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ARD-DeutschlandTREND

Juni 2015

Bestechungsaffäre: Glaubwürdigkeit der FIFA ist schwer erschüttert

Bestechungsaffäre: Glaubwürdigkeit der FIFA ist schwer erschüttert

Bestechungsaffäre: Aussagen zur FIFA und Sepp Blatter

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Bestechungsaffäre: Schaden für Fußball im Allgemeinen

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Viel Verständnis für den Streik des Kita-Personals

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Kita-Streik: Ist das Einstiegsgehalt von Erziehern angemessen?

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Polizei und Verfassungsgericht genießen das höchste Vertrauen

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Jeder Zweite wünscht geringeren gesellschaftlichen Einfluss der Kirche

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Politikerbewertung: Kanzlerin fällt auf Platz drei zurück

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Politikerzufriedenheit Angela Merkel

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Wirtschaftliche Lage weiterhin positiv eingeschätzt

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Jeder Zweite ist zufrieden mit Großer Koalition

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Sonntagsfrage: FDP über der Mandatsschwelle

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Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

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Bestechungsaffäre: Glaubwürdigkeit der FIFA ist schwer erschüttert

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Bestechungsaffäre: Aussagen zur FIFA und Sepp Blatter

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Bestechungsaffäre: Schaden für Fußball im Allgemeinen

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Viel Verständnis für den Streik des Kita-Personals

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Kita-Streik: Ist das Einstiegsgehalt von Erziehern angemessen?

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Polizei und Verfassungsgericht genießen das höchste Vertrauen

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Jeder Zweite wünscht geringeren gesellschaftlichen Einfluss der Kirche

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Sonntagsfrage: FDP über der Mandatsschwelle

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Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

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Die Bestechungsaffäre beim Weltfußballverband FIFA hat dessen Glaubwürdigkeit aus Sicht der Deutschen stark beschädigt. Die große Mehrheit von 82 Prozent geht davon aus, dass bei der FIFA systematisch bestochen wurde. Kaum jemand (6 Prozent) teilt die Einschätzung des FIFA-Präsidenten Blatter, dass es sich dabei um Einzelfälle gehandelt habe. Lediglich 5 Prozent haben Vertrauen in die FIFA. Blatters angekündigter Rücktritt ist aus Sicht der Deutschen folgerichtig, denn bereits vor seinem Rücktritt waren 71 Prozent der Auffassung, dass es Veränderungen bei der FIFA nur ohne Blatter geben kann. Mehr als acht von zehn (83 Prozent) haben seinen Rücktritt gefordert. Die Bilanz der Amtszeit Blatters fällt entsprechend kritisch aus: Zwar billigen ihm 28 Prozent zu, er habe sich in herausragender Weise um den Fußball verdient gemacht, die Mehrheit (56 Prozent) ist jedoch anderer Meinung.

Die seit drei Wochen in den kommunalen Kinderbetreuungseinrichtungen laufenden Arbeitskampfmaßnahmen der Erzieherinnen und Erzieher um Gehaltserhöhungen von rund 10 Prozent treffen in der Bevölkerung auf ein breites Verständnis. Sieben von zehn Bundesbürgern (69 Prozent) halten den Streik für gerechtfertigt. Rund drei von zehn (29 Prozent) haben hingegen kein Verständnis für den Ausstand. Das Verständnis fällt somit deutlich höher aus als bei dem letzten Streik der Lokführer. Die breite Unterstützung für den Streik der Kita-Mitarbeiter basiert sicherlich darauf, dass eine Mehrheit von 53 Prozent der Bevölkerung deren Bezahlung für zu niedrig hält.

Unmittelbar vor dem evangelischen Kirchentag wird die Rolle der Kirchen in der Gesellschaft durchaus skeptisch gesehen: Rund die Hälfte (48 Prozent) ist der Auffassung, dass die Kirchen in Deutschland weniger Einfluss auf Politik und Gesellschaft haben sollten. Insgesamt genießt die evangelische Kirche mit 41 Prozent mehr Vertrauen als die katholische mit 20 Prozent.

Beliebtester Politiker Deutschlands ist aktuell Außenminister Frank-Walter Steinmeier, mit dessen Arbeit unverändert 74 Prozent der Deutschen zufrieden sind. Die Bundeskanzlerin muss erneut Ansehensverluste hinnehmen, so dass Angela Merkel (66 Prozent, -4) hinter Finanzminister Wolfgang Schäuble (69 Prozent, +1) auf Platz drei der Rangliste zurückfällt.

Bei einer aktuellen Neuwahl des Bundestags würden sich unverändert zum Vormonat 40 Prozent für die CDU/CSU entscheiden. Die Sozialdemokraten könnten wie im Mai 25 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Die Grünen lägen mit 10 Prozent unverändert vor der Linken mit 9 Prozent. Nach einem Plus von 2 Punkten käme die FDP auf derzeit 6 Prozent. Diesen Wert erreichten die Liberalen zuletzt im März 2011. Die von innerparteilichen Richtungsauseinandersetzungen erschütterte AfD müsste einen Punkt abgeben und mit aktuell 5 Prozent um einen Einzug in den Bundestag bangen.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.003 Befragte
Sonntagsfrage: 1.503 Befragte

Erhebungszeitraum:01. - 02. Juni 2015

Schwankungsbreite:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de