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ARD-DeutschlandTREND

Dezember 2015

Die von den Deutschen vorgenommene Bewertung globaler Sicherheitsrisiken hat sich binnen eines Jahres verändert. Wurde die Weltlage im Januar eher als weniger gefährlich für Deutschland gesehen, überwiegt aktuell das Bedrohungsgefühl deutlich (57:42 Prozent). Eine wichtige Rolle für die Stimmungsänderung spielen IS-Anschläge. Nachdem nach den Januar-Anschlägen in Paris etwa jeder zweite Bundesbürger seine Sorge vor Terrorattacken in Deutschland bekundete, stieg die Zahl der beunruhigten Deutschen im Juli auf 63 Prozent und verharrt auch nach den November-Anschlägen in Paris auf hohem Niveau ... >

Globale Sicherheitslage: 57 Prozent sehen Deutschland bedroht

Globale Sicherheitslage: 57 Prozent sehen Deutschland bedroht

Befürchtung terroristischer Anschlägen in Deutschland

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58 Prozent für militärischen Beistand Frankreichs

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Militärischer Beistand gegen den sogenannten "Islamischen Staat“

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Terrorgefahr: Deutsche bleiben gelassen, Union bindet größtes Sachvertrauen bei der Terrorabwehr

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Kompetenzvorteil für Union in der Asyl- und Flüchtlingspolitik

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Asyl- und Flüchtlingspolitik: 85 Prozent für verstärkte Grenzkontrollen

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EU-Vereinbarung mit der Türkei zur Unterstützung in der Flüchtlingsfrage

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Zufriedenheit mit Regierung und Politikern: Kabinett und Kanzlerin stoppen Negativtrend

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Politikerzufriedenheit

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Sonntagsfrage: AfD mit Aussicht auf 10 Prozent

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Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

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Vote intention

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Globale Sicherheitslage: 57 Prozent sehen Deutschland bedroht

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Befürchtung terroristischer Anschlägen in Deutschland

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58 Prozent für militärischen Beistand Frankreichs

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Militärischer Beistand gegen den sogenannten "Islamischen Staat“

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Terrorgefahr: Deutsche bleiben gelassen, Union bindet größtes Sachvertrauen bei der Terrorabwehr

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Kompetenzvorteil für Union in der Asyl- und Flüchtlingspolitik

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Asyl- und Flüchtlingspolitik: 85 Prozent für verstärkte Grenzkontrollen

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EU-Vereinbarung mit der Türkei zur Unterstützung in der Flüchtlingsfrage

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Zufriedenheit mit Regierung und Politikern: Kabinett und Kanzlerin stoppen Negativtrend

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Sonntagsfrage: AfD mit Aussicht auf 10 Prozent

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Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

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Vote intention

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Die von den Deutschen vorgenommene Bewertung globaler Sicherheitsrisiken hat sich binnen eines Jahres verändert. Wurde die Weltlage im Januar eher als weniger gefährlich für Deutschland gesehen, überwiegt aktuell das Bedrohungsgefühl deutlich (57:42 Prozent). Eine wichtige Rolle für die Stimmungsänderung spielen IS-Anschläge. Nachdem nach den Januar-Anschlägen in Paris etwa jeder zweite Bundesbürger seine Sorge vor Terrorattacken in Deutschland bekundete, stieg die Zahl der beunruhigten Deutschen im Juli auf 63 Prozent und verharrt auch nach den November-Anschlägen in Paris auf hohem Niveau (61 Prozent).

Die Gefahrenbeschreibung der Deutschen liefert eine Erklärung, dass nach den jüngsten Anschlägen in Paris eine Mehrheit (58 Prozent) auch einen militärischen Beistand Frankreichs im Kampf gegen den IS unterstützt. Die Befürworter einer deutschen Anti-IS-Mission wollen ein Engagement allerdings auf die geplante Bereitstellung von Aufklärungs- und Tankflugzeugen beschränkt sehen. Ein darüber hinaus gehender Syrien-Einsatz findet auch bei ihnen jeweils keine Mehrheit. Den Risiken eines Anti-IS-Einsatzes in Syrien sind sich die Bundesbürger insgesamt bewusst: Sechs von zehn (63 Prozent) rechnen im Falle eines Einsatzes mit steigenden Anschlagsgefahren in Deutschland.

Trotz der Sorge vor Terror-Angriffen im eigenen Land, bleiben die Bürger im Alltag gelassen. Zwar gibt ein Viertel (26 Prozent) an, Menschenansammlungen zu meiden, die große Mehrheit (73 Prozent) erkennt hierfür jedoch keinen Anlass. Gut die Hälfte (54 Prozent) sieht Deutschland auch insgesamt gut vor Anschlägen geschützt. Dennoch sind drei Viertel (74 Prozent) der Ansicht, dass mehr getan werden müsste, um Sicherheitslücken zu schließen. Beim Terrorschutz setzen die Bundesbürger vor allem auf die Union (48 Prozent). Beim zweiten aktuell wichtigen Politikfeld, der Asyl- und Flüchtlingspolitik, überzeugt ebenfalls am ehesten die Union, wenn auch auf niedrigerem Niveau: Geht es darum, eine gute Asyl- und Flüchtlingspolitik zu betreiben, vertrauen 34 Prozent der CDU/CSU, 20 Prozent den Sozialdemokraten.

Von der durch Sicherheitsfragen dominierten aktuellen Agenda profitieren Regierung wie Kabinettsspitzen. Nachdem die Koalition über vier Monate an Reputation einbüßte, kann sie ihren Negativtrend im Dezember stoppen (+6). Allerdings erreicht das Kabinett lediglich den drittniedrigsten Wert (48 Prozent) in der Amtsperiode. Auch die Kanzlerin gewinnt erstmals seit August wieder an Zuspruch (+5), muss sich aber mit dem zweitniedrigsten Wert ihrer Kanzlerschaft (54 Prozent) begnügen. Die größten Zugewinne erzielt neben Innenminister de Maiziere (+8) Finanzminister Schäuble (+7). Schäuble (75 Prozent) erreicht seinen besten Zufriedenheitswert im ARD-DeutschlandTREND und bleibt der populärste Bundespolitiker vor Außenminister Steinmeier (68 Prozent).

In der bundespolitischen Stimmung wird der gestoppte Negativtrend in der Bewertung von Regierung und Kanzlerin allerdings bislang nicht erkennbar. Aktuell käme die CDU/CSU bei einer Bundestagswahl wie im Vormonat auf 37 Prozent, die SPD legt um 1 Punkt auf 25 Prozent zu. Die Grünen würden 11 Prozent (+/-0) erzielen, die Linke käme auf 8 Prozent (-1). Die FDP würde mit 4 Prozent (-1) derzeit nicht in den Bundestag einziehen. Dagegen hätte die AfD 10 Prozent (+2) in Aussicht – der bislang höchste AfD-Wert.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.003 Befragte
Sonntagsfrage: 1.503 Befragte

Erhebungszeitraum:30. November bis 1. Dezember 2015
Sonntagsfrage: 30. November bis 2. Dezember 2015

Fehlertoleranz:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de