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ARD-DeutschlandTREND

Februar 2015

Neuer griechischer Sparkurs: Sorge vor Wiederholung der Euro-Krise und vor Mehr-Belastung Deutschlands

Neuer griechischer Sparkurs: Sorge vor Wiederholung der Euro-Krise und vor Mehr-Belastung Deutschlands

Aussagen zu Griechenland

Aussagen zu Griechenland

Griechenland: Mehrheit für Einhaltung von Spar-Vereinbarungen

Griechenland: Mehrheit für Einhaltung von Spar-Vereinbarungen

Geringes Vertrauen in Griechenland als Partner für Deutschland

Geringes Vertrauen in Griechenland als Partner für Deutschland

Auseinandersetzung in der Ost-Ukraine: 70 Prozent fürchten neuen Ost-West-Konflikt

Auseinandersetzung in der Ost-Ukraine: 70 Prozent fürchten neuen Ost-West-Konflikt

Mehrheit gegen dauerhafte Militärpräsenz in osteuropäischen NATO-Staaten

Mehrheit gegen dauerhafte Militärpräsenz in osteuropäischen NATO-Staaten

Dauerhafte NATO-Präsenz in Osteuropa

Dauerhafte NATO-Präsenz in Osteuropa

Zufriedenheit mit der Bundesregierung: Sechs von zehn zufrieden

Zufriedenheit mit der Bundesregierung: Sechs von zehn zufrieden

Deutliche Ansehenszuwächse für de Maizière und Gabriel

Deutliche Ansehenszuwächse für de Maizière und Gabriel

Sonntagsfrage: nur wenig Veränderung in der bundespolitischen Stimmung

Sonntagsfrage: nur wenig Veränderung in der bundespolitischen Stimmung

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Neuer griechischer Sparkurs: Sorge vor Wiederholung der Euro-Krise und vor Mehr-Belastung Deutschlands

Neuer griechischer Sparkurs: Sorge vor Wiederholung der Euro-Krise und vor Mehr-Belastung Deutschlands

Aussagen zu Griechenland

Aussagen zu Griechenland

Griechenland: Mehrheit für Einhaltung von Spar-Vereinbarungen

Griechenland: Mehrheit für Einhaltung von Spar-Vereinbarungen

Geringes Vertrauen in Griechenland als Partner für Deutschland

Geringes Vertrauen in Griechenland als Partner für Deutschland

Auseinandersetzung in der Ost-Ukraine: 70 Prozent fürchten neuen Ost-West-Konflikt

Auseinandersetzung in der Ost-Ukraine: 70 Prozent fürchten neuen Ost-West-Konflikt

Mehrheit gegen dauerhafte Militärpräsenz in osteuropäischen NATO-Staaten

Mehrheit gegen dauerhafte Militärpräsenz in osteuropäischen NATO-Staaten

Dauerhafte NATO-Präsenz in Osteuropa

Dauerhafte NATO-Präsenz in Osteuropa

Zufriedenheit mit der Bundesregierung: Sechs von zehn zufrieden

Zufriedenheit mit der Bundesregierung: Sechs von zehn zufrieden

Deutliche Ansehenszuwächse für de Maizière und Gabriel

Deutliche Ansehenszuwächse für de Maizière und Gabriel

Sonntagsfrage: nur wenig Veränderung in der bundespolitischen Stimmung

Sonntagsfrage: nur wenig Veränderung in der bundespolitischen Stimmung

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Mit Aufnahme ihrer Amtsgeschäfte hat die neue griechische Regierung eine Abkehr von der Sparpolitik ihrer Vorgänger angekündigt. Die Bundesbürger sehen den neuen griechischen Kurs mit Sorge. Nachdem sich im Januar bereits sechs von zehn beunruhigt über eine mögliche Wiederkehr der Finanz- und Wirtschaftskrise zeigten, sind es aktuell 69 Prozent. 85 Prozent fürchten zudem, dass Deutschland bei der Griechenland-Rettung letztlich mehr zahlen muss als bisher vorgesehen. Entsprechend überwiegt bei den Deutschen mit 58 Prozent die Forderung, die EU solle auf die Einhaltung bisheriger Vereinbarungen bestehen. 40 Prozent plädieren für Zugeständnisse an Athen, sei es in Form eines weiteren Zahlungsaufschubs (31 Prozent) oder eines teilweisen Schuldenerlasses (9 Prozent). Auf einen Vertrauensvorschuss der Bundesbürger bei anstehenden Gesprächen mit den EU-Partnern kann die neue Athener Regierung nicht setzen. Lediglich 14 Prozent halten Griechenland für einen Partner Deutschlands, dem man vertrauen kann. Damit schneidet Griechenland im aktuellen Urteil der Bundesbürger schlechter ab als Russland.

 

Neben den Entwicklungen in Griechenland halten die Auseinandersetzungen in der Ost-Ukraine und das sich abkühlende Verhältnis zu Russland die Bundesbürger im Bann. 70 Prozent sind besorgt, dass sich der Konflikt zwischen Russland und dem Westen verschärfen könnte. Zwar zeigt weitgehend unverändert etwa die Hälfte der Bundesbürger Verständnis für Russlands Bedrohungsempfindungen, während ebenso viele die russische Position nicht nachvollziehen können. Vor dem Hintergrund der wieder aufflammenden Kämpfe in der Ost-Ukraine ist dennoch die Zahl der grundsätzlichen Befürworter von Sanktionen gegen Russland von 54 Prozent im Dezember auf aktuell 65 Prozent gestiegen.

 

In der angespannten außenpolitischen Situation genießt die Bundesregierung bei den Bundesbürgern mehrheitliches Vertrauen. Im Februar äußern sich 57 Prozent zufrieden zur Arbeit des Berliner Kabinetts – der zweitbeste Wert in der laufenden Amtsperiode. Von den Regierungsmitgliedern überzeugen weiterhin Außenminister Frank-Walter Steinmeier (71 Prozent, Kanzlerin Angela Merkel (70 Prozent) und Finanzminister Wolfgang Schäuble (65 Prozent) die meisten Bundesbürger. Während sich bei ihnen keine oder nur geringfügige Änderungen zum Vormonat ergeben, gewinnen Innenminister Thomas de Maizière (+12) und Vizekanzler Sigmar Gabriel im Monatsverlauf deutlich an Ansehen (+8).

 

In der bundespolitischen Stimmung ergeben sich nur wenige Änderungen im Vergleich zum Vormonat. Die Union dominiert weiterhin und käme aktuell bei der Bundestagswahl unverändert auf 41 Prozent. Die SPD gibt im Monatsverlauf 1 Punkt ab und würde 25 Prozent erzielen. Die Grünen könnten wie vor vier Wochen mit 10 Prozent rechnen, während sich die Linken leicht auf 9 Prozent (+1) verbessern. Die AfD hätte weiterhin 6 Prozent in Aussicht. Allen anderen Parteien bliebe derzeit der Einzug in den Bundestag verwehrt, darunter auch den Liberalen, die wie zum Jahresbeginn auf 3 Prozent kämen.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.003 Befragte
Sonntagsfrage: 1.503 Befragte

Erhebungszeitraum:02. bis 03. Februar 2015
Sonntagsfrage: 02. bis 04. Februar 2015

Fehlertoleranz:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de