sonntagsfrage: Union mit Zugewinn – zu Lasten der FDP

Sonntagsfrage im West-Ost-Vergleich

Sonntagsfrage im West-Ost-Vergleich

US-Präsident Obama hat die Erwartungen der Deutschen erfüllt

US-Präsident Obama hat die Erwartungen der Deutschen erfüllt

Zusammenfassung

 

Angesichts des vereitelten Anschlags auf ein US-Flugzeug befürworten 68 Prozent der Deutschen verstärkte Sicherheitskontrollen der Fluggäste. Die stärkere Vernetzung der Datenbanken von Behörden sowie den Einsatz sogenannter Nacktscanner halten jeweils sechs von zehn für sinnvoll. Eine Aufstockung der deutschen Truppen in Afghanistan lehnen 83 Prozent ab, 71 Prozent fordern der schnellstmöglichen Abzug der Bundeswehr.

 

Die laut Koalitionsvertrag geplante Steuerentlastung von 24 Milliarden Euro wird angesichts des Schuldenstandes der öffentlichen Haushalte von einer Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt: 58 Prozent sprechen sich gegen eine für 2011 geplante Steuerreform aus, vier von zehn (38 Prozent) befürworten sie. Auch die Anhänger von Union und FDP lehnen die Steuersenkungspläne mehrheitlich ab.

 

Das Vertrauen in die Bundesregierung bei der Bekämpfung der Finanz- und Wirtschaftskrise hat abgenommen: Derzeit trauen ihr 51 Prozent zu, mit der Krise fertig zu werden, 7 Punkte weniger als im November letzten Jahres. Zugleich ist die Furcht der Bürger vor einer Verschärfung der Krise gewachsen (64 Prozent, +8).

 

Die Bundesregierung hat im Januar an Ansehen verloren: Derzeit sind lediglich 28 Prozent (-5) mit der Arbeit der schwarz-gelben Koalition zufrieden. Zwei Drittel (67 Prozent, +7) äußern Kritik. Auch in den Anhängerschaften der Regierungsparteien vergibt fast jeder Zweite schlechte Noten. Grund für den Ansehensverlust ist das Erscheinungsbild der Koalition: Zwei Drittel der Deutschen bemängeln deren Zerstrittenheit sowie das Fehlen eines klaren Konzeptes für die nächsten vier Jahre. Die Hälfte bescheinigt der Regierung Merkel einen Fehlstart. Vor diesem Hintergrund fordern acht von zehn Bürgern, dass Angela Merkel ihre Führungsrolle stärker wahrnehmen und die Richtung der Bundesregierung klarer vorgeben soll.

 

Die Bewertung der deutschen Spitzenpolitiker hat sich fast durchgängig verschlechtert. Auch die Kanzlerin muss deutliche Einbußen hinnehmen und kommt mit 59 Prozent Zustimmung (-11 im Vergleich zu Dezember) nur noch auf Platz Zwei. Erstmals auf Platz Eins liegt Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der trotz Verlusten 62 Prozent (-7) überzeugt.

 

Die politische Stimmung zeigt leichte Verschiebungen innerhalb der politischen Lager. Die Union käme derzeit auf 36 Prozent der Stimmen, ein Plus von 1 Punkt. Dieser Zugewinn geht allerdings zu Lasten des Koalitionspartners FDP, der 11 Prozent erreichen würde (-1). Von den Oppositionsparteien vermag einzig die SPD (25 Prozent, +1) zuzulegen, während sowohl die Grünen (12 Prozent) als auch die Linke (10 Prozent) jeweils 1 Punkt abgeben müssen.

 

Das sind die wichtigsten Ergebnisse des ARD-DeutschlandTREND vom Januar, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von fünf Tages­zeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 04. bis 06. Januar 1.000, für die Sonntagsfrage 1.500 wahl­berechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verall­ge­meinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozent­punkten.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe

Erhebungsverfahren:Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.000 Befragte
Sonntagsfrage 1.500 Befragte

Erhebungszeitraum:04.01. - 05.01.2010
Sonntagsfrage: 04.01. - 06.01.2010

Fehlertoleranz:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:Infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de