ARD-DeutschlandTREND

Dezember 2012

Agenda 2013: Energie, Euro, Renten, Steuern

Agenda 2013: Energie, Euro, Renten, Steuern

Kompetenzen: Union vorn bei Euro-Rettung, SPD bei Renten und gerechterem Steuersystem, Grüne bei Einsatz für sichere und bezahlbare Energie

Kompetenzen: Union vorn bei Euro-Rettung, SPD bei Renten und gerechterem Steuersystem, Grüne bei Einsatz für sichere und bezahlbare Energie

Repräsentant der Mehrheitsmeinung

Repräsentant der Mehrheitsmeinung

Politikerzufriedenheit: Merkel und Schäuble verlieren deutlich, Einbußen auch für Steinbrück

Politikerzufriedenheit: Merkel und Schäuble verlieren deutlich, Einbußen auch für Steinbrück

Kanzlerpräferenz: Merkel vor Steinbrück, Abstand wieder geringer

Kanzlerpräferenz: Merkel vor Steinbrück, Abstand wieder geringer

2013: Unions-Wahl gilt eher als Merkel-Wahl, SPD-Wahl eher als Programm-Wahl

2013: Unions-Wahl gilt eher als Merkel-Wahl, SPD-Wahl eher als Programm-Wahl

Sonntagsfrage: Nur wenig Veränderungen in der politischen Stimmung

Sonntagsfrage: Nur wenig Veränderungen in der politischen Stimmung

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Nächste Bundesregierung: 33 Prozent erwarten große Koalition, 28 Prozent Rot-Grün

Nächste Bundesregierung: 33 Prozent erwarten große Koalition, 28 Prozent Rot-Grün

Brüderle-FDP werden im Wahlkampf größere Chancen eingeräumt als Rösler-FDP

Brüderle-FDP werden im Wahlkampf größere Chancen eingeräumt als Rösler-FDP

Klare  Mehrheit für NPD-Verbot

Klare Mehrheit für NPD-Verbot

NPD-Verbot: Symbolisches Zeichen oder wirksames Mittel?

NPD-Verbot: Symbolisches Zeichen oder wirksames Mittel?

Vor dem Hintergrund der aktuellen bundespolitischen Agenda sehen die Deutschen vier Themen für die Bundestagswahl als bedeutsam an: eine sichere und bezahlbare Energiewende, die Euro-Stabilität, angemessene Renten und eine gerechte Steuerverteilung. Das Vertrauen der Bürger auf diesen vier Feldern zielt in verschiedene parteipolitische Richtungen: Während die Bewältigung der Euro- und Schuldenkrise in erster Linie der Union zugetraut wird (45 Prozent), setzen die Deutschen bei der Sicherung der Altersversorgung (37 Prozent) und dem Einsatz für ein gerechteres Steuersystem (40 Prozent) auf die Sozialdemokraten. Eine sichere und bezahlbare Stromversorgung verbinden die Bundesbürger wiederum am ehesten mit den Grünen (32 Prozent).

Kanzlerin Merkel kann mit einer Zustimmung von 60 Prozent trotz Einbußen (-8) auch im Dezember ihren Spitzenplatz behaupten. Herausforderer Steinbrück erfährt aktuell die Zustimmung von 48 Prozent (-2). Die Popularität der CDU-Vorsitzenden spiegelt sich weiterhin in der Kanzlerpräferenz: Jeder zweite Wahlberechtigte (49 Prozent; -4) zieht derzeit die CDU-Politikerin dem SPD-Herausforderer im Amt des Bundeskanzlers vor (39 Prozent; +3). Allerdings fällt Merkels Vorsprung wieder deutlich geringer aus als im Vormonat.

Merkels Bedeutung für die CDU/CSU zeigt sich auch darin, dass 44 Prozent die Kanzlerin als entscheidenden Grund für die Wahl der Union in 2013 ansehen. 41 Prozent glauben, Merkel und das Unions-Programm werden gleichgewichtig an den Urnen bedeutsam sein. Nur 7 Prozent erwarten, die Union werde allein wegen ihrer Inhalte gewählt werden. Demgegenüber wird dem Programm für das SPD-Ergebnis in 2013 mit 43 Prozent ein weitaus größerer Stellenwert zugeschrieben. 40 Prozent erwarten, Spitzenkandidat und Programmangebot werden gleichermaßen bedeutsam sein. 10 Prozent glauben, dass in erster Linie Peer Steinbrück zur Stimmabgabe motivieren wird. 

In der aktuellen Stimmung ergeben sich nur wenige Veränderungen. Die Union gibt 1 Punkt ab und käme auf 39 Prozent. Die Sozialdemokraten liegen wie im November bei 30 Prozent, die Grünen unverändert bei 14 Prozent. Die Linke legt 1 Punkt zu und käme auf 7 Prozent. Alle anderen Parteien würden aktuell an der 5-Prozenthürde scheitern, darunter die FDP, die unverändert 4 Prozent in Aussicht hätte sowie die Piraten, die auf 3 Prozent (-1) zurückfallen.    

In der Frage, welche Koalition nach der Bundestagswahl tatsächlich zum Zuge kommt, sind sich die Bundesbürger zehn Monate vor dem Urnengang uneins: 33 Prozent erwarten, dass Union und SPD zusammen regieren werden. 28 Prozent rechnen damit, dass es am Ende für Rot-Grün reicht. Dass Union und Grünen erstmals im Bund ein Regierungsbündnis eingehen, glauben 13 Prozent. Lediglich 9 Prozent gehen von einem Fortbestand des schwarz-gelben Regierungsbündnisses aus.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe

Erhebungsverfahren:Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.001 Befragte
Sonntagsfrage: 1.501 Befragte

Erhebungszeitraum:3. bis 4. Dezember 2012
Sonntagsfrage vom 3. bis 5. Dezember 2012

Fehlertoleranz:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5 Prozent
** bei einem Anteilswert von 50 Prozent

Durchführendes Institut:Infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de