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ARD-DeutschlandTREND

März 2016

Grundstimmung in Deutschland

Grundstimmung in Deutschland

Politikerzufriedenheit: Merkel legt zu, Seehofer verliert

Politikerzufriedenheit: Merkel legt zu, Seehofer verliert

Politikerzufriedenheit: Merkel /Seehofer

Politikerzufriedenheit: Merkel /Seehofer

Sechs von zehn unzufrieden mit der Bundesregierung

Sechs von zehn unzufrieden mit der Bundesregierung

Mehrheit unzufrieden mit Merkels Flüchtlingspolitik

Mehrheit unzufrieden mit Merkels Flüchtlingspolitik

Zufriedenheit von Merkels Asyl- und Flüchtlingspolitik

Zufriedenheit von Merkels Asyl- und Flüchtlingspolitik

Flüchtlingsaufnahme: Weiterhin Mehrheit für Obergrenze

Flüchtlingsaufnahme: Weiterhin Mehrheit für Obergrenze

Bewertung der Maßnahmen der Flüchtlingspolitik im Zeitverlauf

Bewertung der Maßnahmen der Flüchtlingspolitik im Zeitverlauf

Flüchtlingszuwanderung: Sorge über Anstieg der Kriminalität und stärkere Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt

Flüchtlingszuwanderung: Sorge über Anstieg der Kriminalität und stärkere Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt

Lösung der Flücktlingskrise auf europäischer Ebene sinnwoll, aber in naher Zukunft nicht realisierbar

Lösung der Flücktlingskrise auf europäischer Ebene sinnwoll, aber in naher Zukunft nicht realisierbar

AfD: Drei Viertel fordern stärkere Abgrenzung von rechtsextremen Positionen

AfD: Drei Viertel fordern stärkere Abgrenzung von rechtsextremen Positionen

Acht von zehn schämen sich für fremdenfeindliche Übergriffe

Acht von zehn schämen sich für fremdenfeindliche Übergriffe

Sonntagsfrage: AfD mit leichten Verlusten, aber weiterhin drittstärkste Kraft

Sonntagsfrage: AfD mit leichten Verlusten, aber weiterhin drittstärkste Kraft

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Grundstimmung in Deutschland

Grundstimmung in Deutschland

Politikerzufriedenheit: Merkel legt zu, Seehofer verliert

Politikerzufriedenheit: Merkel legt zu, Seehofer verliert

Politikerzufriedenheit: Merkel /Seehofer

Politikerzufriedenheit: Merkel /Seehofer

Sechs von zehn unzufrieden mit der Bundesregierung

Sechs von zehn unzufrieden mit der Bundesregierung

Mehrheit unzufrieden mit Merkels Flüchtlingspolitik

Mehrheit unzufrieden mit Merkels Flüchtlingspolitik

Zufriedenheit von Merkels Asyl- und Flüchtlingspolitik

Zufriedenheit von Merkels Asyl- und Flüchtlingspolitik

Flüchtlingsaufnahme: Weiterhin Mehrheit für Obergrenze

Flüchtlingsaufnahme: Weiterhin Mehrheit für Obergrenze

Bewertung der Maßnahmen der Flüchtlingspolitik im Zeitverlauf

Bewertung der Maßnahmen der Flüchtlingspolitik im Zeitverlauf

Flüchtlingszuwanderung: Sorge über Anstieg der Kriminalität und stärkere Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt

Flüchtlingszuwanderung: Sorge über Anstieg der Kriminalität und stärkere Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt

Lösung der Flücktlingskrise auf europäischer Ebene sinnwoll, aber in naher Zukunft nicht realisierbar

Lösung der Flücktlingskrise auf europäischer Ebene sinnwoll, aber in naher Zukunft nicht realisierbar

AfD: Drei Viertel fordern stärkere Abgrenzung von rechtsextremen Positionen

AfD: Drei Viertel fordern stärkere Abgrenzung von rechtsextremen Positionen

Acht von zehn schämen sich für fremdenfeindliche Übergriffe

Acht von zehn schämen sich für fremdenfeindliche Übergriffe

Sonntagsfrage: AfD mit leichten Verlusten, aber weiterhin drittstärkste Kraft

Sonntagsfrage: AfD mit leichten Verlusten, aber weiterhin drittstärkste Kraft

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl in West- und Ostdeutschland

Die Grundstimmung in Deutschland ist weiterhin verhalten: 69 Prozent blicken mit Beunruhigung auf die Verhältnisse in Deutschland, lediglich 25 Prozent mit Zuversicht. Rund sechs von zehn sind sowohl mit der Arbeit Bundesregierung (58 Prozent, -3 im Vergleich zum Februar) als auch mit der Asyl- und Flüchtlingspolitik der Kanzlerin (59 Prozent) unzufrieden. Auch in der Unions-Anhängerschaft überwiegt das positive Urteil über Merkels Flüchtlingspolitik nur knapp (55:45 Prozent). Den meisten Zuspruch in der Flüchtlingsthematik erhält die CDU-Kanzlerin von den Grünen-Anhängern (67:31 Prozent). Die Einführung einer Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland findet nach wie vor eine Mehrheit der Bundesbürger richtig (63 Prozent), während die Unterstützung für die Wiedereinführung von Grenzkontrollen erneut zurückgegangen ist (49 Prozent, -4 Punkte im Vergleich zum Februar). Der Einsatz von NATO-Schiffen zur Grenzsicherung zwischen der Türkei und Griechenland findet ebenfalls bei der Hälfte der Bevölkerung Anklang (51 Prozent).

Die Zuwanderung von Flüchtlingen nach Deutschland ist bei einer Mehrheit der Bürger mit der Sorge verbunden, dass die Kriminalität hierzulande ansteigt (60 Prozent) und die Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt größer wird (57 Prozent). Jeder zweite Deutsche sorgt sich, dass der Einfluss des Islams in Deutschland zu stark wird (50 Prozent) und sich die Art und Weise, wie wir in Deutschland leben, zu stark verändert (47 Prozent). Eine größere Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt befürchtet hingegen nur gut jeder Vierte (27 Prozent). Bemerkenswert ist: Bei Befragten, die nach eigenen Angaben bereits direkten Kontakt mit Flüchtlingen hatten, sind diese Sorgen weniger stark ausgeprägt als bei denjenigen ohne direkten Kontakt.

Nach den Ereignissen in Clausnitz und Bautzen beklagen 58 Prozent der Bundesbürger, dass von den Behörden nicht genug getan wird, um Ausländer und Flüchtlinge vor fremdenfeindlichen Übergriffen zu schützen. Im Vergleich zum September letzten Jahres hat sich die Kritik an den Behörden damit nochmals verstärkt (+8). Auch fordern drei Viertel (76 Prozent), dass Übergriffe gegen Flüchtlinge von der Politik stärker verurteilt werden sollten. Gut acht von zehn Deutschen (83 Prozent) schämen sich für die gewalttätigen Proteste.

Der AfD werfen drei Viertel (76 Prozent) vor, sich nicht genug von rechtsextremen Positionen zu distanzieren – eine Einschätzung, die selbst von jedem zweiten AfD-Anhänger geteilt wird. Ein Drittel (33 Prozent) der Bürger findet es gut, dass die AfD den Zuzug von Ausländern und Flüchtlingen stärker begrenzen will als andere Parteien. Rund jeder Sechste (17 Prozent) empfindet die AfD als eine gute Alternative für diejenigen, die sich bei den etablierten Parteien nicht mehr aufgehoben fühlen.

Unmittelbar nach der Verabschiedung des „Asylpakets 2“ im Bundestag vermag die Bundeskanzlerin ihren Rückhalt in der Bevölkerung wieder zu steigern: Aktuell sind 54 Prozent der Wahlberechtigten mit ihrer Arbeit zufrieden – ein Plus von 8 Punkten im Vergleich zum Vormonat. Der CSU-Chef Horst Seehofer verliert hingegen (38 Prozent, -7) an Zustimmung. Merkels Streben nach einer europäischen Lösung der Flüchtlingskrise finden drei Viertel der Deutschen (77 Prozent) sinnvoll. Lediglich 20 Prozent halten eine nationale Lösung für sinnvoller. Einzig die Anhänger der AfD plädieren mehrheitlich (53 Prozent) für eine nationale Lösung. Allerdings sind knapp zwei Drittel der Bundesbürger (64 Prozent) der Meinung, dass eine Lösung auf europäischer Ebene in naher Zukunft nicht realisierbar sein wird. Die Haltung der Bevölkerung zur geplanten Vereinbarung mit der Türkei ist gespalten und wird von 46 Prozent als eher gut, von 49 Prozent als eher schlecht bewertet.

Nach ihrem Stimmungstief im letzten Monat kann sich die Union im März zwar leicht verbessern, ohne jedoch die Werte von Januar wieder zu erreichen:  Derzeit würden sich 36 Prozent für die CDU/CSU entscheiden (+1 Punkt) – der zweitniedrigste Wert der laufenden Legislaturperiode. Die SPD käme auf 23 Prozent (-1). Die Oppositionsparteien im Bundestag, Grüne (10 Prozent, +/-0) und Linke (9 Prozent, +/-0) halten ihre Stimmenanteile stabil zum Vormonat. Während sich die FDP leicht verbessern kann (6 Prozent, +1), schneidet die AfD etwas schwächer als im Februar ab (11 Prozent, -1), bliebe jedoch drittstärkste Kraft.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl / Dual-Frame (Festnetz- und Mobilfunkstichprobe)

Erhebungsverfahren:Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1005 Befragte
Sonntagsfrage: 1505 Befragte

Erhebungszeitraum:26. bis 27. Februar 2016

Fehlertoleranz:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de