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ARD-DeutschlandTREND

Juli 2015

Schuldenstreit: Bundesbürger machen griechische Regierung für Scheitern der Verhandlungen verantwortlich

Schuldenstreit: Bundesbürger machen griechische Regierung für Scheitern der Verhandlungen verantwortlich

Nach Ansicht der Deutschen ist nun Griechenland am Zug

Nach Ansicht der Deutschen ist nun Griechenland am Zug

Bundesbürger sorgen sich um die Menschen in Griechenland – weniger um die Folgen für Deutschland oder für EU

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Sorge um Finanzkrise in der EU

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Mitgliedschaft Deutschlands in der Europäische Union: trotz größerer Skepsis überwiegen die Vorteile

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Verbleib Griechenlands in der Eurozone umstritten

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Positive Bewertung der Wirtschaftslage in Deutschland

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Bewertung der wirtschaftlichen Lage in einem Jahr

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Steigende Regierungszufriedenheit

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Politikerzufriedenheit: Steinmeier weiter vorn

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Sonntagsfrage: Union und SPD stabil

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Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

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Große Offenheit für Neuregelung der Sterbehilfe

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Furcht vor terroristischen Anschlägen in Deutschland wächst

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Schuldenstreit: Bundesbürger machen griechische Regierung für Scheitern der Verhandlungen verantwortlich

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Nach Ansicht der Deutschen ist nun Griechenland am Zug

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Bundesbürger sorgen sich um die Menschen in Griechenland – weniger um die Folgen für Deutschland oder für EU

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Sorge um Finanzkrise in der EU

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Mitgliedschaft Deutschlands in der Europäische Union: trotz größerer Skepsis überwiegen die Vorteile

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Verbleib Griechenlands in der Eurozone umstritten

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Positive Bewertung der Wirtschaftslage in Deutschland

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Bewertung der wirtschaftlichen Lage in einem Jahr

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Steigende Regierungszufriedenheit

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Politikerzufriedenheit: Steinmeier weiter vorn

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Sonntagsfrage: Union und SPD stabil

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Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

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Große Offenheit für Neuregelung der Sterbehilfe

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Furcht vor terroristischen Anschlägen in Deutschland wächst

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Für die gescheiterten Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung und der Eurogruppe macht die deutsche Bevölkerung mehrheitlich Athen verantwortlich: Gut zwei Drittel (68 Prozent) sehen die Verantwortung dafür bei der Regierung Tsipras, lediglich 4 Prozent bei den anderen Euro-Ländern. Etwa ein Viertel (24 Prozent) ist der Auffassung, dass beide Seiten gleichermaßen Anteil am Scheitern haben.

In Folge dessen ist aus Sicht der Deutschen nun Griechenland am Zug: Neun von zehn (89 Prozent) finden, Griechenland sollte einen Schritt auf die übrigen Euro-Länder zugehen. Knapp vier von zehn (38 Prozent) sehen die Eurogruppe in der Pflicht ein überarbeitetes Angebot vorzulegen – eine Meinung, die überdurchschnittlich häufig von der Linke-Anhängerschaft (68 Prozent) vertreten wird. Dass die griechischen Bürger am nächsten Sonntag in einem Referendum über die Annahme der Vorschläge der Euro-Gruppe abstimmen können, findet eine Mehrheit (60 Prozent) hierzulande richtig. Derzeit plädieren 45 Prozent für einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone, ebenso viele (45 Prozent) sind für einen Austritt. Allerdings halten 60 Prozent die Folgen eines Austritts Griechenlands für weniger dramatisch als noch vor einigen Jahren.

Einen möglichen Staatsbankrott Griechenlands sieht man hierzulande vor allem mit Blick auf die Situation der Menschen in Griechenland mit Sorge. Sieben von zehn Deutschen (69 Prozent) machen sich große Sorgen um die Hellenen. Die Sorge um die griechische Bevölkerung ist somit klar größer als die Befürchtungen um politische oder wirtschaftliche Folgen für Europa und Deutschland.

Die Bewertung der Wirtschaftslage in Deutschland bewegt sich damit auf anhaltend hohem Niveau: 76 Prozent bewerten sie als sehr gut oder gut. Im positiven Konjunkturumfeld fällt es dem Berliner Kabinett leicht, sich zu profilieren: Derzeit äußern sich 57 Prozent (+5 im Vergleich zum Vormonat) mit dessen Arbeit zufrieden. Finanzminister Wolfgang Schäuble erreicht vor dem Hintergrund seiner sehr klaren Positionierung in der griechischen Schuldenkrise mit einem Zufriedenheitswert von 70 Prozent seinen bisher höchsten Wert im ARD-DeutschlandTREND.

Die politische Stimmung in Deutschland ist nach wie vor weitgehend stabil. Wie im Vormonat würden sich 40 Prozent der Wahlberechtigten für die CDU/CSU entscheiden. Die SPD käme ebenfalls unverändert auf einen Stimmenanteil von 25 Prozent. Sowohl die Grünen (11 Prozent, +1) als auch die Linke (10 Prozent, +1) legen binnen Monatsfrist einen Punkt zu. Demgegenüber verliert die FDP einen Punkt und liegt mit einem Wähleranteil von 5 Prozent jetzt auf der Mandatsschwelle. Gleiches gilt für die AfD, für die sich aktuell ebenfalls 5 Prozent (+/-0) entscheiden würden.

Am Donnerstag diskutiert der Bundestag über neue Regelungen bei der Sterbehilfe. Die Bürger zeigen sich dafür offen: Vier von zehn (38 Prozent) plädieren dafür, die Beihilfe zur Selbsttötung zu erlauben. 43 Prozent sprechen sich sogar dafür aus, die gesetzlichen Grundlagen für eine aktive Sterbehilfe zu schaffen. Nur eine Minderheit (12 Prozent) spricht sich grundsätzlich gegen beide genannten Formen der Sterbehilfe aus.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.001 Befragte
Sonntagsfrage: 1.501 Befragte

Erhebungszeitraum:29. bis 30. Juni 2015
Sonntagsfrage: 29. Juni bis 1. Juli 2015

Schwankungsbreite:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de