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ARD-DeutschlandTREND

April 2016

Überwiegend Ablehnung des EU-Türkei-Abkommens

Überwiegend Ablehnung des EU-Türkei-Abkommens

Folgen des EU-Türkei-Abkommens

Folgen des EU-Türkei-Abkommens

Deutschlands Partner: Kaum Vertrauen in die Türkei

Deutschlands Partner: Kaum Vertrauen in die Türkei

EU-Beitritt der Türkei: Deutliche Mehrheit dagegen

EU-Beitritt der Türkei: Deutliche Mehrheit dagegen

Weiterhin Mehrheit unzufrieden mit Merkels Flüchtlingspolitik

Weiterhin Mehrheit unzufrieden mit Merkels Flüchtlingspolitik

Reformvorschläge der EU zum Asylrecht mehrheitlich begrüßt

Reformvorschläge der EU zum Asylrecht mehrheitlich begrüßt

Terrorgefahr: Zwei Drittel fürchten Anschläge in Deutschland

Terrorgefahr: Zwei Drittel fürchten Anschläge in Deutschland

Ansichten zur Terrorbedrohung

Ansichten zur Terrorbedrohung

Politikerbewertung: Steinmeier legt zu, Gabriel verliert

Politikerbewertung: Steinmeier legt zu, Gabriel verliert

Politikerzufriedenheit: Merkel vs. Gabriel

Politikerzufriedenheit: Merkel vs. Gabriel

Zufriedenheit mit der Bundesregierung

Zufriedenheit mit der Bundesregierung

Sonntagsfrage: SPD im Rekordtief, AfD auf Rekordhoch

Sonntagsfrage: SPD im Rekordtief, AfD auf Rekordhoch

Sonntagsfrage in West- und Ostdeutschland

Sonntagsfrage in West- und Ostdeutschland

Vier von zehn sehen Schwarz-Grün positiv

Vier von zehn sehen Schwarz-Grün positiv

Aussagen zu Koalitionen aus Union und Grünen

Aussagen zu Koalitionen aus Union und Grünen

Bundespräsident Gauck genießt hohes Ansehen

Bundespräsident Gauck genießt hohes Ansehen

Statements about Coalitions of Union and Greens
Party supporters

Statements about Coalitions of Union and Greens Party supporters

Überwiegend Ablehnung des EU-Türkei-Abkommens

Überwiegend Ablehnung des EU-Türkei-Abkommens

Folgen des EU-Türkei-Abkommens

Folgen des EU-Türkei-Abkommens

Deutschlands Partner: Kaum Vertrauen in die Türkei

Deutschlands Partner: Kaum Vertrauen in die Türkei

EU-Beitritt der Türkei: Deutliche Mehrheit dagegen

EU-Beitritt der Türkei: Deutliche Mehrheit dagegen

Weiterhin Mehrheit unzufrieden mit Merkels Flüchtlingspolitik

Weiterhin Mehrheit unzufrieden mit Merkels Flüchtlingspolitik

Reformvorschläge der EU zum Asylrecht mehrheitlich begrüßt

Reformvorschläge der EU zum Asylrecht mehrheitlich begrüßt

Terrorgefahr: Zwei Drittel fürchten Anschläge in Deutschland

Terrorgefahr: Zwei Drittel fürchten Anschläge in Deutschland

Ansichten zur Terrorbedrohung

Ansichten zur Terrorbedrohung

Politikerbewertung: Steinmeier legt zu, Gabriel verliert

Politikerbewertung: Steinmeier legt zu, Gabriel verliert

Politikerzufriedenheit: Merkel vs. Gabriel

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Zufriedenheit mit der Bundesregierung

Zufriedenheit mit der Bundesregierung

Sonntagsfrage: SPD im Rekordtief, AfD auf Rekordhoch

Sonntagsfrage: SPD im Rekordtief, AfD auf Rekordhoch

Sonntagsfrage in West- und Ostdeutschland

Sonntagsfrage in West- und Ostdeutschland

Vier von zehn sehen Schwarz-Grün positiv

Vier von zehn sehen Schwarz-Grün positiv

Aussagen zu Koalitionen aus Union und Grünen

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Bundespräsident Gauck genießt hohes Ansehen

Bundespräsident Gauck genießt hohes Ansehen

Statements about Coalitions of Union and Greens
Party supporters

Statements about Coalitions of Union and Greens Party supporters

Das Flüchtlingsabkommen der Europäischen Union mit der Türkei stößt in der Bevölkerung überwiegend auf Ablehnung. Nach Meinung von 56 Prozent handelt es sich um ein schlechtes Abkommen. Lediglich 39 Prozent sind der Auffassung, dass die guten Seiten überwiegen. Insgesamt hat sich damit die Bewertung  des Abkommens gegenüber den im letzten Monat gemessenen Erwartungen verschlechtert. Fraglich ist aus Sicht vieler Bürger, ob das Ziel der Vereinbarungen, nämlich eine Reduzierung der Flüchtlingszahlen, überhaupt erreicht werden wird. Vier von zehn (41 Prozent) gehen davon aus, dass die  Zuwanderung durch Flüchtlinge unverändert anhalten wird und weitere 14 Prozent befürchten sogar, sie werde eher noch zunehmen. Mit einer Reduzierung der nach Europa kommenden Flüchtlingszahlen rechnen 40 Prozent der Bevölkerung. Ein Grund für die Skepsis ist sicherlich, dass die Türkei hierzulande generell als wenig glaubwürdiger Partner erscheint. Lediglich 17 Prozent der Deutschen halten das Land am Bosporus für vertrauenswürdig, die große Mehrheit von 79 Prozent ist gegenteiliger Meinung. Der NATO-Partner Türkei liegt damit abgeschlagen auf dem letzten Platz der abgefragten Länder – sogar nach dem ebenfalls kritisch bewerteten Russland. Trotz der engen Zusammenarbeit mit der Türkei in der Flüchtlingskrise, spricht sich der überwiegende Teil der Deutschen gegen einen EU-Beitritt der Türkei aus (68 Prozent).

 

Nach wie vor vermag die Bundeskanzlerin die Bürger mehrheitlich nicht von ihrer Asyl- und Flüchtlingspolitik zu überzeugen: Aktuell sind 58 Prozent damit unzufrieden. Weiterhin äußert sich nur eine Minderheit (42 Prozent, +3 Punkte im Vergleich zum März) zufrieden mit Merkels Kurs in der Flüchtlingspolitik. Eine europaweite Vereinheitlichung des Asylverfahrens und die Übertragung der Zuständigkeit dafür an die EU sehen 58 Prozent als einen Vorschlag an, der in die richtige Richtung geht.

 

Nach den Terrorattacken in Brüssel fürchten zwei Drittel der Deutschen (67 Prozent), dass es in nächster Zeit auch hierzulande Anschläge geben wird. Dabei geht die Mehrzahl (58 Prozent) davon aus, dass unser Land alles in allem gut gegen terroristische Angriffe geschützt sei. Größere Vorsicht im persönlichen Verhalten scheint dennoch vielen Bürgern angebracht zu sein (46 Prozent). 

 

Derzeit sind 48 Prozent der Deutschen mit der Regierungsarbeit der Großen Koalition zufrieden. Somit steigt das Ansehen der Regierung erneut an: plus 7 Prozentpunkte im Vergleich zum März. Gleichwohl blickt weiterhin eine knappe Mehrheit (51 Prozent) kritisch auf die schwarz-rote Koalition. Beliebtester Politiker bleibt Außenminister Steinmeier mit 74 Prozent (+4). Nach ihrem Ansehenstief im Februar erreicht Kanzlerin Merkel derzeit eine Zustimmungsrate von 56 Prozent (+2). Der SPD-Vorsitzende und Wirtschaftsminister Gabriel verzeichnet mit 39 Prozent (-5) seinen schlechtesten Wert in der laufenden Legislatur.

 

In der aktuellen politischen Stimmung haben AfD, Grüne und FDP durch ihr Abschneiden bei den Landtagswahlen Mitte März Rückenwind. Aktuell käme die Union auf 34 Prozent (-2 Punkte im Vergleich zum DeutschlandTREND vor einem Monat) – der niedrigste Wert für die CDU/CSU seit Juni 2012. Die SPD erreicht 21 Prozent (-2) – Rekordtiefstand im ARD-DeutschlandTREND für die Sozialdemokraten. Die AfD käme nach ihren Erfolgen bei den drei Landtagswahlen bundesweit auf 14 Prozent (+3) – Rekordhoch im ARD-DeutschlandTREND. Knapp dahinter liegen die Grünen mit 13 Prozent (+3). Die FDP (+1) käme wie die Linke
(-2) auf 7 Prozent. 

Die Wahlberechtigten in Deutschland sind insgesamt offener gegenüber Koalitionen aus Union und Grünen geworden: 40 Prozent sind der Meinung, das Schwarz-Grün Deutschland in wichtigen Fragen nach vorne bringen könnte (31 Prozent im Dezember 2010). In den beiden Anhängerschaften sind die der Grünen deutlich stärker von Vorteilen einer solchen Koalition überzeugt als die Anhänger der CDU/CSU.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.005 Befragte
Sonntagsfrage: 1.505 Befragte
Frage zur Reform Asyl in Europa: 501 Befragte

Erhebungszeitraum:04. bis 05. April 2016
Sonntagfrage: 04. bis 06. April 2016

Fehlertoleranz:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de