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ARD-DeutschlandTREND

Januar 2016

Themenagenda 2016: Flüchtlingssituation mit Abstand auf Platz 1

Themenagenda 2016: Flüchtlingssituation mit Abstand auf Platz 1

Nach Übergriffen in Köln: Große Mehrheit für Ausweitung der Videoüberwachung

Nach Übergriffen in Köln: Große Mehrheit für Ausweitung der Videoüberwachung

Ausweitung der Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen

Ausweitung der Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen

Zuwanderung wird in West und Ost ambivalent beurteilt

Zuwanderung wird in West und Ost ambivalent beurteilt

Mehrheit für Grenzkontrollen zwischen EU-Ländern

Mehrheit für Grenzkontrollen zwischen EU-Ländern

Zutrauen in die Union beim Thema „Flüchtlinge“ am größten

Zutrauen in die Union beim Thema „Flüchtlinge“ am größten

Furcht vor Terroranschlägen gestiegen

Furcht vor Terroranschlägen gestiegen

Bewertung der Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung

Bewertung der Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung

Verhältnisse in Deutschland und in der Welt für viele beunruhigend

Verhältnisse in Deutschland und in der Welt für viele beunruhigend

Bedrohung für Deutschland durch die politische Lage in der Welt

Bedrohung für Deutschland durch die politische Lage in der Welt

Großes Vertrauen in die deutsche Polizei

Großes Vertrauen in die deutsche Polizei

Jeder Zweite zufrieden mit der Bundesregierung

Jeder Zweite zufrieden mit der Bundesregierung

Politikerbewertung: Schäuble und Steinmeier an der Spitze, Merkel legt zu

Politikerbewertung: Schäuble und Steinmeier an der Spitze, Merkel legt zu

Politikerzufriedenheit Angela Merkel

Politikerzufriedenheit Angela Merkel

Sonntagsfrage: Leichte Zugewinne für die Union

Sonntagsfrage: Leichte Zugewinne für die Union

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Wirtschaftliche Lage weiterhin positiv bewertet

Wirtschaftliche Lage weiterhin positiv bewertet

Themenagenda 2016: Flüchtlingssituation mit Abstand auf Platz 1

Themenagenda 2016: Flüchtlingssituation mit Abstand auf Platz 1

Nach Übergriffen in Köln: Große Mehrheit für Ausweitung der Videoüberwachung

Nach Übergriffen in Köln: Große Mehrheit für Ausweitung der Videoüberwachung

Ausweitung der Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen

Ausweitung der Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen

Zuwanderung wird in West und Ost ambivalent beurteilt

Zuwanderung wird in West und Ost ambivalent beurteilt

Mehrheit für Grenzkontrollen zwischen EU-Ländern

Mehrheit für Grenzkontrollen zwischen EU-Ländern

Zutrauen in die Union beim Thema „Flüchtlinge“ am größten

Zutrauen in die Union beim Thema „Flüchtlinge“ am größten

Furcht vor Terroranschlägen gestiegen

Furcht vor Terroranschlägen gestiegen

Bewertung der Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung

Bewertung der Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung

Verhältnisse in Deutschland und in der Welt für viele beunruhigend

Verhältnisse in Deutschland und in der Welt für viele beunruhigend

Bedrohung für Deutschland durch die politische Lage in der Welt

Bedrohung für Deutschland durch die politische Lage in der Welt

Großes Vertrauen in die deutsche Polizei

Großes Vertrauen in die deutsche Polizei

Jeder Zweite zufrieden mit der Bundesregierung

Jeder Zweite zufrieden mit der Bundesregierung

Politikerbewertung: Schäuble und Steinmeier an der Spitze, Merkel legt zu

Politikerbewertung: Schäuble und Steinmeier an der Spitze, Merkel legt zu

Politikerzufriedenheit Angela Merkel

Politikerzufriedenheit Angela Merkel

Sonntagsfrage: Leichte Zugewinne für die Union

Sonntagsfrage: Leichte Zugewinne für die Union

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Wirtschaftliche Lage weiterhin positiv bewertet

Wirtschaftliche Lage weiterhin positiv bewertet

Nach den zahlreichen Straftaten in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof und in anderen Städten wollen 30 Prozent aller Deutschen größere Menschenansammlungen meiden. Frauen haben dies deutlich häufiger vor (37 Prozent) als Männer (21 Prozent). Eine Ausweitung der Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen befürworten 82 Prozent der Bundesbürger. Die nach den Ereignissen in Köln laut gewordene Kritik am Agieren der Kölner Polizei hat aktuell nicht zu einem generellen Vertrauensentzug gegenüber den Sicherheitskräften geführt. Das Vertrauen in die Polizei ist am Mittwoch mit 77 Prozent nahezu genauso groß wie zu Beginn der Woche (79 Prozent).

Die Flüchtlingssituation ist aus Sicht der Bürger das mit Abstand wichtigste Thema in diesem Jahr. Drei Viertel (73 Prozent) sind der Meinung, dass sich die Bundesregierung vorrangig um den Komplex Zuwanderung kümmern sollte. Der Arbeitsmarkt (10 Prozent) und die wirtschaftliche Situation (8 Prozent) werden von rund jedem Zehnten genannt und spielen damit eine deutlich nachrangigere Rolle.

Die Zuwanderung nach Deutschland stößt weiterhin auf ein geteiltes Echo: Dass die Bundesrepublik daraus eher Vorteile ziehen wird, glauben 38 Prozent, während 41 Prozent davon ausgehen, dass die Nachteile überwiegen werden. Die Einführung einer Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen befürworten aktuell 61 Prozent. Mehr Zustimmung erhält mit 75 Prozent die Idee, ein Gesetz einzuführen, das Zuwanderer auf deutsche Grundwerte verpflichtet.  Eine Mehrheit von 57 Prozent findet die Wiedereinführung von Grenzkontrollen innerhalb der Europäischen Union richtig. Die Verweigerung der Einreise für Flüchtlinge, die keine gültigen Ausweispapiere besitzen, findet bei 51 Prozent Zustimmung.

Die Bundesbürger trauen am ehesten der Union zu, die Flüchtlingssituation in den Griff zu bekommen. Knapp vier von zehn schreiben den beiden Unionsparteien hier die größte Kompetenz zu. Demgegenüber haben allerdings ebenfalls knapp vier von zehn Zweifel, ob die politischen Parteien diese Aufgabe lösen können.

Aktuell äußern 68 Prozent der Bürger die Befürchtung, dass es in nächster Zeit in Deutschland terroristische Anschläge geben könnte. Damit haben sich nach dem Münchner Terroralarm in der Silvesternacht die Sorgen der Bevölkerung merklich verstärkt (+7 Punkte im Vergleich zum Dezember).

Spitzenreiter der Politikerbewertung sind Finanzminister Schäuble und Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit einer Zufriedenheitsrate von 72  bzw. 71 Prozent. Bundeskanzlerin Merkel legt binnen Monatsfrist 4 Punkte zu und bekommt derzeit von 58 Prozent der Deutschen gute Noten.

Nicht nur die Parteivorsitzenden Merkel und Seehofer verbessern ihre Zufriedenheitswerte, auch  die CDU/CSU legt im Urteil der Bundesbürger leicht zu und könnte derzeit mit 39 Prozent (+2) der Stimmen rechnen. Die SPD büßt hingegen leicht ein und käme auf 24 Prozent (-1). Die Grünen lägen wie vor vier Wochen bei 11 Prozent, die Linke ebenfalls unverändert bei 8 Prozent. Den Liberalen bliebe wie schon im Dezember der Einzug in den Bundestag aktuell verwehrt (4 Prozent). Die AfD könnte dagegen trotz leichter Verluste mit einem Einzug in den Bundestag rechnen (9 Prozent, -1).

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30

Erhebungsverfahren:Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.004 Befragte
Sonntagsfrage: 1.504 Befragte
Zusatzfragen: 500 Befragte

Erhebungszeitraum:4. bis 5. Januar 2016
Sonntagsfrage: 4. bis 6. Januar 2016
Zusatzfragen: 6. Januar 2016

Fehlertoleranz:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
Bei 500 Befragten: 1,9* bis 4,4** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5 Prozent
** bei einem Anteilswert von 50 Prozent

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de