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ARD-DeutschlandTREND

September 2015

Knapp die Hälfte der Bundesbürger sieht eher Vorteile in der Zuwanderung nach Deutschland

Knapp die Hälfte der Bundesbürger sieht eher Vorteile in der Zuwanderung nach Deutschland

Mehrheit hat keine Angst vor zu vielen Flüchtlingen

Mehrheit hat keine Angst vor zu vielen Flüchtlingen

Einstellung zum Thema Flüchtlinge (West-/ Ost-Vergleich)

Einstellung zum Thema Flüchtlinge (West-/ Ost-Vergleich)

Jeder Zweite fordert mehr Schutz der Flüchtlinge vor fremdenfeindlichen Übergriffen

Jeder Zweite fordert mehr Schutz der Flüchtlinge vor fremdenfeindlichen Übergriffen

Breite Mehrheit für legale Einreisemöglichkeiten

Breite Mehrheit für legale Einreisemöglichkeiten

Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen stabil

Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen stabil

Hohe Akzeptanz für Flucht aus Kriegsregionen, geringes Verständnis für Flucht aus wirtschaftlichen Gründen

Hohe Akzeptanz für Flucht aus Kriegsregionen, geringes Verständnis für Flucht aus wirtschaftlichen Gründen

Aufnahme von Flüchtlingen: Akteptanz verschiedener Fluchtgründe im Zeitverlauf

Aufnahme von Flüchtlingen: Akteptanz verschiedener Fluchtgründe im Zeitverlauf

Mehrheit lehnt Leistungskürzung ab - befürwortet aber Umstellung auf Sachleistungen

Mehrheit lehnt Leistungskürzung ab - befürwortet aber Umstellung auf Sachleistungen

Mehrheit findet Merkels Handeln in der Flüchtlingspolitik nicht angemessen

Mehrheit findet Merkels Handeln in der Flüchtlingspolitik nicht angemessen

Politikerbewertung: Merkel mit Ansehenseinbußen

Politikerbewertung: Merkel mit Ansehenseinbußen

Politikerzufriedenheit: Angela Merkel

Politikerzufriedenheit: Angela Merkel

Regierungszufriedenheit: Schwarz-Rot überzeugt überwiegend

Regierungszufriedenheit: Schwarz-Rot überzeugt überwiegend

Sonntagsfrage: Regierungsparteien stabil

Sonntagsfrage: Regierungsparteien stabil

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Knapp die Hälfte der Bundesbürger sieht eher Vorteile in der Zuwanderung nach Deutschland

Knapp die Hälfte der Bundesbürger sieht eher Vorteile in der Zuwanderung nach Deutschland

Mehrheit hat keine Angst vor zu vielen Flüchtlingen

Mehrheit hat keine Angst vor zu vielen Flüchtlingen

Einstellung zum Thema Flüchtlinge (West-/ Ost-Vergleich)

Einstellung zum Thema Flüchtlinge (West-/ Ost-Vergleich)

Jeder Zweite fordert mehr Schutz der Flüchtlinge vor fremdenfeindlichen Übergriffen

Jeder Zweite fordert mehr Schutz der Flüchtlinge vor fremdenfeindlichen Übergriffen

Breite Mehrheit für legale Einreisemöglichkeiten

Breite Mehrheit für legale Einreisemöglichkeiten

Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen stabil

Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen stabil

Hohe Akzeptanz für Flucht aus Kriegsregionen, geringes Verständnis für Flucht aus wirtschaftlichen Gründen

Hohe Akzeptanz für Flucht aus Kriegsregionen, geringes Verständnis für Flucht aus wirtschaftlichen Gründen

Aufnahme von Flüchtlingen: Akteptanz verschiedener Fluchtgründe im Zeitverlauf

Aufnahme von Flüchtlingen: Akteptanz verschiedener Fluchtgründe im Zeitverlauf

Mehrheit lehnt Leistungskürzung ab - befürwortet aber Umstellung auf Sachleistungen

Mehrheit lehnt Leistungskürzung ab - befürwortet aber Umstellung auf Sachleistungen

Mehrheit findet Merkels Handeln in der Flüchtlingspolitik nicht angemessen

Mehrheit findet Merkels Handeln in der Flüchtlingspolitik nicht angemessen

Politikerbewertung: Merkel mit Ansehenseinbußen

Politikerbewertung: Merkel mit Ansehenseinbußen

Politikerzufriedenheit: Angela Merkel

Politikerzufriedenheit: Angela Merkel

Regierungszufriedenheit: Schwarz-Rot überzeugt überwiegend

Regierungszufriedenheit: Schwarz-Rot überzeugt überwiegend

Sonntagsfrage: Regierungsparteien stabil

Sonntagsfrage: Regierungsparteien stabil

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Angesichts der in großer Zahl in Deutschland eintreffenden Flüchtlinge wird verstärkt über die Zuwanderung debattiert. Knapp die Hälfte der Bundesbürger (45 Prozent) bewertet Zuwanderung ganz allgemein als eher vorteilhaft für Deutschland. Ein Drittel (33 Prozent) sieht hingegen eher Nachteile, auch weil ihnen die große Flüchtlingszahl Angst macht (64 Prozent). Dies sind überdurchschnittlich häufig Personen mit eher niedrigem sozialen Status. In der Gesamtbevölkerung geben 38 Prozent an, dass ihnen die Thematik Angst macht. Hingegen hat eine Mehrheit von 59 Prozent der Bürger keine Angst davor, dass viele Flüchtlinge zu uns kommen.

Nahezu alle Bundesbürger (95 Prozent) begrüßen die große private Hilfsbereitschaft. Zugleich geben für 87 Prozent der Deutschen die gewalttätigen Proteste gegen Flüchtlinge Anlass zu Scham. Jeder Zweite (50 Prozent) ist der Meinung, dass die deutschen Behörden zu wenig tun, um Ausländer und Flüchtlinge vor solchen Übergriffen zu schützen. Genauso viele kritisieren die Politik in Deutschland, weil sie sich aus ihrer Sicht nicht um eine angemessene Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge kümmert.

Nach wie vor stoßen die meisten Fluchtgründe auf hohe Akzeptanz. Selbst in der Gruppe der Personen, denen die vielen Flüchtlinge Angst machen,  sagen fast alle (94 Prozent), dass die Aufnahme (Bürger-)Kriegsflüchtlingen richtig sei. Einzig die Flucht aus wirtschaftlichen Gründen wird von 65 Prozent aller Bürger nicht als legitimer Grund für eine Aufnahme in Deutschland angesehen.

Bei der Suche nach einer europäischen Lösung fordern hierzulande 92 Prozent die Verteilung der Asylsuchenden auf alle 28 EU-Mitglieder nach einer festgelegten Quote. Fast ebenso viele, 85 Prozent, sprechen sich dafür aus, legale Einreisemöglichkeiten zu schaffen, um Flüchtlingen gefährliche Wege, z. B. über das Mittelmeer, zu ersparen. Die Wiedereinführung von Grenzkontrollen wird von einer knappen Mehrheit (52 Prozent) abgelehnt, 45 Prozent  sind dafür.

Eine generelle Kürzung der Leistungen an Asylsuchende hält mehr als die Hälfte der Bundesbürger nicht für den richtigen Weg (54 Prozent). Sieben von Zehn (72 Prozent) halten allerdings eine Umstellung von Geld- auf Sachleistungen für richtig. Eine konsequentere Abschiebung von bereits abgelehnten Asylbewerbern findet eine große Mehrheit von 79 Prozent sinnvoll.

Auf Kritik stößt Kanzlerin Merkels Zurückhaltung bei der Flüchtlingsthematik: 53 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass die Bundeskanzlerin bisher in der Flüchtlingspolitik nicht angemessen gehandelt hat. Dies hinterlässt auch Spuren bei der Bewertung ihrer Amtsführung, mit der aktuell 63 Prozent zufrieden sind, ein Minus von 4 Punkten gegenüber dem Vormonat. Merkel genießt also weiterhin hohe Wertschätzung, verzeichnet damit aber zugleich ihren niedrigsten Wert im ARD-DeutschlandTREND seit Dezember 2012.

Die politische Stimmung in Deutschland ist im September stabil. Wenn bereits am nächsten Sonntag der Bundestag neu gewählt würde, käme die Union unverändert auf 42 Prozent der Stimmen. Gleiches gilt für die SPD, die 24 Prozent erreichen würde. Ein Plus von einem Punkt binnen Monatsfrist verzeichnen die Grünen auf jetzt 12 Prozent. Im Unterschied dazu verlieren sowohl die Linke (8 Prozent, -1) als auch die FDP (4 Prozent, -1) leicht. Die AfD verharrt bei 4 Prozent.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.001 Befragte
Sonntagsfrage: 1.501 Befragte

Erhebungszeitraum:31. August bis 01. September 2015
Sonntagsfrage: 31. August bis 02. September 2015

Fehlertoleranz:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de