Menu

ARD-DeutschlandTREND

Januar 2015

Ein Fünftel der Deutschen hat Verständnis für „Pegida“

Ein Fünftel der Deutschen hat Verständnis für „Pegida“

Verständnis für Protestmärsche der „Pegida“-Bewegung nach Parteianhängern

Verständnis für Protestmärsche der „Pegida“-Bewegung nach Parteianhängern

Bereitschaft zur Teilnahme an „Pegida“-Demo im Osten doppelt so hoch wie im Westen

Bereitschaft zur Teilnahme an „Pegida“-Demo im Osten doppelt so hoch wie im Westen

Jeder Zweite fordert von Politik Zugehen auf „Pegida“

Jeder Zweite fordert von Politik Zugehen auf „Pegida“

„Pegida“-Sympathisanten zeichnet große Verunsicherung und tiefes Misstrauen gegenüber der Politik aus

„Pegida“-Sympathisanten zeichnet große Verunsicherung und tiefes Misstrauen gegenüber der Politik aus

Sicherheit der allgemeinen Umstände

Sicherheit der allgemeinen Umstände

Meinungen zu Politik und Gesellschaft

Meinungen zu Politik und Gesellschaft

Kontroverse Meinungen zur Zahl der aufzunehmenden Flüchtlinge

Kontroverse Meinungen zur Zahl der aufzunehmenden Flüchtlinge

Mehrheit gegen Aufnahme von Flüchtlingen, die aus wirtschaftlicher Not nach Deutschland kommen

Mehrheit gegen Aufnahme von Flüchtlingen, die aus wirtschaftlicher Not nach Deutschland kommen

Sechs von zehn fürchten Wiederaufflammen der Euro-Krise

Sechs von zehn fürchten Wiederaufflammen der Euro-Krise

Große Mehrheit für Fortsetzung des griechischen Sparkurses

Große Mehrheit für Fortsetzung des griechischen Sparkurses

Bessere Bewertung der Wirtschaftslage in Deutschland

Bessere Bewertung der Wirtschaftslage in Deutschland

Politikerzufriedenheit: Außenminister Steinmeier und Kanzlerin Merkel fast gleichauf

Politikerzufriedenheit: Außenminister Steinmeier und Kanzlerin Merkel fast gleichauf

Sonntagsfrage: Union weiterhin dominierend

Sonntagsfrage: Union weiterhin dominierend

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Ein Fünftel der Deutschen hat Verständnis für „Pegida“

Ein Fünftel der Deutschen hat Verständnis für „Pegida“

Verständnis für Protestmärsche der „Pegida“-Bewegung nach Parteianhängern

Verständnis für Protestmärsche der „Pegida“-Bewegung nach Parteianhängern

Bereitschaft zur Teilnahme an „Pegida“-Demo im Osten doppelt so hoch wie im Westen

Bereitschaft zur Teilnahme an „Pegida“-Demo im Osten doppelt so hoch wie im Westen

Jeder Zweite fordert von Politik Zugehen auf „Pegida“

Jeder Zweite fordert von Politik Zugehen auf „Pegida“

„Pegida“-Sympathisanten zeichnet große Verunsicherung und tiefes Misstrauen gegenüber der Politik aus

„Pegida“-Sympathisanten zeichnet große Verunsicherung und tiefes Misstrauen gegenüber der Politik aus

Sicherheit der allgemeinen Umstände

Sicherheit der allgemeinen Umstände

Meinungen zu Politik und Gesellschaft

Meinungen zu Politik und Gesellschaft

Kontroverse Meinungen zur Zahl der aufzunehmenden Flüchtlinge

Kontroverse Meinungen zur Zahl der aufzunehmenden Flüchtlinge

Mehrheit gegen Aufnahme von Flüchtlingen, die aus wirtschaftlicher Not nach Deutschland kommen

Mehrheit gegen Aufnahme von Flüchtlingen, die aus wirtschaftlicher Not nach Deutschland kommen

Sechs von zehn fürchten Wiederaufflammen der Euro-Krise

Sechs von zehn fürchten Wiederaufflammen der Euro-Krise

Große Mehrheit für Fortsetzung des griechischen Sparkurses

Große Mehrheit für Fortsetzung des griechischen Sparkurses

Bessere Bewertung der Wirtschaftslage in Deutschland

Bessere Bewertung der Wirtschaftslage in Deutschland

Politikerzufriedenheit: Außenminister Steinmeier und Kanzlerin Merkel fast gleichauf

Politikerzufriedenheit: Außenminister Steinmeier und Kanzlerin Merkel fast gleichauf

Sonntagsfrage: Union weiterhin dominierend

Sonntagsfrage: Union weiterhin dominierend

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Am letzten Montag hat das Bündnis „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ rund 18.000 Menschen für die Demonstration in Dresden mobilisiert. Für die Kritik von „Pegida“ an der deutschen Zuwanderungs- und Flüchtlingspolitik äußern 21 Prozent der Wahlberechtigten sehr großes bzw. großes Verständnis. In den östlichen Bundesländern zeigen 31 Prozent Sympathie für die „Pegida“-Protestmärsche, deutlich mehr als im Westen (19 Prozent). In Reihen der AfD-Anhängerschaft hat „Pegida“ die meisten Sympathisanten: Drei Viertel (76 Prozent) zeigen dafür Verständnis.

Die Hälfte der Bevölkerung (52 Prozent) ist der Meinung, dass die Politik auf die „Pegida“-Bewegung zugehen sollte – innerhalb der „Pegida“-Sympathisanten sind es 85 Prozent. 38 Prozent der Bundesbürger sprechen sich demgegenüber für eine klare Abgrenzung aus.

Ein Motiv für den Unmut der „Pegida“-Demonstranten ist in deren subjektiv empfundener Unsicherheit über die Verhältnisse in Deutschland im Allgemeinen und ihrer persönlichen Lebenssituation im Speziellen zu finden. Dass in der Vergangenheit die Verhältnisse in Deutschland unsicherer geworden sind, bejahen 42 Prozent der Bürger insgesamt, aber 62 Prozent der „Pegida“-Sympathisanten. Auch die Auswirkungen der politischen Weltlage auf uns in Deutschland empfinden „Pegida“-Sympathisanten als deutlich bedrohlicher (55 Prozent) als die Bürger insgesamt (44 Prozent). Die Analyse einzelner Lebensbereiche zeigt: Je größer die Unsicherheit ist, desto größer fällt das Verständnis für „Pegida“ aus. Dabei spielt die Sorge um die finanzielle Absicherung im Alter (52 Prozent) und um die Stabilität der Gesellschaft (48 Prozent) eine besonders wichtige Rolle. Darüber hinaus vertreten sehr viele „Pegida“-Sympathisanten (85 Prozent) die Auffassung, dass der Einfluss der Bürger auf die Politik zu gering ist.

Zur Zahl der in Deutschland aufzunehmenden Flüchtlinge ist das Meinungsbild sehr kontrovers: Eine relative Mehrheit von 43 Prozent plädiert dafür, diese Zahl sollte auf dem gegenwärtigen Niveau verbleiben. 30 Prozent der Bürger sind der Auffassung, die Bundesrepublik sollte mehr Flüchtlinge aufnehmen. Lediglich ein Fünftel (21 Prozent) fordert demgegenüber, es sollten weniger Flüchtlinge hierzulande aufgenommen werden. Unter den „Pegida“-Sympathisanten ist allerdings die Hälfte (50 Prozent) dieser Meinung. Die meisten Gründe für eine Flucht aus dem Heimatland werden von einer großen Mehrheit der Deutschen akzeptiert. Die Aufnahme von Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen wollen, weil sie in ihrem Heimatland keine Arbeit und kein Auskommen haben, findet dagegen eine Mehrheit (55 Prozent) nicht richtig.

Die aktuelle Debatte um einen Ausstieg Griechenlands aus der Euro-Zone macht den Deutschen große Sorgen. Sechs von zehn Bundesbürgern (61 Prozent) befürchten, die Finanz- und Wirtschaftskrise in der EU könne sich durchaus wiederholen, wenn die Stabilität einzelner Mitgliedsländer und der Euro-Zone insgesamt nicht gesichert ist.

Die Union dominiert auch zu Jahresbeginn die politische Stimmung (41 Prozent, +1 Punkt). Die SPD liegt mit 26 Prozent unverändert auf dem Niveau des Vormonats. Die Grünen könnten gegenwärtig mit 10 Prozent, die Linken mit 8 Prozent rechnen (jeweils -1). Auch die AfD verliert leicht auf derzeit 6 Prozent (-1). Die FDP verbessert sich nach ihrem Dreikönigstreffen auf 3 Prozent (+1).

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.006 Befragte
Sonntagsfrage: 1.506 Befragte

Erhebungszeitraum:05. bis 06. Januar 2015
Sonntagsfrage: 05. bis 07. Januar 2015

Schwankungsbreite:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de