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ARD-DeutschlandTREND

November 2015

Skeptische Haltung zur Zuwanderung

Skeptische Haltung zur Zuwanderung

Zuwanderung: Eher Vor- oder Nachteile für Deutschland?

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Ängste vor Zuwanderung sind am wenigsten wirtschaftlich begründet

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"Es macht mir Angst, dass viele Flüchtlinge zu uns kommen."

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Bewertung der Wirtschaftslage in Deutschland auf Rekordhoch

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Bewertung der eigenen wirtschaftlichen Lage

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Regierungszufriedenheit fällt auf Tiefstand

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"Zufrieden mit der politischen Arbeit von": Merkel vs. Seehofer

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Politikerzufriedenheit: Merkel verliert weiter, Seehofer mit Ansehensgewinn

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Politiker stehen wegen Flüchtlingspolitik in der Kritik

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Flüchtlinge: Mehrheit für Begrenzung und Transitzonen, aber gegen Grenzzäune

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"Einrichtung von Transitzonen an den Grenzen"

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Sonntagsfrage: Union verliert, AfD legt zu

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Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Verständnis für „Pegida“-Protestmärsche sinkt

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Satisfaction with politicians: Merkel / Seehofer
Course of time

Satisfaction with politicians: Merkel / Seehofer Course of time

Skeptische Haltung zur Zuwanderung

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Zuwanderung: Eher Vor- oder Nachteile für Deutschland?

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Ängste vor Zuwanderung sind am wenigsten wirtschaftlich begründet

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"Es macht mir Angst, dass viele Flüchtlinge zu uns kommen."

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Bewertung der Wirtschaftslage in Deutschland auf Rekordhoch

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Bewertung der eigenen wirtschaftlichen Lage

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Regierungszufriedenheit fällt auf Tiefstand

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"Zufrieden mit der politischen Arbeit von": Merkel vs. Seehofer

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Politikerzufriedenheit: Merkel verliert weiter, Seehofer mit Ansehensgewinn

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Politiker stehen wegen Flüchtlingspolitik in der Kritik

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Flüchtlinge: Mehrheit für Begrenzung und Transitzonen, aber gegen Grenzzäune

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Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

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Verständnis für „Pegida“-Protestmärsche sinkt

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Satisfaction with politicians: Merkel / Seehofer
Course of time

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Der Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland hält unvermindert an. Die Bevölkerung hierzulande betrachtet die Zuwanderung wie zuletzt eher skeptisch. Die Zuwanderung bringe für die Bundesrepublik überwiegend Nachteile, so die Ansicht von 44 Prozent, während 37 Prozent mit Vorteilen rechnen. Die eher skeptische Bewertung der Zuwanderung geht einher mit unverändert großen Sorgen wegen des Umfangs des Flüchtlingszuzugs. Ähnlich wie im Vormonat bekennt jeder Zweite (50 Prozent), dass ihm die große Zahl der Flüchtlinge Angst macht. Vor allem kulturelle Vorbehalte werden sichtbar: Ob die Flüchtlinge eine Bereicherung für das Leben in Deutschland sind, spaltet die Bundesbürger in zwei praktisch gleich große Lager. Die ökonomischen Folgen werden wohlwollender bewertet: 56 Prozent sind der Meinung, dass Zuwanderer längerfristig gesehen auf dem deutschen Arbeitsmarkt gebraucht werden.

Bei den Bürgern, die ihre Angst bekennen, stehen wirtschaftlich begründete Sorgen auch eher hinten an. Bedeutsamer sind demgegenüber haushaltspolitische Befürchtungen. Auf der kulturellen Ebene begründen 78 Prozent ihre Sorge damit, dass der Einfluss des Islam durch die Flüchtlinge zu stark wird bzw. fremde Kulturen einen zu großen Einfluss bekommen (69 Prozent). Das wirtschaftlich begründete Sorgen von eher nachrangiger Bedeutung sind, spiegelt nicht zuletzt das gute konjunkturelle Umfeld in Deutschland wieder: 82 Prozent der Deutschen bewerten die ökonomische Situation als sehr gut bzw. gut – Rekordwert im ARD-DeutschlandTREND.

Ungeachtet der wohlwollenden Bewertung der Wirtschaftslage sinkt die Zufriedenheit mit dem Bundeskabinett weiter: 42 Prozent der Deutschen sind mit der Großen Koalition eher zufrieden - der niedrigste Wert in der laufenden Legislaturperiode. Auch die Bundeskanzlerin kämpft mit deutlichen Einbußen ihrer Popularität. Merkels Rückhalt sinkt im Vergleich zum Oktober um 5 Punkte auf 49 Prozent - der niedrigste Stand seit Oktober 2011.

Von den aktuell in der Koalition diskutierten Maßnahmen der Flüchtlingspolitik finden die vom bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer geforderten Transitzonen an den Grenzen breite Unterstützung (69 Prozent). 71 Prozent befürworten auch die Einführung einer Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen. Drei Viertel (75 Prozent) sprechen sich für die Einführung eines Gesetzes aus, das Zuwanderer auf deutsche Grundwerte verpflichtet. Zugleich plädiert eine klare Mehrheit der Deutschen (63 Prozent) für die Bereitstellung größerer finanzieller Mittel, um den Flüchtlingen hierzulande eine bessere Integration zu ermöglichen. Die Aussetzung des Familiennachzugs u.a. für Bürgerkriegsflüchtlinge finden 56 Prozent nicht richtig, den Bau eines Zaunes an der Grenze zu Österreich lehnen 78 Prozent ab.

Unter der Kritik an der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung leidet nach wie vor am stärksten die Union, die derzeit auf 37 Prozent käme (-3 Punkte gegenüber Oktober). Die SPD käme erneut auf 24 Prozent. Während die Grünen etwas zulegen (11 Prozent, +1), bleiben Linke (9 Prozent) und FDP (5 Prozent) konstant. Die AfD vermag ihren Wähleranteil auf 8 Prozent (+2) auszubauen.

Trotz der Sorgen und der Kritik an der Bundesregierung findet die „Pegida“-Bewegung, die zum Teil als fremdenfeindlich charakterisiert wird, weniger Rückhalt in der Bevölkerung als noch zu Jahresbeginn (17 Prozent, -5).

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.003 Befragte
Fragen zur wirtschaftlichen Situation: ca. 500 Befragte
Sonntagsfrage: 1.503 Befragte

Erhebungszeitraum:2. bis 3. November 2015
Sonntagsfrage: 2. bis 4. November 2015


Fehlertoleranz:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de