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ARD-DeutschlandTREND
Januar 2010
Zwei Drittel für schärfere Kontrollen im Flugverkehr
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Mehrheit für die Nutzung sogenannter Nacktscanner
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Wachsende Mehrheit für schnellen Abzug aus Afghanistan
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Deutliches Votum gegen Aufstockung deutscher Truppen in Afghanistan.
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Bundesbürger lehnen Steuersenkungen mehrheitlich ab
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Persönliche Steuerbelastung
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Angst vor Folgen der Wirtschaftskrise nimmt zu
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Nur jeder Fünfte beklagt Verschlechterung seiner wirtschaftlichen Situation
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Regierungsbewertung: Zwei Drittel unzufrieden mit Schwarz-Gelb
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Acht von zehn Bürgern verlangen von Merkel klarere politische Vorgaben
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Zweifel an Ehrlichkeit der Parteien – FDP schneidet noch am besten ab
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Politikerzufriedenheit: Fast durchweg Popularitätseinbußen, Guttenberg erstmals an der Spitze
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Sonntagsfrage: Union mit Zugewinn – zu Lasten der FDP
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Sonntagsfrage im West-Ost-Vergleich
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US-Präsident Obama hat die Erwartungen der Deutschen erfüllt
Abbildung vergrößern »Zusammenfassung
Angesichts des vereitelten Anschlags auf ein US-Flugzeug befürworten 68 Prozent der Deutschen verstärkte Sicherheitskontrollen der Fluggäste. Die stärkere Vernetzung der Datenbanken von Behörden sowie den Einsatz sogenannter Nacktscanner halten jeweils sechs von zehn für sinnvoll. Eine Aufstockung der deutschen Truppen in Afghanistan lehnen 83 Prozent ab, 71 Prozent fordern der schnellstmöglichen Abzug der Bundeswehr.
Die laut Koalitionsvertrag geplante Steuerentlastung von 24 Milliarden Euro wird angesichts des Schuldenstandes der öffentlichen Haushalte von einer Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt: 58 Prozent sprechen sich gegen eine für 2011 geplante Steuerreform aus, vier von zehn (38 Prozent) befürworten sie. Auch die Anhänger von Union und FDP lehnen die Steuersenkungspläne mehrheitlich ab.
Das Vertrauen in die Bundesregierung bei der Bekämpfung der Finanz- und Wirtschaftskrise hat abgenommen: Derzeit trauen ihr 51 Prozent zu, mit der Krise fertig zu werden, 7 Punkte weniger als im November letzten Jahres. Zugleich ist die Furcht der Bürger vor einer Verschärfung der Krise gewachsen (64 Prozent, +8).
Die Bundesregierung hat im Januar an Ansehen verloren: Derzeit sind lediglich 28 Prozent (-5) mit der Arbeit der schwarz-gelben Koalition zufrieden. Zwei Drittel (67 Prozent, +7) äußern Kritik. Auch in den Anhängerschaften der Regierungsparteien vergibt fast jeder Zweite schlechte Noten. Grund für den Ansehensverlust ist das Erscheinungsbild der Koalition: Zwei Drittel der Deutschen bemängeln deren Zerstrittenheit sowie das Fehlen eines klaren Konzeptes für die nächsten vier Jahre. Die Hälfte bescheinigt der Regierung Merkel einen Fehlstart. Vor diesem Hintergrund fordern acht von zehn Bürgern, dass Angela Merkel ihre Führungsrolle stärker wahrnehmen und die Richtung der Bundesregierung klarer vorgeben soll.
Die Bewertung der deutschen Spitzenpolitiker hat sich fast durchgängig verschlechtert. Auch die Kanzlerin muss deutliche Einbußen hinnehmen und kommt mit 59 Prozent Zustimmung (-11 im Vergleich zu Dezember) nur noch auf Platz Zwei. Erstmals auf Platz Eins liegt Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der trotz Verlusten 62 Prozent (-7) überzeugt.
Die politische Stimmung zeigt leichte Verschiebungen innerhalb der politischen Lager. Die Union käme derzeit auf 36 Prozent der Stimmen, ein Plus von 1 Punkt. Dieser Zugewinn geht allerdings zu Lasten des Koalitionspartners FDP, der 11 Prozent erreichen würde (-1). Von den Oppositionsparteien vermag einzig die SPD (25 Prozent, +1) zuzulegen, während sowohl die Grünen (12 Prozent) als auch die Linke (10 Prozent) jeweils 1 Punkt abgeben müssen.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse des ARD-DeutschlandTREND vom Januar, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen und von fünf Tageszeitungen erstellt hat. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden in der Zeit vom 04. bis 06. Januar 1.000, für die Sonntagsfrage 1.500 wahlberechtigte Personen telefonisch befragt. Die Anlage der Erhebung lässt verallgemeinerungsfähige Aussagen für alle Wahlberechtigten in Deutschland zu, bei einer Fehlertoleranz von plus/minus 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten.
Sonntagsfrage 1.500 Befragte
Sonntagsfrage: 04.01. - 06.01.2010
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%