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ARD-DeutschlandTREND

Juni 2016

Armenien-Resolution des Bundestages: Drei Viertel befürworten Einstufung als Völkermord

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Visumspflicht: Harte Haltung gegenüber der Türkei gefordert

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Wenig Vertrauen gegenüber der Türkei

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Nur knappe Mehrheit sieht USA als vertrauenswürdigen Partner

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Zuwanderung: Bürger sehen mehr Nach- als Vorteile

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Große Zustimmung zum neuen Integrationsgesetz

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Bewertung der Bundesregierung: Unzufriedenheit wächst

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Politikerbewertung: Ansehenseinbußen für Merkel

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Politikerzufriedenheit: Angela Merkel

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Kanzler-Direktwahl: Merkel deutlich vor Gabriel

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Direktwahl Bundeskanzler/in: Merkel vs. Gabriel

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Sonntagsfrage: Union verliert leicht, SPD mit leichtem Plus

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Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

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BREXIT: Deutsche plädieren für Verbleib Großbritannien in der EU

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BREXIT: Wirtschaftliche Lage in der EU nach einem möglichen BREXIT

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Armenien-Resolution des Bundestages: Drei Viertel befürworten Einstufung als Völkermord

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Visumspflicht: Harte Haltung gegenüber der Türkei gefordert

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Wenig Vertrauen gegenüber der Türkei

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Nur knappe Mehrheit sieht USA als vertrauenswürdigen Partner

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Zuwanderung: Bürger sehen mehr Nach- als Vorteile

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Große Zustimmung zum neuen Integrationsgesetz

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Bewertung der Bundesregierung: Unzufriedenheit wächst

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Politikerbewertung: Ansehenseinbußen für Merkel

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Politikerzufriedenheit: Angela Merkel

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Kanzler-Direktwahl: Merkel deutlich vor Gabriel

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Direktwahl Bundeskanzler/in: Merkel vs. Gabriel

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Sonntagsfrage: Union verliert leicht, SPD mit leichtem Plus

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Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

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BREXIT: Deutsche plädieren für Verbleib Großbritannien in der EU

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BREXIT: Wirtschaftliche Lage in der EU nach einem möglichen BREXIT

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Der Bundestag will am heutigen Donnerstag einen Antrag beschließen, in dem die Vertreibung und Tötung von Armeniern im Osmanischen Reich vor 100 Jahren als Völkermord bezeichnet wird. Die Einstufung der Ereignisse als Völkermord durch das Parlament findet eine breite Mehrheit der deutschen Bevölkerung (74 Prozent) richtig. Zugleich bringen 57 Prozent ihre Sorge zum Ausdruck, dass eine entsprechende Entscheidung des Bundestags das Verhältnis zur Türkei in erheblichem Maße belasten würde.

Mit Blick auf die derzeitigen Verhandlungen zwischen der EU und der Türkei über die Ab-schaffung der Visumpflicht für türkische Staatsbürger fordert eine große Mehrheit der Bundesbürger eine harte Haltung gegenüber der Türkei. Neun von zehn (89 Prozent) sind der Meinung, dass alle Vorbedingungen erfüllt sein müssten, bevor die Visumpflicht aufgehoben werden kann, auch wenn damit die Gefahr verbunden ist, dass das Flüchtlingsabkommen seitens der Türkei aufgekündigt wird. Ein Grund für die geringe Kompromissbereitschaft in der Visa-Frage mag das geringe Vertrauen sein, das die Deutschen der Türkei entgegenbringen. Lediglich 7 Prozent sehen in der Türkei einen vertrauenswürdigen Partner.

Das von der Bundesregierung beschlossene Gesetz zur besseren Integration von Flüchtlingen findet in der Wahlbevölkerung sehr große Zustimmung. Aus Sicht von 82 Prozent geht das Gesetz, das für Flüchtlinge den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern soll, zur Teilnahme an Sprachkursen verpflichtet und die freie Wahl des Wohnsitzes einschränkt, in die richtige Richtung.

Die kritische Bewertung der Bundesregierung nimmt zu: Aktuell sind 57 Prozent mit der Großen Koalition unzufrieden, eine Minderheit von 42 Prozent äußert sich zufrieden mit der Arbeit des Merkel-Kabinetts. Die Kanzlerin Angela Merkel muss Ansehenseinbußen hinnehmen: Aktuell sind 50 Prozent der Deutschen mit ihrer Arbeit zufrieden, ein Minus von 5 Punkten im Vergleich zum Mai. Wenn die Bundesbürger ihren Bundeskanzler direkt bestimmen könnten, würden sich bei einem Aufeinandertreffen von Angela Merkel und Sigmar Gabriel 46 Prozent für die Amtsinhaberin entscheiden und 23 Prozent für den Sozialdemokraten. Mehr als jeder Vierte (28 Prozent) würde sich für keinen der beiden entscheiden.

Wäre bereits am nächsten Sonntag Bundestagswahl, würden sich 32 Prozent der Deutschen für die CDU/CSU entscheiden (-1 Punkt im Vergleich zu Anfang Mai). Dies ist der niedrigste Wert für die Union seit Oktober 2011. Die SPD würde aktuell einen Stimmenanteil von 21 Prozent erreichen (+1). Das ist – wie bereits im Mai - der niedrigste Stand, der für die beiden Volksparteien gemeinsam im ARD-DeutschlandTREND bisher gemessen wurde. Drittstärkste Kraft wäre aktuell die AfD mit unverändert 15 Prozent. Die Grünen kämen wie im Vormonat auf 13 Prozent. Während die Linke einen Punkt auf 9 Prozent zulegt, bleibt der Wähleranteil für die FDP stabil bei 6 Prozent.

Die Bürger Großbritanniens werden am 23. Juni in einer Volksabstimmung entscheiden, ob ihr Land Mitglied der Europäischen Union bleiben oder die EU verlassen soll. Die Deutschen haben zu diesem Thema eine klare Meinung: Vier von fünf Befragten (79 Prozent) plädieren für einen Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union. Nur eine Minderheit von 15 Prozent würde es vorziehen, dass Großbritannien die EU verließe.

Studieninformation

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.006 Befragte
Sonntagsfrage: 1.506 Befragte

Erhebungszeitraum:30. bis 31. Mai 2016
Sonntagfrage: 30. Mai bis 1. Juni 2016

Schwankungsbreite:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de