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ARD-DeutschlandTREND

Oktober 2016

Flüchtlingskrise: Mehrheit glaubt nicht an eine europäische Lösung

Flüchtlingskrise: Mehrheit glaubt nicht an eine europäische Lösung

Integration: Vermittlung von Sprachkenntnissen wichtigste Aufgabe

Integration: Vermittlung von Sprachkenntnissen wichtigste Aufgabe

Zuwanderung: Mehr als die Hälfte befürchtet zu großen Einfluss 
des Islam

Zuwanderung: Mehr als die Hälfte befürchtet zu großen Einfluss des Islam

Politisch motivierte Gewalt: Größte Gefahr von rechts

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Bundeskanzlerin Angela Merkel gewinnt deutlich an Rückhalt

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Politikerzufriedenheit Angela Merkel

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Regierungszufriedenheit steigt, doch Kritik überwiegt weiterhin

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Sonntagsfrage: Volksparteien weiterhin schwach

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Kritik an Politik und fehlenden Einflussmöglichkeiten der Bürger

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Parteien weisen Vertrauensdefizit auf

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Sechs von zehn zufrieden mit Leistungsfähigkeit der Demokratie

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US-Präsidentschaftswahl: Deutsche würden Clinton wählen

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Flüchtlingskrise: Mehrheit glaubt nicht an eine europäische Lösung

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Integration: Vermittlung von Sprachkenntnissen wichtigste Aufgabe

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Zuwanderung: Mehr als die Hälfte befürchtet zu großen Einfluss 
des Islam

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Politisch motivierte Gewalt: Größte Gefahr von rechts

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Bundeskanzlerin Angela Merkel gewinnt deutlich an Rückhalt

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Regierungszufriedenheit steigt, doch Kritik überwiegt weiterhin

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Sonntagsfrage: Volksparteien weiterhin schwach

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Kritik an Politik und fehlenden Einflussmöglichkeiten der Bürger

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Parteien weisen Vertrauensdefizit auf

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Sechs von zehn zufrieden mit Leistungsfähigkeit der Demokratie

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US-Präsidentschaftswahl: Deutsche würden Clinton wählen

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Das ungarische Referendum hat die unterschiedlichen Ansätze der Mitgliedsländer bei der Aufnahme und Verteilung von Flüchtlingen in der Europäischen Union nochmals deutlich gemacht. Angesichts der gegensätzlichen Positionen der einzelnen Länder sind knapp zwei Drittel der Deutschen (63 Prozent) sehr skeptisch, ob eine gesamteuropäische Lösung in naher Zukunft realisierbar ist. Bei der Integration der Flüchtlinge in Deutschland ist aus Sicht von 85 Prozent der Bundesbürger die Vermittlung von Sprachkenntnissen eine sehr wichtige Aufgabe der Politik. Aus diesem Grund wird auch der Einbindung von Flüchtlingskindern in die deutschen Schulen eine hohe Bedeutung beigemessen (74 Prozent sehr wichtig). Als weitere sehr wichtige Integrationsaufgabe wird die Vermittlung deutscher Grundwerte (62 Prozent) benannt. Den Zugang zum Arbeitsmarkt findet gut die Hälfte (53 Prozent) sehr wichtig. Eine angemessene Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge betrachten lediglich 42 Prozent als Aufgabe von sehr großer Bedeutung.

Im Zusammenhang mit den nach Deutschland gekommenen Flüchtlingen äußert nach wie vor eine Mehrheit der Deutschen (56 Prozent) die Befürchtung, dass der Einfluss des Islam hierzulande zu groß werden könnte.

Aus Sicht der Bürger ist die Gefahr, die von rechtsextremen Gewalttätern ausgeht, größer als die aus islamistischen Kreisen. Mehr als vier Fünftel erachten die Gefahr von rechtsextrem motivierten Übergriffen oder Anschlägen als sehr groß (39 Prozent) oder groß (45 Prozent). In islamistisch motivierten Gewalttaten sehen zwei Drittel der Deutschen ein sehr großes (28 Prozent) oder großes Risiko (40 Prozent).

Sowohl der Rückhalt der Bundesregierung als auch der Bundeskanzlerin fällt aktuell höher aus als im Vormonat. Mit der politischen Arbeit von Angela Merkel zeigen sich aktuell 54 Prozent der Wahlberechtigten zufrieden, ein Plus von 9 Punkten gegenüber dem Vormonat. Zugleich verliert der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer 7 Punkte und erreicht nur noch einen Zustimmungswert von 37 Prozent. Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung steigt um 4 Punkte auf 48 Prozent. Allerdings ist eine knappe Mehrheit von 52 Prozent unzufrieden mit den Leistungen der Großen Koalition.

Rund ein Jahr vor der nächsten Bundestagswahl stehen die beiden Regierungsparteien unter Druck. Aktuell würden sich wie im Vormonat 33 Prozent für die CDU/CSU entscheiden. Im Vergleich zur letzten Bundestagswahl sind dies fast neun Punkte weniger. Auch die Sozialdemokraten verlieren Rückhalt in der Wählerschaft: Mit einem Stimmenanteil von 22 Prozent (-1 Punkt binnen Monatsfrist) liegen sie aktuell knapp vier Punkte unter ihrem 2013er-Wahlergebnis. Drittstärkste Kraft ist wie im Vormonat die AfD mit einem Wähleranteil von 14 Prozent. Auf Platz vier rangieren die Grünen mit unverändert 11 Prozent. Einstellig schneidet die Linke ab, die aktuell 9 Prozent wählen würden (+/-0). Die FDP liegt mit 6 Prozent (+1) knapp oberhalb der Mandatsschwelle liegt.

 

Bei der Präsidentschaftswahl in den USA Anfang November gehen die Republikaner mit Donald Trump ins Rennen, Hillary Clinton will für die Demokraten als erste Frau in der Geschichte Amerikas das höchste Staatsamt bekleiden. Wenn die Deutschen zwischen den beiden die Wahl hätten, würden sie sich mit großer Mehrheit (86 Prozent) für Clinton entscheiden. Für Trump sprechen sich derzeit 4 Prozent der Deutschen aus.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit:Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren

Stichprobe:Repräsentative Zufallsauswahl/Dual-Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 70:30)

Erhebungsverfahren:Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl:1.003 Befragte
Sonntagsfrage: 1.503 Befragte

Erhebungszeitraum:04. bis 05. Oktober 2016
Sonntagsfrage: 04. bis 05. Oktober 2016

Fehlertoleranz:1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%
** bei einem Anteilswert von 50%

Durchführendes Institut:infratest dimap

Wahlforschung

Heiko Gothe

Projektdirektor Meinungs- und Wahlforschung

heiko.gothe @infratest-dimap.de