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ARD-DeutschlandTREND

Juli 2016

Jeder Zweite sieht Ergebnisse von Volksentscheiden skeptisch

Jeder Zweite sieht Ergebnisse von Volksentscheiden skeptisch

Mehrheit sieht in der EU-Mitgliedschaft eher Vorteile

Mehrheit sieht in der EU-Mitgliedschaft eher Vorteile

Stärkere Zusammenarbeit in Europa gefordert

Stärkere Zusammenarbeit in Europa gefordert

Zukünftig mehr oder weniger Zusammenarbeit der EU-Länder?

Zukünftig mehr oder weniger Zusammenarbeit der EU-Länder?

Aussagen über die Europäische Union

Aussagen über die Europäische Union

Nach dem Brexit-Referendum: Mehrheit erwartet keine 
Verschlechterung der deutsch-britischen Beziehungen

Nach dem Brexit-Referendum: Mehrheit erwartet keine Verschlechterung der deutsch-britischen Beziehungen

Vertrauen in Großbritannien als Partner für Deutschland sinkt

Vertrauen in Großbritannien als Partner für Deutschland sinkt

Bewertung EU-Politiker: Schulz mit höherem Ansehen als Juncker

Bewertung EU-Politiker: Schulz mit höherem Ansehen als Juncker

Politikerbewertung: Merkel legt deutlich zu, Seehofer verliert deutlich

Politikerbewertung: Merkel legt deutlich zu, Seehofer verliert deutlich

Politikerzufriedenheit

Politikerzufriedenheit

Steigende Zufriedenheit mit der Bundesregierung

Steigende Zufriedenheit mit der Bundesregierung

Sonntagsfrage: Regierungsparteien verzeichnen Plus, AfD verliert

Sonntagsfrage: Regierungsparteien verzeichnen Plus, AfD verliert

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

NATO wichtig für Sicherheit in Europa

NATO wichtig für Sicherheit in Europa

Stärkere NATO-Präsenz in Osteuropa stößt auf Ablehnung

Stärkere NATO-Präsenz in Osteuropa stößt auf Ablehnung

Jeder Zweite hat Verständnis für Bedrohungsgefühl Russlands

Jeder Zweite hat Verständnis für Bedrohungsgefühl Russlands

Jeder Zweite sieht Ergebnisse von Volksentscheiden skeptisch

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Mehrheit sieht in der EU-Mitgliedschaft eher Vorteile

Mehrheit sieht in der EU-Mitgliedschaft eher Vorteile

Stärkere Zusammenarbeit in Europa gefordert

Stärkere Zusammenarbeit in Europa gefordert

Zukünftig mehr oder weniger Zusammenarbeit der EU-Länder?

Zukünftig mehr oder weniger Zusammenarbeit der EU-Länder?

Aussagen über die Europäische Union

Aussagen über die Europäische Union

Nach dem Brexit-Referendum: Mehrheit erwartet keine 
Verschlechterung der deutsch-britischen Beziehungen

Nach dem Brexit-Referendum: Mehrheit erwartet keine Verschlechterung der deutsch-britischen Beziehungen

Vertrauen in Großbritannien als Partner für Deutschland sinkt

Vertrauen in Großbritannien als Partner für Deutschland sinkt

Bewertung EU-Politiker: Schulz mit höherem Ansehen als Juncker

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Politikerbewertung: Merkel legt deutlich zu, Seehofer verliert deutlich

Politikerbewertung: Merkel legt deutlich zu, Seehofer verliert deutlich

Politikerzufriedenheit

Politikerzufriedenheit

Steigende Zufriedenheit mit der Bundesregierung

Steigende Zufriedenheit mit der Bundesregierung

Sonntagsfrage: Regierungsparteien verzeichnen Plus, AfD verliert

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Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

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NATO wichtig für Sicherheit in Europa

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Stärkere NATO-Präsenz in Osteuropa stößt auf Ablehnung

Stärkere NATO-Präsenz in Osteuropa stößt auf Ablehnung

Jeder Zweite hat Verständnis für Bedrohungsgefühl Russlands

Jeder Zweite hat Verständnis für Bedrohungsgefühl Russlands

Das Referendum in Großbritannien über einen Austritt des Landes aus der Europäischen Union hat eine Debatte über die Sinnhaftigkeit von Volksentscheiden ausgelöst. In Deutsch-land sind 42 Prozent der Ansicht, dass es bei Volksentscheiden zu besseren Entscheidungen kommt als bei Entscheidungen in den Parlamenten. Jeder Zweite (49 Prozent) vertritt hingegen die Auffassung, dass Volksentscheide keine besseren Ergebnisse bringen. Der Vergleich mit 2011 zeigt, dass die Bundesbürger gegenüber Volksentscheiden deutlich skeptischer geworden sind.

 

Die Brexit-Debatte hat offenbar ein europafreundliches Klima in der deutschen Bevölkerung befördert: Für 52 Prozent bringt die Mitgliedschaft Deutschlands in der EU überwiegend Vorteile mit sich, lediglich 11 Prozent sehen eher Nachteile. Nach Meinung von gut einem Drittel halten sich Vor- und Nachteile die Waage. Die positiven Bewertungen der EU-Mitgliedschaft haben nach dem britischen Referendum sprunghaft zugenommen (+13).

Mit Blick auf die Zukunft Europas fordert eine Mehrheit der Bürger (75 Prozent) eine engere Zusammenarbeit der europäischen Länder hin zu mehr gemeinsamer Politik. Über die Vorstellungen zu den institutionellen Formen einer engeren Zusammenarbeit ist damit allerdings noch nichts gesagt. Denn zugleich sind 61 Prozent der Wahlberechtigten in Deutsch-land der Meinung, dass sich die EU in zu viele nationale Angelegenheiten einmischt. Aller-dings erkennen rund drei Viertel an, dass die EU-Mitgliedschaft für wirtschaftlichen Wohl-stand (79 Prozent) und für Sicherheit in Europa (74 Prozent) sorgt.

 

Als Folge des EU-Referendums befürchten zwei Drittel (64 Prozent) ein Erstarken EU-feindlicher Parteien in Europa. Fast jeder Zweite (46 Prozent) geht davon aus, dass die EU ohne Großbritannien enger zusammenrücken wird. Eine Mehrheit glaubt nicht, dass sich die deutsch-britischen Beziehungen abkühlen werden (60 Prozent) oder dass weitere Austritte (56 Prozent) folgen werden. 69 Prozent rechnen nicht damit, dass sich die wirtschaftliche Situation in Deutschland verschlechtern wird. Das Vertrauen in Großbritannien ist allerdings in den letzten vier Wochen um 10 Punkte zurückgegangen auf aktuell 59 Prozent.

 

Kanzlerin Angela Merkel verbucht in diesem Monat einen deutlichen Ansehenszuwachs und überzeugt aktuell 59 Prozent (+9) der Deutschen mit ihrer Arbeit. Dies ist ihr bester Wert seit September 2015. Beliebtester Politiker bleibt Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit 74 Prozent (+3) Zustimmung. Zugleich gewinnt die Bundesregierung etwas Vertrauen zurück: Derzeit sind 48 Prozent mit der Arbeit der Großen Koalition zufrieden (+6).

 

Die politische Stimmung ist in diesem Monat etwas positiver für die Koalitionsparteien: Aktuell käme die CDU/CSU auf 34 Prozent (+2 Punkte im Vergleich zum Anfang Juni). Die SPD gewinnt ebenfalls hinzu und erreicht nun 22 Prozent (+1). Grüne (13 Prozent), Linke (9 Prozent) und FDP (6 Prozent) halten ihren Stimmenanteil konstant. Die AfD verliert binnen Monatsfrist 3 Punkte und würde aktuell 12 Prozent erreichen. Dies dürfte vor allem in der Europadebatte begründet sein, in deren Zuge die EU-skeptische AfD an Zustimmung verliert. Ob und wie die Streitigkeiten in Baden-Württemberg Einfluss auf den Rückhalt für die AfD haben, wird sich erst in den kommenden Tagen zeigen.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.004 Befragte
Sonntagsfrage: 1.504 Befragte

Erhebungszeitraum:4. bis 5. Juli 2016
Sonntagfrage: 4. bis 6. Juli 2016

Schwankungsbreite:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de