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ARD-DeutschlandTREND

Februar 2016

Grundstimmung in Deutschland eingetrübt

Grundstimmung in Deutschland eingetrübt

Unzufriedenheit mit der Bundesregierung wächst

Unzufriedenheit mit der Bundesregierung wächst

Bundesregierung hat die Flüchtlingssituation nicht im Griff

Bundesregierung hat die Flüchtlingssituation nicht im Griff

Aussagen zur großen Koalition

Aussagen zur großen Koalition

Konstant hohe Bereitschaft für Aufnahme von Kriegsflüchtlingen

Konstant hohe Bereitschaft für Aufnahme von Kriegsflüchtlingen

Aufnahme von Flüchtlingen: Akzeptanz verschiedener Fluchtgründe

Aufnahme von Flüchtlingen: Akzeptanz verschiedener Fluchtgründe

Leistungskürzungen für integrationsunwillige Flüchtlinge findet hohe Zustimmung

Leistungskürzungen für integrationsunwillige Flüchtlinge findet hohe Zustimmung

Bewertung der Maßnahmen der Flüchtlingspolitk

Bewertung der Maßnahmen der Flüchtlingspolitk

Massiver Rückgang der Zufriedenheit mit Bundeskanzlerin Merkel

Massiver Rückgang der Zufriedenheit mit Bundeskanzlerin Merkel

Politikerzufriedenheit Angela Merkel

Politikerzufriedenheit Angela Merkel

Sonntagsfrage: Tiefster Wert für die Union in der laufenden Legislaturperiode

Sonntagsfrage: Tiefster Wert für die Union in der laufenden Legislaturperiode

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Gerechtigkeitsfrage spaltet die Bevölkerung

Gerechtigkeitsfrage spaltet die Bevölkerung

Europäische Union: AfD-Anhängerschaft sieht überwiegend Nachteile für Deutschland

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Furcht vor großen Menschenansammlungen hat nachgelassen

Furcht vor großen Menschenansammlungen hat nachgelassen

Grundstimmung in Deutschland eingetrübt

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Unzufriedenheit mit der Bundesregierung wächst

Unzufriedenheit mit der Bundesregierung wächst

Bundesregierung hat die Flüchtlingssituation nicht im Griff

Bundesregierung hat die Flüchtlingssituation nicht im Griff

Aussagen zur großen Koalition

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Konstant hohe Bereitschaft für Aufnahme von Kriegsflüchtlingen

Konstant hohe Bereitschaft für Aufnahme von Kriegsflüchtlingen

Aufnahme von Flüchtlingen: Akzeptanz verschiedener Fluchtgründe

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Leistungskürzungen für integrationsunwillige Flüchtlinge findet hohe Zustimmung

Leistungskürzungen für integrationsunwillige Flüchtlinge findet hohe Zustimmung

Bewertung der Maßnahmen der Flüchtlingspolitk

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Massiver Rückgang der Zufriedenheit mit Bundeskanzlerin Merkel

Massiver Rückgang der Zufriedenheit mit Bundeskanzlerin Merkel

Politikerzufriedenheit Angela Merkel

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Sonntagsfrage: Tiefster Wert für die Union in der laufenden Legislaturperiode

Sonntagsfrage: Tiefster Wert für die Union in der laufenden Legislaturperiode

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

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Gerechtigkeitsfrage spaltet die Bevölkerung

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Europäische Union: AfD-Anhängerschaft sieht überwiegend Nachteile für Deutschland

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Furcht vor großen Menschenansammlungen hat nachgelassen

Furcht vor großen Menschenansammlungen hat nachgelassen

Parallel zu einer überwiegend von Beunruhigung geprägten Grundstimmung in Deutschland wächst die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung. Eine Mehrheit von 61 Prozent ist unzufrieden mit der politischen Arbeit der Großen Koalition, 38 Prozent äußern sich zufrieden. Dies ist die schlechteste Beurteilung in der laufenden Legislaturperiode. Darunter leidet vor allem die Union, der aktuell nur noch 35 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme geben würden – ein Minus von 4 Punkten im Vergleich zum Januar. Die SPD hält ihren Wähleranteil konstant bei 24 Prozent. Während die Grünen leicht verlieren (10 Prozent, -1), gewinnen sowohl Linke (9 Prozent, +1) als auch FDP (5 Prozent ,+1) leicht hinzu. Die AfD verbessert sich binnen eines Monats um drei Punkte auf 12 Prozent und platziert sich damit aktuell als drittstärkste Kraft.

 

Auch die Leistung der Bundeskanzlerin sieht die Bevölkerung zunehmend kritisch: Nur noch knapp die Hälfte der Bundesbürger  (46 Prozent) ist derzeit zufrieden mit Angela Merkel – ihr schlechtester Wert seit August 2011. Hauptgrund für die aktuelle Unzufriedenheit mit Regierung und Kanzlerin ist im Umgang mit der Flüchtlingssituation begründet: Acht von zehn Bundesbürgern (81 Prozent) haben den Eindruck, dass die Regierung die Flüchtlingssituation nicht im Griff hat – eine Einschätzung, die nicht nur von den Anhängern der Oppositions-, sondern auch der Regierungsparteien geteilt wird. Von einer breiten Mehrheit (93 Prozent) wird bemängelt, dass die Koalitionspartner stärker gemeinsame Lösungen vorantreiben sollten, anstatt Streit in der Öffentlichkeit auszutragen. Dass sich die CSU offensiv gegen die Kanzlerin positioniert, sehen zugleich 45 Prozent positiv.

 

Bei aller Kritik an der Flüchtlingspolitik der Regierung wird die Aufnahme von Flüchtlingen aus Kriegsgebieten von den Deutschen nach wie vor nahezu einhellig befürwortet: 94 Prozent finden das richtig. Auch die Bereitschaft zur Aufnahme von politisch oder religiös Verfolgten ist mit 73 Prozent weiterhin hoch.  Bemerkenswert: Auch bei Bürgern, die der Meinung sind, dass die Bundesregierung die Flüchtlingssituation nicht im Griff hat, wird die Aufnahme politisch Verfolgter und von Kriegsflüchtlingen nicht in Frage gestellt. Auf deutliche Ablehnung stößt hingegen die Aufnahme von Menschen, die in ihrem Heimatland keine Arbeit und kein Auskommen haben: 71 Prozent finden das nicht richtig.

Der Vorschlag von Bundessozialministerin Nahles, Flüchtlingen, die sich den Integrationsangeboten verweigern, staatliche Leistungen zu kürzen, findet bei 88 Prozent Zustimmung. Auch die Einstufung von Algerien, Marokko und Tunesien als sichere Herkunftsländer befürwortet eine große Mehrheit (78 Prozent). Für eine Wiedereinführung von Grenzkontrollen zwischen den EU-Ländern spricht sich gut jeder zweite Bundesbürger (53 Prozent) aus, 42 Prozent stehen Grenzkontrollen skeptisch gegenüber.  Einzig die AfD-Anhänger sind mit großer Mehrheit (88 Prozent) für Kontrollen an den Grenzen zwischen den EU-Ländern.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.004 Befragte
Sonntagsfrage: 1.504 Befragte

Erhebungszeitraum:1. bis 2. Februar 2016

Fehlertoleranz:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de